Fleet Convention Österreich

Branchentreff für Österreich in Wien

Foto: Chris Hofer

In der österreichischen Hauptstadt Wien trafen sich am 4. Juni 2019 Fuhrparkleiter und Branchenvertreter zum Netzwerken. Außerdem begleiteten Fachvorträge die Ausstellung.

Zum fünften Mal fand Anfang Juni die Fleet Convention in der Wiener Hofburg statt. Im opulenten Festsaal fanden verschiedene Fachvorträge bei den mehreren hundert Besuchern Gehör, im unteren Eingangsbereich konnten die österreichischen Fuhrparkleiter bei 51 Ausstellern und Dienstleistern aus der Flottenbranche Informationen einholen.

Die Moderation der Fachvorträge übernahm der Fernsehmoderator Christian Clerici, den ersten Vortragsslot der Geschäftsführer des TÜV Austria, Christian Rötzer. Zahlen und Fakten zum österreichischen Flottenmarkt präsentierte Andreas Kral vom Datenspezialisten Jato. Die Neuzulassungen liegen in Österreich übrigens bei 310.000 jährlich, etwa ein Zehntel des deutschen Marktvolumens. Mit praktischen Tipps aus der professionellen Praxis eines sehr großen Fuhrparks konnte Horst Ulrich Mooshandl, Fuhrparkmanager der österreichischen Post, seine Zuhörer überzeugen. Die Erfassung der TCO sei mit am wichtigsten für ein funktionierendes Fuhrparkmanagement, so Mooshandl.

Noch aufmerksamer mussten die Fachbesucher beim Vortrag des ehemaligen Audi-Entwicklungschefs Heinz Hollerweger zuhören. Seine atemberaubende Sprechgeschwindigkeit konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein Thema höchst interessant war: Immer mehr Antriebsarten kommen auf den Markt und werden damit für Fuhrparks interessant. Hollerweger präsentierte vor allem die technischen Hintergründe der verschiedenen Antriebsarten. Besonders auf Erdgas ging danach Michael Sattler von OMV ein. Er wies nochmal darauf hin, das mit CNG eine serienmäßig verfügbare Alternative zum Diesel bereitstehe.

Einen Blick etwas weiter in die Zukunft gewährte am Nachmittag dann Frank M. Rinderknecht. Der Schweizer Tüftler und Chef des Entwicklungsdienstleisters Rinspeed hatte einen Vortrag über die Mobilität der Zukunft im Gepäck. Nach Vorstellung von Rinspeed könnten künftig Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die aus zwei wesentlichen Teilen bestehen: Dem Skatebord und dem darauf befestigten Karosseriebehältnis. So kann das Fahrgestell stets auf dem aktuellsten Stand in punkto Antriebs- und Assistenzsysteme gehalten werden, während der weniger verschleißanfällige Innenraum derselbe bleibt. Die autonom fahrenden Mobile sind so in Design maximal anpassungsfähig, auch reine Transportboxen lassen sich darauf montieren. Schon nächstes Jahr will Rinspeed eine erste Serienversion in Genf auf dem Automobilsalon präsentieren, wie Rinderknecht sagte.

Zum Abschluss der zahlreichen Vorträge ging es dann zurück aus der Zukunft mitten in den Fuhrparkalltag. Rechtsanwalt Martin Brenner wies auf die auch in Österreich weitgehende Halterhaftung der Fuhrparkmanager hin und wie diese sie delegieren können.

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