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Fahrbericht Porsche Macan

Gezielter Feinschliff

Porsche Macan 2019 Foto: Porsche 15 Bilder

Überarbeiteter Porsche Macan: Wie fährt sich der SUV mit neuem Basismotor und besserem Infotainment? Und vor allem: Was ist mit dem Diesel?

Anders als beim Cayenne sind es weder Führungskräfte noch Firmenchefs, sondern private Kunden, die sich einen Porsche Macan gönnen. Entsprechend gering der Flottenanteil von nur lediglich rund 25 Prozent. Doch möglicherweise springen künftig vermehrt Fahrer von Geschäftswagen auf, denn nach rund vier Jahren Bauzeit bekommt der Allrad-SUV eine Frischzellenkur. Nur ein Facelift? Ja, denn anders als der im Frühjahr erschienenen Audi Q5 basiert der Porsche Macan immer noch auf der gemeinsamen Vorgänger-Plattform. Das wird auch die nächsten drei Jahre so bleiben.

Optisch behutsam geliftet

Rein äußerlich ändert sich wenig. Neue Lufteinlässe am vorderen Stoßfänger und LED-Scheinwerfer sind Serie. Gegen Aufpreis leuchten die Scheinwerfermodule vorausschauend in Kurven und Kreuzungen hinein und das Fernlicht passt sich mit automatischer Leuchtweitenregulierung den Gegebenheiten an. Dazu kommt ein durchgehendes Leuchtband am Heck mit integriertem Porsche-Schriftzug. Außerdem kann der Käufer seitliche Sideblades in Brillantsilber oder hochglänzendem Schwarz ordern. Das war´s auch schon mit der optischen Auffrischung.

Mit Online-Navi bestens vernetzt

Dafür wurde innen wesentlich mehr getan. Vor allem in Sachen Konnektivität hat der Macan zugelegt. Das bisherige 7,2 Zoll-Infotainment wurde gegen einen großformatigen 10,9 Zoll großen Touchscreen in Full-HD-Auflösung ausgetauscht. Genauso wie im Panamera oder Cayenne kann der Fahrer nun das Bedienfeld personalisieren. Dank serienmäßiger SIM-Karte mit LTE-Datenverbindung greift die Navigation auf aktuelles Online-Material zurück. So lassen sich beispielsweise die Spritpreise der nächsten Tankstellen abrufen oder freie Parkplätze in der Umgebung. Auf Wunsch lotst Google Earth den Fahrer ans Ziel, wobei Street View die Details anzeigt.

Porsche Macan 2019 Foto: Porsche
Miamiblau heißt diese Farbe…

Jetzt mit Stauassistent

Außerdem versteht die Sprachsteuerung über das Navigieren hinaus nun auch Befehle zur Musikwahl oder andere Fahrzeugfunktionen. Alternativ lässt sich das gewünschte Reiseziel vorab über die neu gestaltete Smartphone-App Porsche Connect eingeben. Und mit der Offroad-App hat der Fahrer die Möglichkeit, seine Fahrten im Gelände zu dokumentieren und auszuwerten.

Auch das Angebot an Fahrerassistenten wurde erweitert. Neu ist der Stauassistent, der bis zu 65 km/h dem Stop-and-Go-Verkehr folgt, automatisch die Spur hält und natürlich genauso automatisch wieder abbremst, sobald der Vordermann langsamer wird.

Bei 245 PS geht’s los

Zum Verkaufsstart fällt die Motorenpalette beim Macan noch recht übersichtlich aus. Als neuer Einstiegsmotor dient der Zweiliter-Benziner aus dem Audi A4. Der Vierzylinder-Turbo wurde für den Macan optimiert und leistet 245 PS. Darüber rangiert der 354 PS starke Dreiliter-V6 des Macan S. Ein 440 PS starker Turbo kommt Sommer 2019, vom Dieselmotor haben sich die Zuffenhausener nach dem Facelift dagegen völlig verabschiedet. Er passt nicht mehr in die Zeit eines sportlichen Porsche. Beide Benziner besitzen einen Partikelfilter und erfüllen Abgasnorm Euro 6d Temp.

Porsche Macan 2019 Foto: Porsche
…die sicher nicht nur in Florida gut ankommt.

Spannender bleibt jedoch die Frage, ob der Macan mit seinem neuen Basismotor noch ein richtiger Porsche ist. Wir starten mit dem 245 PS starken 2.0 samt serienmäßigem Doppelkupplungsgetriebe (PDK) zur ersten Ausfahrt. Die Kombination passt. Der Macan hängt willig am Gas und tritt kraftvoll an, während sich das PDK mit ihren kurzen Schaltzeiten durch das Sieben-Gänge-Menü sortiert. Wenn es sein muss, schiebt sich der Macan in schnellen 6,7 Sekunden auf Tempo 100 und rennt bis zu einer Spitze von 225 km/h. Untermotorisiert ist man selbst mit dem Basisbenziner nicht, auch der schwächste Macan ist ein Sportler im SUV-Outfit.

Sportlich oder komfortabel

Das Fahrwerk wurde überarbeitet und neutraler abgestimmt. Außerdem ließ Porsche neue Reifen entwickeln, die mehr Querdynamik erlauben und somit mehr Fahrspaß vermitteln. So bleibt auch dieser Porsche ein Sportler mit guten Allround-Eigenschaften. Komfortabler wurde dagegen die Luftfederung abgestimmt. Die lässt das Midsize-SUV gegen Aufpreis geschmeidiger auf Bodenwellen abrollen. Der Wagen ist mit dem Facelift nochmals gereift. Dass er noch nicht auf der neuen Plattform des Audi Q5 basiert, verzeihen wir ihm: Es ist dem Macan nicht anzumerken.

Fahrbericht Porsche Panamera GTS
Gekonnt sportlich
Technische Daten
Porsche Macan PDK Porsche Macan S
Karosserie
Typ SUV SUV
Motor und Kraftübertragung
Zylinderzahl / Motorbauart 4-Zylinder 6-Zylinder
Hubraum 1984 cm³ 2995 cm³
Leistung 245 PS (180 kW) bei 5000 U/min. 354 PS (260 kW) bei 5400 U/min.
max. Drehmoment 370 Nm bei 1600 U/min. 480 Nm bei 1360 U/min.
Antriebsart Allrad Allrad
Getriebe 7-Gang DSG/Doppelkupplung 7-Gang DSG/Doppelkupplung
Schadstoffeinstufung Euro 6d-Temp Euro 6d-Temp
CO2-Ausstoß 227 WLTP g/km 251 g/km
Kraftstoff Super Plus Super Plus
Preis
Nettopreis 49.381,- € 54.081,- €
Abmessungen und Gewichte
Radstand 2807 mm 2807 mm
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4696 × 1923 × 1624 mm 4696 × 1923 × 1624 mm
Kofferraumvolumen 500 - 1.500 l 500 - 1.500 l
Leergewicht gemessen 1870 kg 1940 kg
Zuladung 640 kg 640 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 2510 kg 2580 kg
Testwagenbereifung
Reifen (vorne/hinten) 235/60 R 18 / 255/55 R 18 235/60 R 18 / 255/55 R 18
Verbrauch
VerbrauchWLTP 10,00 l/100 km 11,00 l/100 km
Betriebskosten
Porsche Macan PDK Porsche Macan S
Basisdaten
Preis ohne Mehrwertsteuer 49.381,- € 54.081,- €
Betriebsnotwendiges Kapital 37.963,- € 43.564,- €
Teuerung Fahrzeugpreis 7.865,- € 8.614,- €
Feste Kosten (€/Jahr)
Kapitalverzinsung 3.189 3.659
Abschreibung 3.189 3.659
Kfz-Steuer 304 372
Typklasse HP/VK/TK 23/28/30 23/30/28
Haftpflichtversicherung 1.193 1.193
Kaskoversicherung 1.822 2.389
Unterstellung/Garage 573 573
Summe feste Kosten (€/Jahr) 13.426 14.361
Summe feste Kosten (ct/km) 67,1 71,8
Variable Kosten (ct/km)
Kraftstoff 15,3 18,4
Reifen 3,0 3,0
Wartung/Reparatur/Pflege 14,0 14,7
Summe variable Kosten 32,3 36,1
Gesamtkosten
Gesamtkosten (ct/km) 99,4 107,9
Quellenangabe Betriebskosten
Quellenangabe Dekra Dekra
Zeitpunkt der Datenberechnung 11/2018 12/2018
Versicherungshinweis Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung.
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