Fünf neue Stromer im Herbst

Diese Elektroautos kommen neu

BMW i4 Foto: BMW

Das Angebot an E-Autos zwischen den Extrempolen Kleinwagen und Luxus-Stromer ist bislang überschaubar. In den kommenden Monaten wird es deutlich wachsen.

Das Angebot an E-Autos wächst und wächst. Noch vor dem Jahresende kommen zahlreiche neue Modelle und Modellvarianten auf den Markt. Fünf besonders interessante Kandidaten für jeden Geschmack.

BMW i4 (2021) Tesla-Konkurrent mit 500 PS

BMW i4

Mit dem elektrischen Cousin der Dreier- und Vierer-Reihe tritt BMW direkt gegen den E-Auto-Bestseller Tesla Model 3 an. Die Münchner setzen dabei vor allem auf sportliche Werte: Basis des Viertürers ist das knackig abgestimmte 4er Gran Coupé, das im Spitzenmodell i4 M50 mit einem bis zu 544 PS starken E-Antrieb kombiniert wird. Die Reichweite liegt dann bei 510 Kilometer, die schwächeren Varianten kommen noch einmal 80 Kilometer weiter. Geladen wird mit bis zu 200 kW. Besonderheit des BMW: Seine Synchronmotoren kommen ohne Permanentmagnete und damit ohne seltene Erden aus, stattdessen wird das magnetische Feld elektrisch erzeugt. Das soll die Gesamt-Umweltbilanz der Fahrzeuge verbessern. Die Preise dürften knapp unter 50.500 Euro (alle Preise netto) und damit deutlich über Model-3-Niveau starten.

Mercedes EQB

Nach dem Kompakt-Crossover GLA bekommt nun auch der etwas größere und viel geräumigere GLB einen elektrischen Ableger. Der heißt nach Mercedes-Terminologie EQB und ist im Stromer-Portfolio von Mercedes das tauglichste Familienauto. Nicht nur wegen des im Vergleich zum größeren EQC niedrigeren Preises (voraussichtlich ab 47.058 Euro), sondern auch, weil er auf Wunsch mit sieben Sitzen zu haben ist. Der Antrieb ist allerdings zunächst eher üppig dimensioniert, Allradtechnik trifft auf mindestens 228 PS. Eine günstigere Frontantriebsvariante wird möglicherweise später nachgereicht. Einen großen Einfluss auf die Reichweite von ordentlichen rund 420 Kilometern wird das aber nicht haben. Ein kleiner Malus könnte die für ein Premium-Modell eher geringe DC-Ladeleistung von 100 kW sein, die auf Langstrecken für längere Ladepausen sorgt.

Mercedes EQB 2021 Foto: Mercedes
Mercedes EQB: Nach dem Kompakt-Crossover GLA bekommt nun auch der etwas größere und viel geräumigere GLB einen elektrischen Ableger.

Kia EV6

Mit e-Soul und e-Niro hat Kia bereits das E-Mobilitäts-Pflichtprogramm erfolgreich absolviert, nun steht die Kür an. Der enge Verwandte des Hyundai Ioniq 5 paart schnittiges Design und großes Platzangebot mit einem Hightech-Antrieb. Motor und Batterie nutzen ein 800-Volt-System, das für hohe Leistungsabgabe und extra schnelles Aufladen sorgt – an der DC-Säule nimmt der Crossover bis zu 225 kW auf. Dazu kommt je nach Modellvariante eine Reichweite zwischen 394 und 528 Kilometern. Start ist bei 37.815 Euro für die Ausführung mit 170 PS, das 585 PS starke Top-Modell kostet 55.462 Euro.

Kia EV6 2021 Foto: Kia
Kia EV6: Mit e-Soul und e-Niro hat Kia bereits das E-Mobilitäts-Pflichtprogramm erfolgreich absolviert, nun steht die Kür an.

Opel Combo-e Life

Die Rüsselsheimer sollen bis 2028 zur reinen E-Automarke werden. Entsprechend schnell geht es nun mit der Elektrifizierung der Modellpalette voran. Als neuester Vertreter der Stromer-Familie darf nun der Hochdachkombi Combo Life das aus Corsa und Mokka bekannte Antriebspaket nutzen. 136 PS Motorleistung und 280 Kilometer Reichweite heißen die wichtigsten Kennzahlen des fünf- bis siebensitzigen Familientransporters. Die Batterie ist unter dem Fahrzeugboden montiert, so dass das typisch großzügige Platzangebot im Innenraum nicht leidet. Bis zu 2.126 Liter Gepäck passen an Bord der Normalversion, wer den Combo-e mit langem Radstand ordert, kriegt 2.693 Liter hinter die große Heckklappe.

Opel Combo 2021 Foto: Opel
Opel Combo-e Life: Als neuester Vertreter der Stromer-Familie darf nun der Hochdachkombi Combo Life das aus Corsa und Mokka bekannte Antriebspaket nutzen.

Renault Mégane-e

Das wichtige Kompakt-Segment wird in Sachen E-Antrieb bislang vom VW ID.3 dominiert. Nun kommt Konkurrenz in Form des elektrifizierten Franzosen. Der wirkt mit seinen hohen Schultern und den schmalen Fenstern zwar auf den ersten Blick wie ein Crossover, ist bei Dimensionen und Platzangebot aber eher der Golf-Klasse verhaftet. Weil der Antrieb stark auf Effizienz getrimmt ist, soll der Fünftürer trotz vergleichsweise kleiner Batterie bis zu 470 Kilometer weit fahren können. Dabei hat Renault sicher auch die Erfahrung mit der E-Auto-Besteller Zoe geholfen, von dem der größere Bruder sich aber sowohl technisch als auch in Sachen Ambiente emanzipiert hat – zu erkennen beispielsweise an der großen Bildschirmlandschaft im Cockpit und der dahinter liegenden Konnektivitäts-Software. Die Preise für den 130 PS bis 220 PS starken Elektro-Mégane dürften deutlich unterhalb von 33.600 Euro starten.

Renault Mégane 2022 Foto: SP-X/Mario Hommen
Renault Mégane-e: Weil der Antrieb stark auf Effizienz getrimmt ist, soll der Fünftürer trotz vergleichsweise kleiner Batterie bis zu 470 Kilometer weit fahren können.
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