Ford Transit Smart Energy Concept

Elektrische Minibus-Studie

Ford Transit Smart Energy Concept Foto: Ford 8 Bilder

Ford zeigt den Minibus der nahen Zukunft. Der Antrieb erfolgt elektrisch. Technische Kniffe sollen sicherstellen, dass im Betrieb möglichst wenig Energie verloren geht.

Der elektrische Transit ist zumindest im Prototypenstadium, der Streetscooter Work XL auf Transit-Basis ist schon seit geraumer Zeit im elektrischen Einsatz. Nun hat Ford ein Konzept für einen elektrisch betriebenen Minibus vorgestellt. Das Konzept hat vor allem den Betrieb als Ridesharing-Vehikel mit vielen Stopps unterwegs im Sinn. Gerade dann geht nämlich viel Energie verloren.

Streetscooter-Akku und Wärmepumpe

Die Basis liefert der Akku aus dem Streetscooter Work XL. Damit der möglichst lange für den Vortrieb und den Komfort der Fahrgäste ausreicht, stellt ihm Ford einige Entwicklungen zur Seite. Ein enormer Faktor, der neben dem reinen Vortrieb die Batterie leersaugt, ist die Heizung. Ford setzt beim Smart Energy Concept auf eine Wärmepumpe. Diese nutzt laut Ford die Abwärme aus dem Antriebstrang, der Außenluft und der Luft im Fahrgastraum. Allein dadurch sinkt der Verbrauch an Heizenergie um 65 Prozent. Gleichzeitig wächst die Reichweite des Transit um 20 Prozent. Solarzellen auf dem Dach vollbringen zwar keine Wunder, helfen aber dennoch mit, das 12-Volt-Bordnetz zu speisen. Dazu kommen weniger hochtechnische Lösungen, die eher an den gesunden Menschenverstand appellieren. Um den Wärmeverlust zu reduzieren öffne die Schiebetür beispielsweise nur bis zur Hälfte. Das reicht locker zum Einsteigen, hält aber die Öffnung in der Klimazelle möglichst klein. Dabei schaltet sich die Klimaanlage oder Heizung aus, um so lange keine Energie an die Außenwelt zu verschwenden. Dazu hat Ford die Scheiben doppelt verglast. Dies erhöht den Isolationswert deutlich. In diese Kerbe schlägt auch eine Trennwand aus Polycarbonat zwischen Beifahrersitz und Passagierabteil. Außerdem sind Decke und Boden isoliert.

Temperatur ist ein wichtiges Thema

Ein großes Thema ist das subjektive Temperaturempfinden der Fahrgäste. Eine Luftheizung ist recht ineffizient. Viel sinnvoller ist es, die Wärme oder Kälte direkt an den Passagier zu bringen. Dabei helfen beheizbare oder belüftete Sitze. Tatsächlich hat auch die Innenbeleuchtung einen nicht zu verachtenden Effekt. So empfindet der Mensch laut Ford einen roten Raum rund ein halbes Grad wärmer, einen blauen entsprechend kälter als bei weißem Licht.

Ford plant noch für dieses Jahr erste Tests auf der Straße. Aktuell stehen demnach erst einmal die Tests im Windkanal an.

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