Flottenmarkt

Importeure im Aufwind

volvo xc60 Foto: Volvo

Importeure haben über die letzten Jahre Marktanteile im Flottenmarkt gewonnen. Welche Marken besonders erfolgreich sind und welche Unterschiede es noch zu den deutschen Herstellern gibt.

Der Flottenmarkt wird traditionell von den deutschen Herstellern dominiert. Doch die Importeure haben in den letzten Jahren kräftig aufgeholt. Im ersten Halbjahr 2018 überschritten laut Dataforce ausländische Marken erstmals die 30‑Prozentmarke im Flottenbereich. Bis etwa 2010 waren es nur rund 20 Prozent Marktanteil. Berücksichtigt werden dabei nur die echten Flottenzulassungen, ohne die Eigenzulassungen von Herstellern oder Importeursgesellschaften und Autohandel. Auch der Kanal der Autovermieter ist in der Dataforce-Auswertung für den Relevanten Flottenmarkt herausgerechnet.

Diese Importeure sind bei Fuhrparkleitern besonders beliebt

Dabei sind die Strategien durchaus unterschiedlich. Skoda und Seat können durch den VW-Konzernverbund fast wie ein Hersteller auftreten. Beide Marken zusammen verbuchen inzwischen jede zehnte Flottenzulassung für sich. Auch für Renault hat sich die kontinuierliche Arbeit mit Firmenkunden ausgezahlt. Die Rombus-Marke liegt zwischen Januar und Juli 2018 bei über vier Prozent Marktanteil im wachsenden Flottensegment. Toyota konnte seinen Marktanteil ebenfalls steigern und liegt mittlerweile bei zwei Prozent. Hauptgrund sind dabei die vielen Hybrid-Zulassungen. Diese machen für den Kölner Importeur inzwischen mehr als die Hälfte der Auslieferungen an Firmenkunden aus.

Der Zwei-Prozentmarke nähert sich auch Volvo, die im Premiumbereich für immer mehr Flotten eine Alternative darstellen. Daneben zählen auch Nissan und Peugeot zu den Importeuren, die innerhalb der letzten Jahre ihre Marktanteile deutlich steigern konnten.

Wo der Privatmarkt noch dominiert

Anders als die deutschen Hersteller haben viele Importeure im Privatmarkt noch wesentlich höhere Marktanteile als im Flottenmarkt. So ist bei Dacia der Privatmarktanteil mit 5,0 Prozent 8-mal so hoch wie der in Flotten (0,6 %). Ähnlich ist es bei Hyundai (Verhältnis 3,5:1), Fiat (2,9:1) und Kia (2,6:1). Dass es auch anders geht, zeigen Skoda, Renault, Nissan, Land Rover und Volvo, die allesamt im Flottenmarkt einen höheren Marktanteil als im Privatmarkt haben. Darüber hinaus fällt auf, dass bei einigen Marken die Fahrzeuge schon nach einem Jahr wieder verkauft werden. Dies trifft jeweils auf mehr als 30 Prozent der Flottenzulassungen von Nissan, Kia, Toyota, Renault und Hyundai zu. Ein Volvo verbleibt dagegen häufig drei bis vier Jahre im Fuhrpark.

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