Fahrbericht Range Rover Evoque 2019

Ein wenig öko

Range Rover Evoque 2019 Foto: Land Rover 17 Bilder

SUV können toll aussehen, gut fahren und sogar ein bisschen öko sein, wie der neue Range Rover Evoque zeigt.

Für 250 Euro könnten Sie am Wochenende nach Rom jetten. Oder bei Starkoch Tim Raue zu zweit fünf Gänge samt kleinem Fläschchen Wein lecker lunchen. Sie können aber auch den neuen Evoque leasen. Der kommt am 6. April zu Preisen ab 31.387 Euro beziehungsweise einer Monatsrate von 250 Euro auf den Markt (alle Angaben ohne Mehrwertsteuer).

Hohen Genussfaktor versprechen alle drei Aktivitäten. Doch während Sie in Rom vermutlich viele alte Gemäuer bewundern, bietet Ihnen Land Rover mit der zweiten Generation des Evoque eine völlig neue Architektur. Die Briten ließen sozusagen keinen Stein auf dem anderen, übernahmen vom Vorgänger lediglich die Türscharniere. Kaum zu glauben. Denn man muss schon zweimal hinschauen, um das neue Modell zu erkennen. Andererseits: Wozu ein Design ändern, das nach acht Jahren noch so revolutionär aussieht wie am ersten Tag und das für die meisten der weltweit 770.000 Evoque-Fahrer kaufentscheidend war?

Foto: Nick Dimbleby
Künftig gibt's den Evoque nur noch als klassischen Viertürer. Coupé und Cabrio werden nicht weitergebaut.

Das aktuelle Modell übernimmt das Konzept des abfallenden Dachs samt den schmalen Fensterluken, baut jedoch auf einer neuen Plattform auf. Die bringt mehr Radstand und somit etwas mehr Platz im Innenraum, was besonders die hinten sitzenden Mitfahrer gut finden. Zudem konnten die Briten mit der neuen Architektur technisch einiges ändern und vieles in die umfangreiche Preisliste aufnehmen, was mittlerweile in einen modernen Firmenwagen gehört. Matrix-LED-Scheinwerfer etwa, Head-up-Display oder ein digitales Cockpit.

Zusätzlich hat sich bei den 150 bis 300 PS starken Motoren einiges getan. Abgesehen vom Basisdiesel mit Handschaltung sind alle als Mild-Hybriden mit 48-Volt-Netz ausgelegt. Später sollen Dreizylinder folgen, darunter ein Plug-in Hybride. Alles natürlich, um den Verbrauch und den für die Hersteller wichtigen CO2-Flottenausstoß zu senken. Dass das in Praxis funktioniert, konnte die erste Testfahrt jedoch nicht bestätigen. Trotz ruhiger Fahrweise meldete der Bordcomputer des allradgetriebenen 240-PS-Diesels einen Schnitt von üppigen neun, der des 250-PS-Benziners über elf Liter. Und das, obwohl die 48-Volt-Systeme den beim Bremsen gewonnen Strom zum Boosten verwenden, die Motoren beim Beschleunigen also elektrisch unterstützen. Außerdem wird bei geringer Last die Hinterachse abgekoppelt.

Foto: Nick Dimbleby
Der Evoque ist so geländetauglich, dass ihn auch eine alte Eisenbahnstrecke nicht stoppt.

Dass man mit rund 250 PS unter der Haube flott vorwärtskommt, versteht sich von selbst. Harmonischer klappt das mit dem Diesel. Weil er untenrum anständig schiebt, während die Automatik im Benziner noch ihre neun Gänge sortiert, und weil er auch im mittleren Drehzahlbereich einfach mehr Bums hat. Alternativ gibt’s noch zwei Diesel 150 und 180 PS sowie Benziner mit 200 und 300 PS. Die drehmomentstarken Diesel sind für Vielfahrer und Anhängerzieher erste Wahl, auch auch bei eventuellen Offroadausflügen.

Schließlich wirkt ein Land Rover erst mit den obligatorischen Dreckspritzern auf dem Hochglanzlack wirklich authentisch. Dazu verhelfen ihm jede Menge elektronische Fahrhilfen. Der Fahrer muss nur die richtigen Knöpfe drücken, schon tastet sich der Wagen in der vorgewählten Geschwindigkeit selbstständig durch Matsch und Morast, klettert steile Berge hoch und runter oder watet durch bis zu 60 Zentimeter tiefe Bäche. Damit der Fahrer auf dem Bildschirm immer sieht, was er unter die Räder nimmt, haben die Briten gleich noch eine nach unten gerichtete Kamera unter den Kühler geschraubt.

Foto: Land Rover
Drei Benziner und drei Diesel gibt es zum Start.

Apropos Knöpfe: Abgesehen von Klima- und Lautstärkeregler gibt’s die nicht mehr. Das Cockpit wirkt zeitgemäß aufgeräumt, alles wird über den breiten, aber etwas zu flachen Bildschirm gesteuert. Hier lautet die Empfehlung: Unbedingt das virtuelle Cockpit ordern, das eine vernünftige Straßenkarte hinters Lenkrad projiziert. Dass der Zentralbildschirm auf unserer Testfahrt mehrfach aussetzte, sich nicht scrollen ließ und wir etwas unbeholfen darauf herumtatschten, schulden wir dem frühen Serienstand. Vielleicht brauchte die Systemsteuerung auch einfach nur ein Update, das der Evoque jetzt über die integrierte Sim-Karte over the air aufspielt.

Zusätzlich bietet Range Rover einen digitalen Rückspiegel. Es ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wenn dort ein gestochen scharfes Kamerabild läuft. Aber besser, als sich bei dachhoher Beladung oder mit drei Personen auf der Rückbank nur auf die beiden Außenspiegel zu verlassen.

Ganz im Trend der Zeit nimmt sich die Marke nun verstärkt dem Öko-Thema an. So soll der SUV bis zu 33 Kilo Material aus recycelten Quellen an Bord haben, bis hin zum Lederimitat, in dem 53 geschredderte Halbliter-Kunststoffflaschen verarbeitet werden. Oder wie wär’s mit einem Eukalyptus-Bezug aus Naturfasern, die besonders wenig Wasser brauchen? Beide sehr ansehnlich und angenehm anzufassen. Man muss kein Veganer sein, um die neuen Bezüge gut zu finden.

Eine wirklich schlechte Nachricht können wir Ihnen aber doch nicht ersparen. Schon bislang rollte kaum ein Evoque für weniger als 50.000 Euro vom Band. Mit 250 Euro Leasingrate werden Sie also nicht auskommen. Bei Tim Raue in Kreuzberg ist das nicht anders: Das große Menü samt Wein für zwei kostet da auch locker das Doppelte.

Technische Daten
Range Rover Evoque P300 Range Rover Evoque D180 Range Rover Evoque D240 Range Rover Evoque D150 Range Rover Evoque P200 Range Rover Evoque P250
Karosserie
Aufbau SUV SUV SUV SUV SUV SUV
Zahl der Sitzplätze 5 5 5 5 5 5
Motor/Antrieb
Antriebskonzept Benzinmotor Dieselmotor Dieselmotor Dieselmotor Benzinmotor Benzinmotor
Kraftstoff Super Diesel Diesel Diesel Super Super
Anzahl Zylinder 4 4 4 4 4 4
Hubraum 1.997 cm³ 1.999 cm³ 1.999 cm³ 1.999 cm³ 1.997 cm³ 1.997 cm³
Leistung 221 kW (300 PS) bei 5.500/min 132 kW (180 PS) bei 2.400/min 177 kW (240 PS) bei 2.400/min 110 kW (150 PS) bei 2.400/min 147 kW (200 PS) bei 5.500/min 183 kW (249 PS) bei 5.500/min
Drehmoment 400 Nm bei 1.500/min 430 Nm bei 1.750/min 500 Nm bei 1.750/min 380 Nm bei 1.750/min 320 Nm bei 1.200/min 365 Nm bei 1.200/min
Getriebe automatisch automatisch automatisch manuell automatisch automatisch
Anzahl Gänge 9 9 9 6 9 9
Antrieb Allrad Allrad Allrad Vorderrad Allrad Allrad
Preis
Grundpreis ohne MwSt.Herstellerangabe 44.034 Euro 37.479 Euro 40.672 Euro 31.387 Euro 36.639 Euro 40.168 Euro
Ausstattung Basis Basis Basis Basis Basis Basis
Abmessungen/Gewichte/Reifen
AußenmaßeLänge x Breite ohne Spiegel x Höhe 4.371 x 1.900 x 1.649 mm 4.371 x 1.900 x 1.649 mm 4.371 x 1.900 x 1.649 mm 4.371 x 1.900 x 1.649 mm 4.371 x 1.900 x 1.649 mm 4.371 x 1.900 x 1.649 mm
Radstand 2.681 mm 2.681 mm 2.681 mm 2.681 mm 2.681 mm 2.681 mm
Leergewichtvollgetankt inkl. 75 kg Fahrer 1.925 kg 1.891 kg 1.955 kg 1.787 kg 1.845 kg 1.893 kg
Zuladung 525 kg 599 kg 555 kg 583 kg 585 kg 537 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 2.450 kg 2.490 kg 2.510 kg 2.370 kg 2.430 kg 2.430 kg
Reifengröße vorne 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17
Reifengröße hinten 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17 235/65 R 17
Fahrleistung und Verbrauch
Beschleunigung 0-100 km/h 6,6 s 9,3 s 7,7 s 10,5 s 8,5 s 7,5 s
Höchstgeschwindigkeit 242 km/h 205 km/h 225 km/h 201 km/h 216 km/h 230 km/h
VerbrauchHerstellerangabe WLTP 8,9 l/100 km 6,6 l/100 km 6,8 l/100 km 6,2 l/100 km 8,8 l/100 km 8,8 l/100 km
CO2-AusstoßHerstellerangabe WLTP 207 g/km 176 g/km 181 g/km 165 g/km 204 g/km 205 g/km
Effizienzklasse C B B B C C
 
Slnr 106930 106926 106927 106925 106928 106929
Betriebskosten
Range Rover Evoque D240 Range Rover Evoque D150 Range Rover Evoque P200 Range Rover Evoque P300 Range Rover Evoque D180 Range Rover Evoque P250
Basisdaten
Ausstattungsversion Basis Basis Basis Basis Basis Basis
Grundpreis ohne MwSt. 40.672 Euro 31.387 Euro 36.639 Euro 44.034 Euro 37.479 Euro 40.168 Euro
Teuerung während der Nutzungsdauer 6.478 Euro 4.999 Euro 5.835 Euro 7.013 Euro 5.969 Euro 6.397 Euro
Gebundenes Kapital 32.071 Euro 25.021 Euro 28.790 Euro 34.086 Euro 29.766 Euro 31.508 Euro
Feste Kosten pro Jahr
Kapitalverzinsung 2.694 Euro 2.102 Euro 2.418 Euro 2.863 Euro 2.500 Euro 2.647 Euro
Abschreibung 4.834 Euro 3.614 Euro 4.425 Euro 5.527 Euro 4.363 Euro 4.875 Euro
Kfz-Steuer 408 Euro 358 Euro 290 Euro 316 Euro 376 Euro 300 Euro
Typklasse HP/TK/VK 22/27/25 22/27/25 22/27/25 22/27/25 22/27/25 22/27/25
Haftpflichtversicherung * 1.113 Euro 1.113 Euro 1.113 Euro 1.113 Euro 1.113 Euro 300 Euro
Kaskoversicherung * 1.320 Euro 1.320 Euro 1.320 Euro 1.320 Euro 1.320 Euro 1.113 Euro
Unterstellung/Garage 573 Euro 573 Euro 573 Euro 537 Euro 573 Euro 1.320 Euro
Summe feste Kosten/Jahr 10.942 Euro 9.080 Euro 10.139 Euro 11.676 Euro 10.245 Euro 10.555 Euro
Summe feste Kosten/km 54,7 ct 45,4 ct 50,7 ct 58,6 ct 51,2 ct 54,1 ct
Variable Kosten pro km
Kraftstoff 8,2 ct 7,4 ct 13,2 ct 14,1 ct 7,7 ct 13,8 ct
Reifen 3,4 ct 3,4 ct 3,4 ct 3,4 ct 3,4 ct 3,4 ct
Wartung und Reparatur 13,6 ct 12,4 ct 13,0 ct 13,8 ct 13,1 ct 13,5 ct
Summe variable Kosten/km 25,2 ct 23,2 ct 29,6 ct 31,3 ct 24,2 ct 30,7 ct
Gesamtkosten
Gesamtkosten pro km 79,9 ct 68,6 ct 80,3 ct 89,9 ct 75,4 ct 84,8 ct
Quellenangabe Betriebskosten
Daten berechnet von Dekra Dekra Dekra Dekra Dekra Dekra
Stand 3/2019 3/2019 3/2019 3/2019 3/2019 3/2019
Versicherung * Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung.
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