Fuhrpark Landeskiche Württemberg

E-Autos für die Pfarrer

VW E-Up, Evangelische Landeskirche in Württemberg Foto: Siegfried Denzel/Evangelische Landeskirche in Württemberg

Auf dem Land müssen Kirchenmitarbeiter große Gebiete betreuen. Eine clevere Leasingvereinbarung macht die Mitarbeiter jetzt zu günstigen Konditionen mobil. Und um die Dienstwagensteuer kommen sie auch gleich herum.

Mitarbeitermobilität ist auch bei der Arbeit im Namen Gottes ein ganz weltliches Problem. Die Gemeindemitglieder wollen von ihren kirchlichen Ansprechpartnern betreut werden, und irgendwie müssen Pfarrerinnen und Pfarrer zu ihren Schäfchen kommen. Der öffentliche Nahverkehr ist nicht überall eine Alternative, auf dem platten Land geht ohne ein Auto meist nichts. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg sieht sich genau mit dieser Problematik konfrontiert. Pfarrerinnen und Pfarrer müssen immer mobiler werden, die Landeskirche verfügt in ihrer Verwaltungsstruktur aber über keine Kapazitäten für ein Fuhrparkmanagement. Es musste also eine Lösung her, die mit schlanker Verwaltung auskommt und den Angestellten dennoch Vorteile bietet. Fabian Keller hatte mit »Kirche elektrisiert« eine Idee für die Umsetzung und gleich noch den passenden Slogan parat.

Zusammen mit der Fuhrparkberatung ­Carmacon tüftelten die Initiatoren deshalb eine Lösung aus: Die ­Kirche schloss einen Rahmenvertrag mit zwei Autoherstellern und reicht nun die günstigeren Leasingkonditionen an ihre Mitarbeiter durch.Um dieses Angebot nutzen zu dürfen, müssen die Angestellten die privat geleasten Autos allerdings überwiegend dienstlich fahren. Und damit die ganze Sache auch nachhaltig ist, stehen nur kleine Elektro­autos zur Wahl.

Fabian Keller, Pfarrer Nagold-Hochdorf, Foto: Siegfried Denzel/Evangelische Landeskirche in Württemberg
Pfarrer Fabian Keller aus Naglod-Hochdorf fährt jetzt einen VW E-Up.

»Voraussetzung war, dass die Autos klein, elektrisch und vor allem lieferbar sind«, sagt Marc-Oliver Prinzing von Carmacon. Er handelte die Rahmenverträge aus; seine Firma steht den Kirchenbediensteten bei Fragen zum Programm zur Seite. Vor allem die Lieferfähigkeit stellte sich als Pro­blem heraus. Smart musste abwinken, und auch VW signalisierte anfänglich Wartezeiten. Inzwischen ist der VW e-Up aber in überarbeiteter Version lieferbar. Der etwas größere Renault Zoe ergänzt das Angebot.

Die Mitarbeiter können sich die Ausstattung ihres Autos selbst aussuchen. Nur eines haben alle über die Kirche geleasten Elektroflitzer gemein: An der Seite schmückt sie der Schriftzug »Kirche elektrisiert«. Der soll auch dabei helfen, den durch die guten Konditionen entstehenden geldwerten Vorteil für die Mitarbeiter zu egalisieren. »Momentan prüft das zuständige Betriebsstättenfinanzamt der Kirche, ob den Mitarbeitern durch die Rahmenverträge trotz der Signalisation auf den Autos ein ­geldwerter Vorteil entsteht«, erklärt Prinzing das Vorgehen.

Gegenwärtig gehe man davon aus, dass nichts zusätzlich zu versteuern sei. Ein kleines Auto reiche für Gemeindebesuche, und manche Termine wie Trauergespräche ließen sich nur mit dem Auto wetterunabhängig erledigen. Für die dienstlichen Strecken genügen die Reichweiten der E-Autos völlig. Damit das Nachladen problemfrei klappt, hat die Kirche in ihren Pfarrhausrichtlinien festgelegt, dass die Gemeinden dort eine Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen dürfen.

Da ohnehin die meisten Pfarrer Ökostrom von der kirchlichen Einkaufsgemeinschaft bezögen, sei so für klimaneutrale Energie gesorgt.Die Fuhrparkspezialisten von Carmacon brachten im ­Rahmen der neuen Kircheninitiative außerdem noch eine weitere ­Mobilitätsalternative ins Spiel: Diensträder. Über die Firma ­Bikeleasing können die Mitarbeiter ein Fahrrad ihrer Wahl per Gehaltsumwandlung leasen. Besonders für kurze Strecken und bei gutem Wetter sei das eine tolle Ergänzung, meint Pfarrer Keller. Diese neuen Programme ergänzen die weiterhin an­gebotenen Zuschüsse zu Zeitkarten im öffentlichen Nahverkehr und die Kompensation von Dienstreisen durch die Landeskirche. Die württembergische Landeskirche bemüht sich also mit ganz weltlichen Mitteln um die Erhaltung einer lebenswerten Erde.

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