Jeep Renegade 4xe, Compass 4xe Test

Wie gut fahren die Hybride?

Jeep Renegade Compass 2021 Foto: Jeep 10 Bilder

Renegade und Compass bekommen als erste Modelle von Jeep einen Plug-in Hyridantrieb. Damit gibt es die beiden SUV nun wieder mit 4x4-Technik.

Angesichts des hohen Umweltbonus fragen sich immer mehr Fahrer von Geschäftswagen: Lohnt sich ein E-Auto, kann ich auf einen Plug-in Hybriden umsteigen? Mit einer App will der Fiat-Konzern potenziellen Kunden die Entscheidung erleichtern. Go4xe zeigt mögliche Ladepunkte entlang der Route oder berechnet, wieviel Sprit man mit Elektrounterstützung gegenüber dem eigenen Auto spart.

Nachdem die Fiat-Tochter Jeep bei den kompakten Geländewagen Renegade und Compass keine sparsamen Dieselmotoren mehr anbietet, sollen so budgetbewusste Vielfahrer in die neuen Plug-in Hybride gelockt werden. Gleich zwei Jeep mit Elektrounterstützung gehen an den Start: der kompakte, lifestylige Renegade 4xe (ab 32.100 Euro, alle Preise netto) sowie der 16 Zentimeter längere, etwas gediegenere Compass 4xe (ab 35.462 Euro).

Doch Spritsparen allein ist nicht die Maxime. Im Gegensatz zu den Versionen mit Benzinmotor, die es nur noch mit Frontantrieb gibt, laufen die xe-Versionen als echte Offroader mit 4x4-Antrieb vom Band. Wie gewohnt kann der Fahrer auf diverse Offroad-Programme zurückgreifen, sollte er sich auf matschige, felsige oder verschneite Straßen verirren.

Beide Modelle kombinieren einen 130 oder 180 PS starken 1,3-Liter-Motor mit zwei E-Maschinen. Die kleinere, ein Riemenstarter-Generator, unterstützt den Benziner. Der treibt standardmäßig die Vorderräder an. Ist auf Schnee und im Gelände mehr Schub oder Traktion nötig, kommt der im Heck platzierte Motor zum Einsatz. Versorgt von einer 11,4-kWh-Batterie liefert er bis zu 60 PS und 250 Nm Drehmoment, ausschließlich an die Hinterräder. Ist die Batterie nach rund 45 Kilometern leergefahren, fällt der 4x4-Antrieb aber nicht aus. Das System sorgt für eine Notreserve und beim Bremsen oder Ausrollen wird der Akku ständig nachgeladen.

Die Batterie ist unter der Rückbank und im Kardantunnel untergebracht, der nun wegen des E-Antriebs nicht mehr benötigt wird. So bleibt der Kofferraum der 4xe-Modelle genauso groß wie bei den Verbrennern. Selbst Platz für ein vollwertiges Reserverad haben die Ingenieure gefunden.

Dafür ist der Tank auf 36,5 Liter geschrumpft. Längere Strecken bedeuten also mehr Tankstopps. Nach einer mit leerem Akku moderat gefahrenen Landstraßenrunde meldet der Bordcomputer des Renegade 4xe acht Liter Verbrauch. Auf der Autobahn dürften es wohl ein paar Liter mehr werden. Spätestens dann zeigen sich auch die Unterschiede zwischen den beiden Motorversionen. Bei zügiger Fahrt tut sich der 240-PS-Antrieb spürbar leichter als die Version mit 190 PS. Dem könnten mehr Hubraum und etwas mehr Bums bei niedrigen Drehzahlen nicht schaden.

Jeep Renegade Compass 2021, Foto: Jeep
Den Jeep Renegade gibt's nicht mehr mit Dieselmotor. Stattdessen kombiniert Jeep jetzt den 1,3-Liter-Benziner mit einem 60 PS starken E-Motor.

Ist der Akku nach 3,5 Stunden vollgeladen, wählt der Fahrer aus den üblichen Programmen. Er fährt also rein elektrisch oder im E-Save-Modus. Der spart den Strom auf, für eine spätere Fahrt in die Innenstadt beispielsweise. Standardmäßig starten die Jeeps im Hybridmodus, fahren dabei bis zu 130 km/h elektrisch und schalten den Verbrenner bei Bedarf dazu. In der der Stadt und bei gemäßigtem Tempo funktioniert das unaufgeregt und harmonisch, aber ohne den Kick, den man von manchem anderen E-Auto kennt. Der kommt erst, wenn der Fahrer den Widerstand im Pedal überwindet und den Gasfuß ins Bodenblech rammt. Am Berg und in engen Kehren nervt dann allerdings die etwas unharmonisch abgestimmte Sechsgang-Automatik. Die schaltet ruckartig zurück, lässt den Motor aufjaulen und braucht ein paar Sekunden, um sich zu sortieren.

Jeep Renegade 2021, offroad Foto: Jeep
Der E-Motor des Renegade sitzt an der Hinterachse. Bei Bedarf schaltet er sich zu und treibt die Hinterräder an.

Trotzdem sind die Plug-in Hybriden vernünftige und sinnvolle Alternativen zu den Benzinern. Da der Käufer 6.750 Euro Bonus abziehen können, kosten die 190-PS-Versionen von Renegade 4xe Limited und Compass 4xe Limited nur rund 900 Euro mehr als die 150-PS-Benziner. Für die Modelle mit 240 PS verlangt Jeep allerdings gleich 3.600 Euro mehr. Doch dann ist einiges mehr an Ausstattung an Bord, Ledersitze etwa, 19-Zoll-Räder oder ein Soundsystem von Alpine. Da erscheint es recht kleinlich, dass die Italiener nur selbst in der teuren S-Ausstattung nur ein Kabel mit Schuko-Anschluss ins Auto legen. Das für eine Wallbox (388 Euro) oder öffentliche Ladestationen nötige Typ-2-Kabel muss man für 283 Euro extra bestellen.

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