Fiat Tipo Kombi 1.6 Multijet im Test (2021) Langstrecken-Profi

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Der Fiat Tipo Kombi überzeugte im Test mit sparsamem und kräftigem Dieselmotor. Was das neue Infotainment kann und wie es mit den Kosten aussieht, haben wir auch geklärt.

Ein Kombi ist nach wie vor erste Wahl für lange Strecken, wie sie etwa ein Servicefahrzeug zurücklegt. Genau in diese Kategorie passt auch der Fiat Tipo mit dem 130 PS starken Diesel, den wir hier testen. Mit seinem letzten Facelift bekam der Wagen einen neuen Kühlergrill verpasst, und, viel wichtiger, helle LED-Scheinwerfer. Sie zählen zur Business-Ausstattung, die für nur 1.680 Euro Aufpreis (alle Preise netto) auch noch etliche andere nützliche Extras bereithält. Parkpiepser vorn und hinten etwa, Rückfahrkamera, Abstandstempomat, Totwinkelwarner, ein Infotainmentsystem mit großem Bildschirm und induktivem Smartphone-Lader sowie bessere Sitze samt Lendenwirbelstütze.

Der vergleichsweise günstige Aufpreis liegt an der still und leise überarbeiteten Angebotsstruktur des Fiat Tipo. So entfiel etwa der 1,3-Liter-Einstiegsdiesel ebenso wie einige einfachere Ausstattungsvarianten. Mit einem Listenpreis von gut 24.000 Euro ist unser Kombi also kein Knaller-Schnäppchen mehr. Doch der Preis ist fair, zumal bereits die Fiat-Homepage direkt eine Aktions-Preisempfehlung ausspricht, die einige tausend Euro günstiger ist.

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Ein Kombi ist nach wie vor erste Wahl für lange Strecken.

Wir schauen uns zuerst den Antriebsstrang an. Der Vierzylinder mit 1,6 Litern Hubraum stellt schon bei 1.500 Touren 320 Newtonmeter bereit. Er legt ohne Anfahrschwäche flott los, braucht und will keine hohen Drehzahlen, sondern bringt den knapp 1,5 Tonnen schweren Kombi auch auf der Autobahn im hohen Gang zügig voran. Nur beim Kaltstart läuft er etwas rau, ansonsten hält er sich dumpf grummelnd im Hintergrund. Das mag auch an der weniger gut gedämmten Karosserie liegen. Schon bei Tempo 130 dominieren laute Windgeräusche. Dafür meldet der Bordcomputer selbst bei höheren Geschwindigkeiten geringe Verbräuche: Werte um die fünf Liter erfordern keinerlei Zurückhaltung, 1.000 Kilometer Reichweite sind problemlos möglich.

Der Rücken erträgt solche langen Fahrten ganz gut. Zwar könnten die Sitze etwas mehr Seitenhalt und ausziehbare Oberschenkelauflagen vertragen, ihre Polsterung passt aber einigermaßen. Für Kurzweil sorgt das Infotainmentsystem mit Tomtom-Navi, top-auflösendem Bildschirm und super einfacher Bedienstruktur. Dass die Sprachbedienung nicht immer mithalten kann, ist halb so schlimm. Smartphone-Inhalte bindet das System direkt drahtlos ein, so gut klappt das bei kaum einem Mitbewerber. Lobenswert auch, dass zudem noch echte Tasten für Abstandstempomat, Lautstärke, Sitzheizung und Klimasteuerung da sind.

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Für Kurzweil sorgt das Infotainmentsystem mit Tomtom-Navi, top-auflösendem Bildschirm und super einfacher Bedienstruktur.

Weniger gut gefällt die Temperaturregelung der sogenannten Klimaautomatik. Bei herbstlichen Minusgraden hilft nur das Aufdrehen auf 28 Grad. Davor kommt kein warmer Lufthauch aus den Düsen und man vermutet einen Defekt. Weil es etwas dauert, bis die Heizung anspringt, ist die Sitzheizung für 250 Euro zu empfehlen. Auf den hinteren Sitzen gibt es keine Popowärmer, dafür genug Platz für erwachsene Mitfahrer. Der Gepäckraum mit seinem riesigen Fach unter dem Ladeboden ist mit mindestens 550 Liter Volumen eh über jeden Zweifel erhaben. Wer mehr transportieren will, kann zudem 1,5 Tonnen an den Haken nehmen.

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Das Fahrwerk kommt mit Zuladung gut zurecht. Seine Grundabstimmung ist recht straff, die einfache Verbundlenker-Hinterachse teilt auf schlechten Straßen schon mal ein paar Stöße aus. Die Fahrsicherheit leidet darunter nicht. Die leichtgängige Lenkung ist immerhin präzise, und so gelingen auch flotte Landstraßenabschnitte flüssig. Wir waren insgesamt also positiv angetan vom Fiat-Kombi – und wir haben gehört, dass der Tipo sogar recht flott lieferbar ist. Das ist in heutigen Zeiten schon ein echtes Argument, gerade wenn es um zuverlässigen Service bei Kundenbesuchen geht.

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