Firmenwagen clever einkaufen Sparen wie die Großen

Einkaufswagen 2021 Foto: fotolia

Kleine Flottenbetreiber können gute Konditionen beim Autokauf einfahren. Zumal immer mehr Hersteller und Leasinggesellschaften hier Potenzial für gute Geschäfte wittern.

Kleine Unternehmen halten ihre Autos im Schnitt 5,4 Jahre lang. 40 Prozent der Kleinunternehmer kaufen ihre Firmenwagen, 8 Prozent finanzieren sie, 14 Prozent wählen Restwertleasing und 38 Prozent Leasing mit Kilometervertrag. Da sollte also noch einiges drin sein für Leasinganbieter. Doch das Geschäft lebt von Skalierungseffekten: Nur wer Fahrzeuge im großen Stil über eigene Konfiguratoren anschafft, Schäden über interne Fonds abdeckt und Serviceverträge mit Aufbereitern abschließt, bekommt wirklich gute Konditionen. Einsparungen, von denen kleine Flottenbetreiber nur träumen können.

Wobei hier letztendlich alle im Dunkeln tappen. "Den hundertprozentigen Überblick gibt es nicht, man hat es mit einem sehr intransparenten Markt zu tun", sagt der Fuhrparkberater Marc-Oliver Prinzing. Er rät auch kleinen Flotten, sich grundsätzlich die Mühe zu machen und mehrere Angebote einzuholen. Und im Zweifelsfall auf Leasing auch mal zu verzichten. "Werden Fahrzeuge von mehreren Mitarbeitern bewegt, wächst das Risiko, dass sie mehr an Wert verlieren."

Kleinflottenprogramme mit günstigen Raten

Frank Hägele von der Deutschen Leasing sagt: "Grundsätzlich können Leasinggesellschaften je nach Situation auch den Händler vor Ort einbinden." Jeder Hersteller und Importeur verfüge über attraktive Kleinflottenprogramme, deren Konditionen nahezu unabhängig vom Beschaffungsweg an die Kunden weitergegeben werden können. "Der Vorteil freier Leasinggesellschaften liegt am markenübergreifenden Angebot. So haben die Flottenbetreiber einen einheitlichen Ansprechpartner für ihre Flotte und einheitliche Rahmenbedingungen sowie Vertragskriterien."

Kleinere Betriebe haben in der Regel eine andere Bonität sowie eine geringere Eigenkapitalquote als große Unternehmen. Oftmals ist es schwierig, überhaupt Finanzierungs- oder Leasingzusagen zu ergattern. Doch etablierte Leasinggesellschaften entdecken den Markt der Kleinen für sich.

Kleinkunden sind die Domäne der Importeure

Bei Sixt Leasing (jetzt Allane) etwa können Kunden mit kleineren Fuhrparkgrößen Autos und Konditionen über eine spezielle Onlineplattform zusammenstellen. Falls angeboten, können die Kunden sogar die Umweltprämien verrechnen lassen. Gerade in kleineren Unternehmen, so das Kalkül, dieseln noch zahlreiche Autos unterhalb der Euro-5- und Euro-4-­Normen vor sich hin.

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Mit einem drohenden Fahrverbot für seine Außendienstler will sich kein Unternehmer herumschlagen. Das könnte solchen Plattformen Auftrieb geben. Und so funktioniert’s: Kunden wählen zunächst ein Wunschmodell, das sie anschließend nach ihren Wünschen konfigurieren, von der Ausstattung über die Laufzeit bis hin zur Laufleistung. Ein Leasingrechner zeigt, welche Monatsrate unter Berücksichtigung der Umweltprämie anfällt. Im Anschluss erhalten Kunden per E-Mail ein unverbindliches Angebot.

Importeure bedienen kleine Flotten mit speziellen Finanzierungsangeboten. Dass die Autohersteller den Dienstleistern das Feld nicht gänzlich überlassen wollen, liegt auf der Hand. Kleine und mittlere Unternehmen waren bislang ohnehin die Domäne der Importeure, mit vielschichtigen Vertriebswegen. Viele Autobauer blicken mittlerweile über den eigenen Konzernrand und lassen Leasingangebote über ihr Händlernetz nicht nur durch die eigenen Unternehmensbanken, sondern auch durch Partnerunternehmen erstellen.

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Hyundai-Händler offerieren unter anderem Angebote von ALD, Mazda von Santander Leasing, Suzuki von Comco Leasing und der Credit Plus Bank. Um herauszufinden, welcher Dienstleister letztlich hinter einer Offerte steht, genügt ein Blick aufs Kleingedruckte. Dort findet sich in solchen Fällen ein Hinweis, dass das Angebot gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen eines namentlich genannten Fremdanbieters gilt. Wettbewerb senkt die Preise. Für Firmenwagenkäufer ist diese Partnervielfalt grundsätzlich eine gute Sache. Ob sie allerdings davon profitieren können, hängt von den Sicherheiten ab, die ein Anbieter verlangt. Erklären lassen die sich auch in Zeiten des Onlinehandels mit dem Urprinzip der Marktwirtschaft: Ohne Moos nix los.

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