Freiburger Rathaus erprobt Smart Grid

E-Flotte lädt an intelligenten Ladesäulen

Bn Netze Ladesäule Foto: Leska Hoffmann

Badenova Netztochter Bn Netze hat den Elektro-Fuhrpark des Freiburger Rathauses erfolgreich ans intelligente Stromnetz angeschlossen.

Die Stadt Freiburg unterhält am Rathaus im Stühlinger ein Netz von mehreren Ladesäulen mit insgesamt 29 Ladepunkten, darunter nicht nur die üblichen 22 kW Wechselstrom-Ladepunkte, sondern auch drei Schnellladesäulen bis zu 50 kW. An diesen Ladesäulen lädt die Elektroflotte des Rathaus-Fuhrparks, mittlerweile mehr als 50 Fahrzeuge.

Wenn alle Ladesäulen gleichzeitig genutzt werden, zum Beispiel alle in den Abend- oder Morgenstunden, gleichzeitig in der Umgebung große Stromverbräuche durch Gewerbe oder Privathaushalte erfolgen, könnte es zu Überlastung und Leistungsabfall kommen. Mit Blick auf eine solche absehbare Zukunft entwicklete die Badenova-Netztochter Bn Netze deshalb zusammen mit Partnern einen sogenannten Grid Agent. Es handele sich dabei um eine Überwachungs- und Steuerungstechnik, angesiedelt bei der Badenova Verbundleitwarte, die in Ist-Zeit die Aggregatszustände des Netzes und der Ladesäulen erfassen und auswerten würde. So sei es möglich, per Fernsteuerung Ladevorgänge zu verlangsamen, zu unterbrechen oder zu starten, wenn zum Beispiel die Nutzung einer Ladesäule eine Überlastung des Netzes zur Folge hätte.

Micro Smart Grid Micro Smart Grid Warum E-Flotten autarke Stromnetze benötigen

"Ein solcher Zugriff auf die Ladesäulen mag bei der heutigen innerstädtischen Ladesäulendichte noch als unnötig erscheinen, perspektivisch ist er jedoch für die Netzstabilität unerlässlich", erklärt der Netzbertreiber in einer Pressemitteilung. Immer häufiger würden örtliche Netzbetreiber mit Wünschen nach Garagenanschlüssen konfrontiert, Wohnungsbaugesellschaften wöllten ihre Mietshäuser mit Ladeinfrastruktur ausstatten, Gewerbe, Hotels, Industriebetriebe würden ebenfalls nachfragen. Mit dem nunmehr erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekt sehe sich Badenovas Netztochter Bn Netze in der Lage, überall da, wo sie Netzbetreiber sei, Sicherheit und Stabilität der Stromnetze auch dann zu gewährleisten, wenn der Ausbau der Ladeinfrastruktur so rasant weiter gehe wie in den letzten Jahren oder gar noch an Fahrt zunehmen sollte.

Bn Netze wolle nach dem erfolgreichen Piloten in Freiburg ihren Grid Agent künftig auch in allen anderen Gemeinden einsetzen, wo sie für den Betrieb von Stromnetzen verantwortlich ist. Am Pilotprojekt war die Firma PSI Software beteiligt, welche sich neben der Integration der Erzeuger erneuerbarer Energien auch um die eigentliche netzdienliche Steuerung der energiehungrigen Ladesäulen kümmerte. Am Projekt beteiligt war außerdem das auf E-Mobilitätsservices spezialisierte Unternehmen has-to-be.

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