Ford Mustang Mach-e GT im Fahrbericht

Power-Schwergewicht

Mustang Mach-e GT 2021 Foto: Ford 18 Bilder

Der Ford Mustang Mach-e GT bringt Achterbahn-Beschleunigung in der Karosse eines recht üppigen SUV unter. Was sich sonst noch unter dem bunten Lack verbirgt, haben wir auf einer ersten Fahrt herausgefunden.

Ein Pferd vorne, eines hinten, und nirgendwo eine Pflaume: Trotzdem steht hier ein Ford. Immerhin könnte die eine Farbe des neuen Mustang Mach-e GT dabei helfen, denn dieses Blau trug auch schon der Ford Focus RS. Und der war für seine sportlichen Talente bekannt.

An die will auch der SUV anknüpfen. Ein neuer Elektromotor an der Hinterachse kommt zusammen mit seinem Kollegen vorn auf 487 PS. 860 Newtonmeter reisen die gut 2,3 Tonnen aus dem Stand nach vorn und in 4,4 Sekunden auf Tempo 100 – das schaffen sonst eher Sportwagen. Ein eigenartiger Sound unterlegt die Beschleunigung, er passt erstaunlich gut zum Auftritt. Noch besser passt aber unserer Meinung nach die Stille, die sich nach Ausschalten des Lautsprecherklangs einstellt. Sie unterstreicht den mächtigen Vortrieb noch eindrucksvoller.

Mustang Mach-e GT 2021
Vor engen Kurven bremsen den dicken Brocken große Brembo-Bremsen wieder ab.

Vor engen Kurven bremsen den dicken Brocken große Brembo-Stopper wieder ab. Fast immer übernimmt den Part aber die Rekuperation. Die starken E-Motoren schaufeln dann fleißig Strom zurück in den Akku, der wie bei den schwächeren Mustang Mach-e 98 kWh fasst. Davon lassen sich 88 nutzen, ab nächstem Jahr gibt die Software dann sogar 91 kWh frei – übrigens auch nachträglich für alle bereits ausgelieferten Mustang Mach-e mit großem Akku. So soll selbst die Sportvariante 500 Kilometer Reichweite schaffen. In der Realität der ersten Testfahrt meldet der Bordcomputer weit über 350 Kilometer. Muss dann doch ein Ladestopp her, gönnt sich der Ford 150 kW maximal, lädt so in 45 Minuten von zehn auf 80 Prozent auf. Das können andere inzwischen schneller.

Mustang Mach-e GT 2021 Foto: Ford
Der neue Motor lässt es krachen.

Die beschleunigen dafür womöglich nicht so spaßig aus Kurven heraus. Der neue Motor lässt es krachen, das Fahrwerk führt das Heck erstaunlich lose und so drängt es heftig gegen Kurvenaußenrand. Das macht zwar Laune, für den Alltag ist diese Abstimmung aber mit Vorsicht zu genießen. Denn wer einfach aufs Gas latscht muss mit einem querstehenden Heck rechnen. Wer seinen Gasfuß im Griff hat, kann die sehr gelungene Fahrwerksabstimmung genießen. Straff, aber dennoch komfortabel genug passt die exklusiv für den GT angebotene Adaptivdämpfung rundum. Seine sonstigen praktischen Talente hat der Mach-e beibehalten. Genügend Bewegungsraum auf allen Sitzplätzen sowie ordentliche Ladekapazität machen ihn zum Begleiter für jeden Tag. Leider übernimmt Ford auch die maue Anhängelast von nur 750 Kilo, Radträger dürfen mit 75 Kilo auf die Kupplung drücken.

Neben dem knalligen Blau gibt es auch das Orange dieser Seiten exklusiv, das Dach hebt sich in schwarz ab, und die 20-Zoll-Felgen samt speziellen Pirellis sorgen für Grip. Das ganze Paket gibt es ab 61.260 Euro, 7.500 Euro Kaufprämie gehen davon noch weg. Damit ist der GT 7.700 Euro teurer als die icht ganz so stylische und nur 350 PS starke Version mit Allradantrieb ohne den GT-Namenszusatz. Am Stromverbrauch ändert sich wesentlich weniger – wer die Wahl hat, kann also direkt zum stärksten elektrischen Ford-Pferd greifen.

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