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Die neue Kfz-Steuer gilt

Foto: Foto: Torsten Zimmermann/WWW.TOZIGRAFIE.DE

Es war ein zähes Ringen, bis der Bundesrat am Anfang März endlich die Kfz-Steuerreform abgenickt hat. Heraus kam ein Kompromiss, der Autos sowohl nach Hubraum als auch nach CO2-Ausstoß besteuert. Künftig geht die Kfz-Steuer an den Bund. Dafür wird das Grundgesetz geändert. Die neue Fahrzeugsteuer gilt zunächst nur für Neuwagen. Ältere Pkw werden erst ab dem Jahr 2013 umgestellt. Bis zuletzt stritten Bund und Länder um die Höhe des Ausgleichs, der Länder. Im Vermittlungsausschuss einigten sich beide Seiten auf 8,99 Milliarden Euro jährlich. Das sind 150 Millionen mehr als zunächst vorgesehen. Doch wie immer bei einem Kompromiss ist hinterher nicht jeder zufrieden. Der ADAC beispielsweise kritisiert den Sockelbetrag, den es für jedes Fahrzeug unabhängig vom Kohlendioxidausstoß gibt. »Dies schmälert den Anreiz, ein CO2-armes Auto zu kaufen, ganz entscheidend«, sagt der Vizepräsident des Clubs, Ulrich Becker. An dem Sockelbetrag störte sich auch der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland, VCD und sprach von der vertanen Chance, aus dem Reförmechen eine Reform zu machen. Fakt ist: Zu den Gewinnern der Kfz-Steuerreform gehören Fuhrparkbetreiber. Abgesehenvon einigen Ausnahmen, etwa den stark motorisierten Dienstwagen der Geschäftsleitung,sinkt die Kfz-Steuer für die meisten Flottenfahrzeuge. Fahrzeuge Alleine drei der zehn meist zugelassenen Modelle im Flottenmarkt stammen von BMW (siehe Tabelle). Etwa der 118d: Dessen Steuersatz sinkt ab Juli um 119 Euro. Auch die unangefochtene Nummer eins, der VW Passat Variant 2.0 TDI, wird günstiger: 242 Euro anstatt 309 Euro Steuer sind ab Juli fällig. Teurer wird es für Besitzer eines Ford Mondeo 2.0. Statt 135 Euro werden künftig178 Euro fällig. Auch Porsche-Fahrer müssen tiefer in die Tasche greifen: Der PorscheCayenne 3.6 kostet künftig statt 243 Euro nun 452 Euro. Doch ob dies die Käufer einesknapp 56.000 Euro teuren Autos abschreckt, ist fraglich. »Von der neuen Kfz-Steuer-Regelung profi tieren zwar viele Modelle, setzt man diese Ersparnis in Relation zu den Betriebskosten, fällt dies kaum ins Gewicht«, gibt Stefan Spohn von Eurotax-Schwackezu bedenken. »Vor dem Kauf eines Autos sollte man unbedingt den größten KostentreiberWertverlust nicht außer Acht lassen «, sagt Spohn. Die Steueränderung wird laut Eurotax-Schwacke keinen spürbaren Einfl uss auf die Restwerte haben. Auch bei den Betriebskosten ist der Einfluss marginal. So erhöhen sich diese bei einem Opel Insignia 1.8 Edition mit einer Haltedauer von 48 Monaten und einer jährlichen Laufl eistung von 15.000 km lediglich um ein halbes Prozent pro Jahr. In Euro ausgedrückt sind das weniger als ein Cent pro Kilometer. Die Tabelle finden Sie

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