Kia Niro 2022 Test Weiter stromaufwärts

Kia Niro EV 2023 Foto: Kia 9 Bilder

Die zweite Generation des Kia Niro kommt wieder als Hybrid, Plug-in-Hybrid und Stromer. Und sie kann einiges besser als der Vorgänger.

Vollhybrid, Plug-in-Hybrid oder vielleicht doch lieber rein elektrisch? Für Fuhrparkbetreiber undn Fahrer von Geschäftswagen, die in Sachen Elektrifizierung noch unschlüssig sind, bietet Kia mit dem neuen Niro vom Start weg die komplette Auswahl. Das Crossover-Modell wurde seit seiner Markteinführung im Jahr 2016 stetig weiter elektrifiziert.

Kia Niro PHEV 2023 Foto: Kia
Der Plug-in-Hybride bekam einen stärkeren Motor

Die zweite Generation wurde größer, geräumiger und expressiver. Alle drei Modelle fahren nun auf einer Plattform und sind 4,42 Meter lang. Auch der Abstand zwischen den Achsen wurde um zwei Zentimeter gestreckt, was neben der bequemen Kopf- und Beinfreiheit vorne wie hinten auch für strammere Proportionen sorgt.

Das Cockpit wurde im Stil des Elektro-Flaggschiffs EV6 komplett erneuert. Ein Panoramadisplay mit zwei fast nahtlos verbundenen 10,25-Zoll-Displays dominiert das volldigitale Kombiinstrument. Auf dem Touchscreen lassen sich alle Navigations- und Infotainment-Funktionen intuitiv und selbsterklärend aufrufen. Wird das Technologie-Paket gewählt (1.084 Euro, alle Preise netto) spielt ein brillantes Head-up-Display die wichtigsten Informationen in die Frontscheibe.

Kia Niro Hybrid 2023 Foto: Kia
Alle drei Versionen sind etwas größer geworden. Mit 4,42 Metern ist der Niro aber immer noch einkompaktes und übersichtliches Auto

Kleiner Kofferraum beim Plug-in-Hybrid

Ansonsten verwöhnt das Interieur mit wohnlichem Ambiente. Die bequemen ergonomischen Sitze und lassen sich auf Wunsch elektrisch vielfach verstellen, beheizen und belüften.

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Alles fühlt sich wertig und gut verarbeitet an. Von der längeren Karosserie profitiert auch der Kofferraum, wenn auch unterschiedlich. Während Stromer und Vollhybrid mit 475 Liter respektive 451 Liter noch ganz anständige Volumina aufweisen, kommt der Plug-in-Hybrid wegen seiner ungünstig verbauten Batterie nur auf mickrige 348 Liter. Weiterer Nachteil: Der PHEV zieht Strom nur einphasig, sodass eine Vollladung rund vier Stunden dauert.

Dafür erhält der Teilzeitstromer einen mit 84 PS etwas stärkeren Elektroantrieb samt größerem Akku. Elektrisch soll er nun Tempo 134 und 65 Kilometer Reichweite schaffen.

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Unsere erste Testrunde durch städtisches Stopp-and-Go und über kurvige Landstraßen fiel zwar etwas kürzer aus, doch den Wechsel zwischen Elektro-und Verbrennerbetrieb meisterte der Plug-in-Hybrid dank aufmerksam und schnell schaltendem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) komfortabel und nahezu unbemerkt. Werfen sich 1,6-Liter-Benziner und E-Maschine gemeinsam ins Zeug, sprintet der Niro PHEV in 9,6 Sekunden und damit über eine Sekunde schneller als der Vorgänger auf Tempo 100. Auch der Vollhybrid absolviert den Standardsprint in 10,4 Sekunden eine Sekunde schneller, auch wenn dessen Leistung mit 103,6 kW (141 PS) unverändert geblieben ist.

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Der Niro EV ist am meisten gefragt

Die Hauptrolle spielt jedoch nach wie vor der Niro EV. Der Stromer ist nur noch mit 204-PS-Motor und 64,8 kWh großem Akku zu haben, mit ähnlichen Fahrleistungen wie bisher. Gleichzeitig wurde das Drehmoment etwas verringert, sodass er etwas harmonischer beschleunigt. An der ansatzlosen und leichtfüßigen Art, mit der dieser Crossover von Ampel zu Ampel surrt, lautlos durch die Spuren wedelt und auch hinterm Ortsschild jedes Überholmanöver in spielerischer Manier absolviert, ändert das indes nur wenig.

Auch die WLTP-Reichweite gibt Kia nahezu unverändert mit 460 Kilometer an, wobei in der Stadt dank häufiger Rekuperation mehr als 600 drin sein sollen. Die lässt sich mehrstufig über Schaltpaddels am Lenkrad variieren. Die maximale Energieausbeute wird im i-Pedal-Modus erzielt, wo schon ein leichtes Lupfen des Fahrpedals so vehement verzögert, als hätte man die Bremse getreten. So lassen schnell ein paar Kilometer zurückgewinnen. Die volle Ladung gibt’s natürlich erst an der Steckdose.

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An der Schnellladesäule allerdings nur mit maximal 80 kW, die den Akku unter optimalen Bedingungen inklusive Vorheizsystem für die Batterie in 45 Minuten von zehn auf 80 Prozent aufladen sollen. Das konnte der Vorgänger mit 100 kW noch etwas schneller. Das Laden mit Wechselstrom über den 3-Phasen-Onboard-Charger soll mit 11 kW rund 6 Stunden und 20 Minuten dauern, an der einphasigen Leitung mit 7,2 kW Leistung noch einmal drei Stunden länger.

Auf die 800 Volt-Ladetechnologie, die den EV6 auszeichnet, verzichten die Koreaner. Dafür spendieren sie dem Niro serienmäßig eine Wärmepumpe für die Klimatisierung des Innenraums, ein Vorheizsystem für die Batterie sowie eine so genannte Vehicle-to-Device-Funktion. Via Adapter wird der Ladeanschluss des Niro EV zur 220-Volt-Steckdose, mit der externe Elektrogeräte mit bis zu 3 kW geladen oder betrieben werden können. Ebenfalls praktisch: Am Haken darf man nun nicht nur einen Radträger montieren, sondern sogar einen kleinen Hänger ziehen.

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Die Turbo-Lader

Gut ausgestattet, aber nicht billig

Erfreulich sind die umfangreichen Serienausstattungen: Vollhybrid (HEV) und Plug-in-Hybrid (PHEV) werden in drei Ausstattungen mit nahezu identischem Umfang angeboten. Die Einstiegsversion Edition 7 (HEV: 25.790 Euro, PHEV: 30.832 Euro minus 6.750 Euro Prämie) fährt samt Zweizonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Sitzheizung sowie einem umfangreichen Sicherheitspaket vor. Ab der 2.800 Euro teureren Ausstattung Vision gibt es das integrierte Panoramadisplay inklusive Navigationssystem sowie Abstands-Tempomat und Querverkehrswarner. Voll ausgestattet stehen 31.336 beziehungsweise 36.546 Euro auf der Rechnung. Dafür gibt’s unter anderem LED-Scheinwerfer, elektrische Sensor-Heckklappe sowie ein Premium-Soundsystem.

Der Niro EV ist wegen der angespannten Liefersituation vorerst nur in der Ausstattung Inspiration ab 39.991 Euro zu haben, die sich im Wesentlichen mit der Spirit-Ausstattung der Hybrid-Versionen deckt. Wer schnell ist und sich einem der 3.000 vorkonfigurierten Modellen begnügt, kann auch noch in den Genuss der vollen Umweltprämie von 9.000 Euro kommen.

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