Flottenmarkt April 2019

Deutscher Flottenmarkt im Plus

Foto: Thomas Küppers

Der Marktanalyst Dataforce meldet zum vierten Mal in Folge steigende Zahlen für deutschen Flottenmarkt. Besonders drei Importeure konnten von der guten Entwicklung profitieren.

Von Januar bis April 2019 wurden in Deutschland im ersten Jahresdrittel mit 1,2 Millionen Pkw nur 0,2 Prozent weniger Autos zugelassen als im sehr starken Vorjahreszeitraum. Dabei verzichteten die Autohersteller nach der Analyse von Dataforce auf die übermäßige Nutzung von Push-Kanälen. Die Sondereinflüsse um Autovermieter, Autohandel und Hersteller war stabil, ihr Anteil fiel um ein Prozent niedriger aus als noch vor einem Jahr.

Auf dem Fuhrpark- und Privatmarkt waren die Änderungen deutlich stärker. Bei den Privat-Pkw musste die Autobranche mit 4,5 Prozent Rückgang klarkommen, was ihr angesichts des starken Flottenmarks leichtfallen dürfte. Der wuchs in den ersten vier Monaten bei den Neuzulassungen nämlich um 8,3 Prozent.

VW, Audi und BMW belegten die ersten drei Plätze bei den relevanten Flotten, alle drei konnten zweistellige Zuwachsraten verzeichnen. Ein möglicher Grund ist die schwache Performance im vergangenen Jahr, als schon erste Auswirkungen der nahende WLTP-Umstellung bei den Diesel-Pkw für den Fuhrparkbereich spürbar waren. Doch auch die dahinter platzierten Marken Mercedes Ford und Skoda konnten ihr Volumen ausbauen. Auf Platz sieben findet sich Opel gegen den Trend mit einem Zulassungsrückgang konfrontiert.

Am stärksten profitierten die Importeure von der guten Konjunktur in den Fuhrparks: Seat schafft es insgesamt auf Rang 8 41,1 Prozent mehr Neuzulassungen als im Vorjahreszeitraum, Volvo liegt mit 44 Prozent plus auf Platz 10, und Hyundai steigert sich gar um 68,9 Prozent auf Gesamtplatz 12.

Fast schon zu erwarten war in den einzelnen Segmenten der Zuwachs im SUV-Bereich. Allerdings konnten in den letzten Monaten auch klassische Pkw-Modelle und sogar die ansonsten immer häufiger verschmähten Vans verzeichnen. Sie legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum gar um starke 12,4 Prozent zu. Hinter dem erstplatzierten VW Touran leisteten insbesondere die Wettbewerber in Form von Ford S-Max, Seat Alhambra und BMW 2er Gran Tourer einen erheblichen Anteil am positiven Ergebnis, doch auch Renault Scenic und VW Golf Sportsvan konnten dazu beitragen.

Nach absoluten Zahlen fielen dennoch die Steigerungen bei den Kompakt-SUV am stärksten aus, die kleineren Vertreter konnten relativ in Prozent am meisten zulegen.

Bei den Kraftstoffarten ging es vor allem für alternative Antriebsarten bergauf. In allen vier Monaten des Berichtszeitraums lag der Hybridanteil über fünf Prozent, wohlgemerkt ohne die Mildhybride mit integriertem Startergenerator. Die Anzahl der Gasfahrzeuge hingegen ging zurück, Hybride und Plug-in Hybride legten um etwa zehn Prozent zu. Der Dieselanteil sank um gut einen Prozentpunkt auf 58 Prozent Anteil, die Benziner legten um 0,4 auf 36,6 Prozent zu. Am deutlichsten fiel der Zulassungszuwachs bei den reinen Elektroautos aus. Sie steigerten sich um 79 Prozent. Dabei führt das erst Anfang des Jahres in Deutschland eingeführte Tesla Model 3 die Hitliste an, BMW i3 und Renault Zoe folgen dahinter, verbesserten sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings ebenfalls deutlich.

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