Flugreisen während Corona

Hygiene auf Dienstreisen

Foto: Flughafen Stuttgart

Eine Flugreise ist aktuell keine besonders freudvolle Erfahrung. Trotzdem gilt sie in der Pandemie als relativ sichere Art der Mobilität. Auch, weil die Flughäfen umfangreiche Hygienekonzepte haben. Eine Übersicht.

Touristische Flugreisen sind in Corona-Zeiten quasi unmöglich. Und auch Geschäftsleute bleiben aktuell lieber am Boden. Trotzdem: Manche Trips mit dem Flugzeug sind unumgänglich. Die verbleibenden Reisenden müssen sich an den deutschen Airports aber auf einige Besonderheiten einstellen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Welche Regeln gelten im Terminal?

An allen großen deutschen Flughäfen gilt bereits seit längerem eine Masken-Pflicht. Auch bei der Sicherheitskontrolle. Auf Anweisung darf die Mund-Nase-Bedeckung dort aber kurz gelüftet werden. Zusätzlich gelten die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Die Zahl der Handgepäckstücke ist auf eins begrenzt, was die Wartezeit bei den Kontrollen vermindern soll. Alle weiteren Taschen und Koffer müssen beim Check-in aufgegeben werden.

Halten sich alle daran?

Alle befragten Flughäfen berichten von grundsätzlich guten Erfahrungen mit der Corona-Disziplin der Reisenden und der nicht-fliegenden Terminalbesucher. Die Airports halten ihre Mitarbeiter an, gegebenenfalls freundlich auf die geltenden Regeln hinzuweisen.

Welche Einrichtungen sind geschlossen oder stehen nicht zur Verfügung?

Viele Flughäfen haben ganze Gebäudeteile stillgelegt oder ganz gesperrt, auch aufgrund des geringeren Passagieraufkommens. Dazu kommen Schließungen einzelner Einrichtungen. Am Flughafen Köln Bonn sind etwa die Airport Business Lounge und der Gebetsraum in Terminal 2 nicht nutzbar, der Hamburger Airport schließt zeitweise den Sperrgepäckschalter, Bereiche der Bordkartenkontrolle und sogar das komplette Terminal 2. Stuttgart konzentriert den Betrieb auf Terminal 3, hält die anderen Bereiche aber offen.

Wie sieht es mit Essen und Trinken aus?

Von den Lockdown-Regeln ist überall auch die Gastronomie betroffen; einzelne Restaurants sind geschlossen, an anderen sind Speisen nur zur Mitnahme erhältlich. Die konkreten Regelungen an den einzelnen Airports werden auf der jeweiligen Homepage aufgelistet und regelmäßig aktualisiert.

Foto: Flughafen Stuttgart
Der Flughafen Stuttgart will für sichere Flugreisen sorgen.

Werden im Terminal Masken verkauft?

Wer seinen Mund-Nase-Schutz vergessen hat oder Masken auf Vorrat braucht, bekommt sie in der Regel in den Geschäften vor Ort. An einzelnen Flughäfen, etwa in Frankfurt und Düsseldorf stehen zudem Hygiene-Automaten zur Verfügung.

Welche zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen haben die Flughäfen eingeführt?

Überall an den Terminals sind Spender für Desinfektionsmittel aufgestellt, Markierungen auf dem Boden zeigen den richtigen Abstand zu den Mitreisenden an. In den Aufenthaltsbereichen sind Sitze gesperrt, an den Schaltern sollen Plexiglas-Scheiben die Ansteckung von Personal und Reisenden verhindern. Darüber hinaus sollen die Passagierströme entzerrt werden. In Frankfurt etwa wird an jedem Gepäckband nur noch ein Flug gleichzeitig abgewickelt.

Wie komme ich vom Gate zum Flieger?

Die meisten Flughäfen erklären, ankommende und abfliegende Maschinen nach Möglichkeit nicht auf Außenpositionen zu platzieren, sondern direkt am Gebäude. Ein Bustransfer soll so nur in Ausnahmefällen nötig sein. Für die Fahrt selbst gibt es unterschiedliche Regeln. Frankfurt befüllt die Busse mit maximal 80 Prozent der üblichen Passagierzahl, Köln/Bonn begnügt sich mit 50 Prozent. In Hamburg finden aktuell gar keine Bustransfers statt.

Was raten die Flughäfen außerdem?

Neben dem Einhalten der AHA-Regeln raten die Airports unter anderem zur möglichst kontaktlosen Abwicklung der Reise. So sollte online eingecheckt werden, auch viel Parkplätze lassen sich vorab im Internet reservieren und bezahlen. Wer ins Ausland reist, sollte sich vorab über die dort geltenden Regelungen informieren.

Wie sicher ist das Fliegen zurzeit grundsätzlich?

Dem Bundesverband der Deutschen Luftfahrtwirtschaft (BDL) zufolge ist das Flugzeug das öffentliche Verkehrsmittel mit dem geringsten Infektionsrisiko. Der internationale Dachverband der Fluggesellschaften IATA untermauert das mit Zahlen: So seien weltweit lediglich 44 Fälle einer Ansteckung im Flugzeug bekannt. Das entspreche einem von 27,3 Millionen Reisenden. Als Grund für die hohe Sicherheit geben die Verbände neben wirksamen Hygienekonzepten an Bord und am Boden die saubere Kabinenluft. Alle drei Minuten gebe es einen vollständigen Luftaustausch, ein Hepa-Filter entferne zudem zuverlässig Viren und Bakterien, so der BDL.

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