Firmenkreditkarte

Kontaktlos bezahlen? Aber sicher!

Bargeldloses Zahlen Foto: ALDI SÜD

Ob Kaffee am Flughafen oder Geschäftsessen am Abend: Auf der Dienstreise bargeldlos zu bezahlen, ist problemlos und praktisch. Mit der funkfähigen Firmenkreditkarte geht’s noch einfacher. Doch sind die Daten auch sicher?

Die Firmenkreditkarte übers Lesegerät halten, und schon wird der gewünschte Betrag abgebucht. Near Field Communication (NFC) heißt die Technik, die das ermöglicht. Bei kleineren Beträgen bis 25 Euro funktioniert das Bezahlen sogar ganz ohne PIN und Unterschrift. Bei Kreditkarten von Visa liegt diese Grenze bei 50 Euro. Wichtig: Sowohl Karte als auch Lesegerät müssen NFC-fähig sein. Auf der Karte zeigt dies ein aufgedrucktes Wellensymbol, das dem WLANSymbol ähnelt. Doch wie sicher ist das?

Apps könnten Daten auslesen

Die größte Gefahr beim kontaktlosen Bezahlen besteht darin, dass sich Kriminelle Zugang zu den gespeicherten Daten auf der Karte verschaffen könnten. Das funktioniert nach Angaben des Präventionsportals der Polizeigewerkschaft ganz einfach mit einer Schnüffel-App auf dem Smartphone. Kommt der Täter mit seinem Handy nahe genug heran, liest die App über Funk Kartennummer und Gültigkeitsdatum aus. "Mit diesen Informationen wird es Kriminellen allerdings nur sehr eingeschränkt möglich sein, im Internet unerlaubt einzukaufen", erklärt Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. In der Regel würde bei Online-Zahlungsvorgängen die Prüfziffer oder eine TAN abgefragt.

Doch auch hier gäbe es Anbieter, die solche Sicherheitsabfragen – auf eigenes Risiko hin – nicht verlangen. Im Laden an der Kasse sei die Gefahr geringer: Der Täter müsste bis auf circa vier Zentimeter an das Lesegerät herankommen, um die Daten auszulesen. Größere Probleme sieht Gollner beim kontaktlosen Bezahlen oder Online-Banking mit dem Smartphone: Viren oder Trojaner könnten den Zahlungsvorgang manipulieren.

Ein simpler Trick schützt die Karte

Wer sich fürs kontaktlose Bezahlen entscheidet, sollte sich auf jeden Fall schützen. Bei EC- und Kreditkarte hilft ein simpler Trick: Alle funkfähigen Karten im Geldbeutel übereinander legen. Das erschwert das Auslesen erheblich. Alternativ empfiehlt Gollner eine spezielle Schutzhülle. Mithilfe von dünnen Drähten, die in die Hülle eingearbeitet sind, lassen sich Funkwellen abschirmen. Wer per Smartphone bezahlt oder Online-Überweisungen tätigt, sollte die Gerätesoftware immer auf dem neuesten Stand halten und Updates vom Gerät automatisch durchführen lassen. Außerdem sollte man generell Kontobewegungen sowie Kreditkartenabrechnungen regelmäßig prüfen und die Karte bei Verdacht oder Verlust unverzüglich sperren lassen.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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