Fahrbericht Audi A5 Sportback 2.0 TFSI Quattro

Vollgepackt mit Technik

Audi A5 Sportback 2017 Foto: Audi 4 Bilder

Schick, sportlich, familientauglich: Autofahrer entscheiden sich bewusst für den Audi A5 Sportback 2.0 TFSI Quattro. Wir würden ihn auch wegen der Technik wählen.

Selber fahren, wenn’s Spaß macht, und vom Auto autonom kutschieren lassen, wenn der stockende Verkehr auf die Nerven geht: So wünscht sich das jeder Vielfahrer. Doch nur die neuesten Modelle können das schon. Wer es beherrscht? Audi. Der Ende letzten Jahres überarbeitete A5 zum Beispiel, dessen Assistenten mit dem Facelift deutlich intelligenter geworden sind. Im Stau genügt ein Tastendruck am Lenkrad und der A5 folgt stur dem Vordermann. Der Audi bremst und beschleunigt alleine, selbst aus dem kurzen Stand fährt er wieder ohne unser Mitwirken los. Und er lenkt auch ganz von selbst.

Das macht der A5 sogar so gut, dass wir schon nach kurzer Zeit in unsere Mails vertieft sind. Nicht am Smartphone. Der Audi listet sie uns schön aufbereitet auf dem zentralen Bildschirm auf. Wenn uns jetzt noch die kleinen Elektromotoren unter der weichen Alcantara-Sitzlehne die verspannten Rückenmuskeln durchkneten, würden wir am liebsten die Augen schließen und den stressigen Tag vergessen. Schlafen ist beim teilautonomen Fahren ja leider (noch) nicht erlaubt. Und der Audi holt uns – gezwungenermaßen – nach gut einer Minute durch vehementes Piepsen zurück ins Geschehen. Wir mögen doch bitte die Hände ans Lenkrad nehmen, teilt er uns über den Bordcomputer mit. Warum so ein Terz? Ein kleines Zupfen am Steuer genügt, der Audi gibt Ruhe und orientiert sich pflichtbewusst und gekonnt wieder selbst zwischen den Streifen.

Probleme, wenn’s schnell geht

Bis Tempo 50 scannt der A5 die weißen Straßenmarkierungen einwandfrei. Auf der Landstraße sucht er hingegen oft vergebens nach den Linien. Und hat er mal die dicken Streifen auf der Autobahn kurzzeitig erfasst, dann eumelt der Audi bei hohem Tempo etwas staksig in der Spur herum. Entspannt teilautonom reisen? Keine Chance. Wir nehmen das Lenkrad wieder – wie auf der Autobahn typisch, etwas lockerer – selbst in die Hand. Nur bemerkt das der Audi gar nicht. Er plärrt allerweil weiter und fordert uns auf, das Lenkrad zu umgreifen. Die minütliche Ermahnung nervt! Auf der Autobahn bleibt der Spurhalteassistent daher ab sofort aus.

Audi A5 Sportback 2017 Foto: Audi
Ein großes Display und nur die wichtigsten Direkttasten: Audi hat das Cockpit des A5 aufgeräumt.

Dafür zeigt der Abstandstempomat neue Qualitäten. Wir müssen die Geschwindigkeit nicht laufend neu einstellen, der Audi übernimmt das aktuelle Tempolimit automatisch über die Verkehrszeichenerkennung. Fährt der A5 auf eine auf 80 km/h beschränkte Autobahnbaustelle zu, bremst der Audi eigenständig herunter, um danach wieder auf das vorherige Tempo zu beschleunigen. Das macht er so harmonisch und vorausschauend, dass wir geringe Tempowechsel gar nicht wahrnehmen.

Nur manchmal verguckt sich der Audi, nimmt versehentlich ein Schild der Autobahnabfahrt als Limit auf und bremst uns von Tempo 120 auf 60 herunter – zum Glück auch hier ganz langsam. Dennoch muss der Fahrer stets auf der Hut sein.Der Audi scannt nicht nur nach Schildern, er nimmt sich auch die Daten vom Navi als Orientierung. Steuert der A5 mit aktiviertem Abstandstempomaten auf eine Kurve zu, bremst er je nach Kurvenverlauf leicht oder stark herunter. Feine Technik, nur zuckelt uns der A5 zu defensiv ums Eck. Auf Panoramasträßchen ziehen wir schnell eine Kolonne hinter uns her.

Alles im Griff, alles im Blick

Und so überkommt es uns gerade in diesen langsamen Kurven, dass wir dem Audi das Kommando entreißen, das Steuer übernehmen und uns am virtuellen Cockpit erfreuen. Das Lenkrad fest in beiden Händen, umgreifen die Fingerkuppen die Schaltwippen. Die Daumen liegen locker auf den Lenkradtasten auf, über die wir die digitale Instrumententafel bedienen. Unsere Lieblingseinstellung: Wenn die Google-Earth-Karte die über 30 cm breite, hochauflösende Instrumentenfläche hinterm Lenkrad ausfüllt. Tacho und Drehzahlmesser rücken dann in Golfballgröße in die Ecken. Den großen Bildschirm auf dem Armaturenbrett benötigen wir nur für Grundeinstellungen. Also nicht während der Fahrt. Daher schalten wir ihn aus, würden den schwarzen Kasten aber am liebsten ganz wegklappen.

Mit jedem Gasstoß faucht und brabbelt der auf 252 PS aufgebrezelte Vierzylinder-Benziner heißer wie ein großer V6. Die Siebengangautomatik schaltet souverän. Auch wenn die Dynamiklenkung 1.000 Euro Aufpreis kostet, sie ist ein Muss: direkt und straff bei schneller Fahrt und schön gefühlvoll für den engen Stadtverkehr. Der A5 schlängelt sich so elegant und kompakt ums Eck, als hätte der 4,77 Meter lange Schlaks ein elastisches Gummiblech. So gut Audis autonome Technik auch sein mag, der A5 beweist: Selber fahren ist definitiv schöner.

Audi A5 Sportback 2017 Foto: Audi
Der A5 schlängelt sich so elegant und kompakt ums Eck, als hätte der 4,77 Meter lange Schlaks ein elastisches Gummiblech.
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