Kaufberatung Volvo XC40

Schwedischer Bestseller

VolvoXC40 Plug-in Hybrid, T5 R Design Foto: Volvo 18 Bilder

Unter Fahrern von Geschäftswagen ist der Volvo XC40 sehr begehrt, ­speziell der steuersparende Plug-in Hybride. Die Kaufberatung klärt, was der kompakte SUV kann und welche Ausstattungen sich lohnen.

Ein Gutes hat die Coronakrise: Man ­findet an jeder Ecke freie Ladesäulen. Insofern fällt es uns leicht, den XC40 Recharge T5 möglichst viel elektrisch zu fahren. Der Plug-in Hybride ist die jüngste Version des kompakten SUV und bei Fahrern von Firmenwagen wegen der geringeren Dienstwagensteuer begehrt. Natürlich gibt es den XC40 auch als Benziner oder Diesel und demnächst sogar als Elektroauto. Dazu Front- oder Allradantrieb, Handschalter oder Automatik.

Das breite Angebot dürfte ein Grund für den Erfolg des kompakten SUV sein. Über 13.000 Stück wurden 2019 in Deutschland zugelassen. Nur der Mittelklasse-SUV XC60 läuft bei den Schweden noch ­besser.

Dass sich Volvo über die Jahre einen festen Platz unter den Premiummarken ge­sichert hat, war aber sicher genauso hilfreich. Der schwedische Stil mit hohem Sicherheitsanspruch und nordisch kühlem Design kommt bei Fahrern von Geschäftswagen gut an. Außerdem deckt Volvo mit passenden Finanzierungs- und Servicedienstleistungen wie Full-Service-Leasing, Versicherung oder Kurz- und Langzeitmiete auch die Anforderungen der Flottenbetreiber ab.

So wildert der 4,42 Meter lange XC40 erfolgreich im Premiumsegment um Audi Q3, BMW X1 oder Mercedes GLA, ist aber auch als Alternative zu Modellen wie VW Tiguan, Seat Ateca oder DS 7 Crossback denkbar. Im Vergleich zu den größeren SUV von Volvo wirkt der XC40 jugendlicher und frischer, ist jedoch deutlich enger geschnitten und dafür relativ teuer.

Überhaupt pflegt Volvo ein hohes Preisniveau: Die Benziner starten mit dem 26.135 Euro (alle Preise netto) teuren T2 (129 PS, Frontantrieb, Handschaltung). Oben endet die Preisliste beim 250 PS starken B5 AWD für 43.400 Euro. Und für den Plug-in Hybriden mit 180 PS starkem Dreizylinder und 82-PS-E-Motor fallen vor Abzug des Umweltbonus sogar gut 41.000 Euro an. Das sind einige Tausender mehr, als BMW, Ford, Peugeot oder Opel für ihre Steckdosentechniker verlangen.

Foto: Hanno Boblenz
Es lassen sich Ziele vom Smartphone oder Computer ins Navi übertragen. Die Bedienung des Systems erklärt sich allerdings nicht von selbst. Wenn man weiß, wie’s geht, klappt es aber gut.

Alle XC40 fahren jedoch ab Werk mit einer umfang­reichen Sicherheitsausstattung vor, zu der adaptive LED-Scheinwerfer ebenso gehören wie etliche Fahrhilfen. So kommuniziert der Wagen über ein cloudbasiertes Netzwerk mit anderen Fahrzeugen und warnt den Fahrer vor Gefahrenstellen. Auch teilautonomes Fahren auf der Autobahn ist möglich. Der XC40 erkennt einen drohenden Unfall und greift notfalls aktiv ein – allerdings manchmal etwas übereifrig. In engen Straßen versetzt parkende Autos beispielsweise verleiten den Kollisionswarner gern zu Fehlalarmen.

Im Prinzip bietet der XC40 die gleiche Technik wie die größeren Modelle, nur eben im kleinen Maßstab. Über Platzmangel können sich Fahrer und Passagier trotzdem nicht beklagen, auch nicht in der zweiten Reihe. Bequeme, gut konturierte Sitze erlauben stressfreie lange Touren und auch die komfortabel tiefe Rückbank lässt einen Tag im Auto nicht zur Tortur ­werden.

Selbst der mit 460 bis 1.336 Litern vergleichsweise kleine Kofferraum genügt für den Alltag einer Kleinfamilie oder eines bepackten Handelsvertreters. Was oben keinen Platz findet, wandert ins Untergeschoss, Kleinzeug fixiert der aufgestellte Ladeboden. Wird mehr Volumen benötigt, lassen sich die Lehnen auf Knopfdruck komplett flachlegen. Zusätzlich finden sich überall im Innenraum praktische Ablagen, dazu eine geräumige Mittelkonsole und breite Türtaschen.

Bedienung und Optik ähneln den anderen Volvo, wobei die Materialien etwas einfacher gehalten sind. Als zentrales Steuerelement dient der bekannte ­hochformatige Touchscreen. Im Optimalfall wischt sich der Fahrer blind durchs Menü. Wer die Volvo-Bedienlogik aber nicht kennt, kann auch schnell verzweifeln. Ein paar wenige Knöpfe sowie ein mittig angebrachter Drehknopf sind für die wichtigsten Funktionen reserviert. Dazu gibt’s gut ablesbare digitale Instrumente mit der Möglichkeit, eine Kartenansicht ins Blickfeld des Fahrers zu spielen.

In Sachen Fahrdynamik und Komfort bezieht der XC40 klar Stellung: Sport überlassen die Schweden anderen. Der SUV lässt es lieber geruhsam angehen. Für schnelle Kurven fehlt ihm die nötige Härte, und die Lenkung gibt zu wenig Rückmeldung. Auch unser Plug-in Hybride mag es lieber gemächlich. Nicht nur, weil er dann die von Volvo versprochenen 45 E-Kilometer schafft; sondern auch, weil dann die beiden Motoren besser miteinander harmonieren und der Übergang zwischen Verbrenner und E-Motor ruckfrei klappt.

Foto: Hanno Boblenz
Der T5 hat vier Fahrmodi: elek­trisch, hybrid, normal und Sport.

Varianten und Motoren

Vielfahrer kommen am Diesel nicht vorbei. Für den Alltagsgebrauch genügt die Einstiegsversion des etwas brummigen Vierzylinders vollauf, zumal budgetbewusste Fahrer den D3 auch nur mit Handschalter und Frontantrieb wählen können (Automatik: 1.680 Euro). Für die 190-PS-Variante lautet die Empfehlung: kann, muss aber nicht. Automatik, Allrad und höhere Ausstattung treiben den Preis auf knapp 40.000 Euro.

Mit dem 129-PS-Einstiegsbenziner T2 wird nur glücklich, wer Ansprüche an Dynamik hintanstellt. Der Dreizylinder ist zwar drehfreudig, aber insgesamt zu schwach für den schweren Wagen und verbraucht deshalb viel. Einen guten Kompromiss aus Kosten, Verbrauch und Leistung bietet der 163 PS starke T3, ebenfalls ein Dreizylinder. Die direkt einspritzenden Benziner B4 und B5 mit vier Zylindern sind als Mildhybride konzipiert. Die Elektrifizierung spart Sprit und bringt Fahrdynamik, wobei man trotzdem mit Praxisverbräuchen um zehn Liter rechnen muss.

Der Plug-in Hybride T5 koppelt einen Dreizylinder mit einem E-Motor. Diese 262 PS starke Kombi erlaubt souveränes Fahren und schafft gut 40 Kilometer rein elektrisch. Da kommt der für Mitte 2020 angekündigte vollelektrische XC40 weiter. Seine 78 kWh große Batterie soll für 400 Kilometer gut sein und sich in rund zwei Stunden laden lassen.

Foto: Hanno Boblenz
Gut drei Stunden dauert es, den 10,7-kWh-Akku des T5 zu laden – auch wenn die Ladesäule mehr Leistung zur Verfügung stellt.

Multimedia

Das serienmäßige Sensus-Connect-Infotainmentsystem besteht aus einem 9-Zoll-Touchscreen, Bluetooth und Sprachsteuerung. In den höheren Ausstattungsstufen wird es internetfähig. Dann kann der Fahrer über Apps beispielsweise seinen Standort teilen (Glympse), Internetradio hören (Tune-In), Wetterdaten abrufen oder sich Restauranttipps anzeigen lassen (Yelp). Für den Firmenwagen interessanter sind die Verkehrsinfos in Echtzeit sowie die Möglichkeit, per Park & Pay in der Navigation (966 Euro) freie Parkplätze zu suchen und zu bezahlen oder über eine Volvo-App mit der Werkstatt zu kommunizieren. Die erinnert den Fahrer an Inspektionstermine oder informiert, wenn ein Fehler entdeckt wird. ­Außerdem lassen sich Ziele vom Smartphone oder Computer ins Navi übertragen. Die Bedienung des Systems erklärt sich allerdings nicht von selbst. Wenn man weiß, wie’s geht, klappt es aber gut. Zusätzlich kann man sich eine große Navikarte ins digitale Cockpit spielen.

Ausstattung

Den herkömmlichen XC40 gibt es in fünf Ausstattungslinien, den Plug-in Hybriden und das E-Auto in vier.
Selbst die Einstiegsversion Momentum Core (T2, T3 und D3) ist relativ gut ausgestattet und fährt mit dem kompletten Volvo-Sicherheitspaket vor (LED-Scheinwerfer, Kollisions­warner mit Notbremsfunktion für die Stadt, aktiver Spurhalteassistent, Schutz vor Abkommen von der Straße, onlinebasierte Warnung vor Gefahrenstellen). Dazu gibt es für alle Modelle mindestens 17 Zoll große Aluräder, Klimaauto­matik, Tempomat, Verkehrs­zeichenerkennung, das digitale Cockpit sowie das Bedien- und Infotainmentsystem Sensus Connect samt Touchscreen und ­Digitalradio. Auch E-Call, WLAN-Hotspot sowie eine Carsharing-Funktion verbaut Volvo in allen Modellen.

Download Betriebskosten und Restwerte des Volvo XC40 (PDF, 1,62 MByte) Kostenlos

Die stärkeren Motoren starten mindestens in der für alle Modelle empfehlenswertesten Version Momentum Pro mit 18-Zoll-Rädern, elektrischer Heckklappenöffnung, Navigation samt Onlineanbindung, Smartphone-Integration und schlüssellosem Zugang.
Darüber beginnt die Welt des Plug-in Hybriden T5.

Inscription und R Design unterscheiden sich hauptsächlich optisch, wobei die R-Design-Modelle mit strafferem Fahrwerk und Alupedalen eher in die sportliche Richtung beispielsweise gehen. Ansonsten zählen wahlweise ein Typ-2- oder ein Schuko-Ladekabel, Navigation, Lenkradheizung sowie andere Dekore zum Serienumfang.

Die wichtigsten Sonderausstattungen für den T5 Recharge:

  • Pilot Assist (Abstandstempomat, aktiver Spurhalter, Totwinkel- und Querverkehrswarner, Heckkollisionserkennung) 1.302 Euro
  • Parksensoren vorn/hinten plus Rückfahrkamera 546 Euro
  • Parkassistent 546 Euro
  • Rückfahrkamera 360-Grad-Surround-View 831 Euro
  • Soundsystem Harman Kardon 630 Euro
  • Abgedunkelte Seitenscheiben hinten 327 Euro
  • Ladeschale Smartphone 185 Euro
  • Elektrische Sitzverstellung Fahrer/plus Beifahrer 453/588 Euro
  • Ledersitze 1.075 Euro
  • Räder 19, 20, 21 Zoll 395/932/2.226 Euro
  • Standheizung/Sitzheizung hinten 1.344 Euro
  • Beheizbare Windschutzscheibe 151 Euro
  • Panorama-Glasschiebedach1.134 Euro
  • Dachfarbe Schwarz/Weiß Serie (R Design) 924 Euro
Kaufberatung BMW 3er Touring (2020)
Gute Kombination
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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