Kfz-Werkstätten Zahl der Mitarbeiter sinkt

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Die Autobranche steht vor großen Umwälzungen. Das gilt nicht nur für die Hersteller, sondern auch für die Gewerbebetriebe.

Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Kfz-Gewerbe wird in den kommenden Jahren stark abnehmen. Einer neuen Studie zufolge sinken die Mitarbeiterzahlen bis 2030 um rund 18 Prozent von heute rund 435.000 auf dann 356.000. Für 2040 erwartet das von der Landesagentur e-mobil BW sowie mehreren Branchenvertretern verfasste Papier einen Rückgang um 28 Prozent auf 312.000 Beschäftigte in Service und Handel. Die Zahl der Betriebe sinkt bis 2040 von derzeit 36.570 auf 23.325 Fabrikats gebundene und freie Händler sowie Werkstätten.

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Hochvolt- und Softwarekompetenzen

Das stärkste Minus wird es der Studie zufolge mit 36 Prozent in der Verwaltung geben. Auch der Handel ist mit einem Rückgang um 34 Prozent stark betroffen. In den Bereichen Werkstatt und Teile sieht die Prognose einen Schwund von 24 Prozent der Arbeitsplätze. Zu den Gründen für den Verlust zählen die Digitalisierung von Fahrzeugen und Geschäftsprozessen, die Elektrifizierung des Antriebs und veränderte Vertriebsmodelle der Autohersteller. Unternehmen und Angestellte müssen sich den Experten zufolge auf veränderte Jobprofile einrichten. So werden für Kfz-Mechatroniker Hochvolt- und Softwarekompetenzen wichtiger, im Autohandel gewinnt die Gestaltung der „Customer Journey“ – der Kauferlebnisses – an Bedeutung.