Mercedes T-Klasse 2022 Test Stern für Einsteiger

Mercedes T-Klasse 2022 Foto: Mercedes 14 Bilder

Mehr Extras, hochwertigere Materialien: Mit der nobleren T-Klasse hebt Mercedes den eher kargen Citan auf ein höheres Level. Auch eine E-Version ist geplant.

Als Mercedes Citan war der Benz seit 2012 Freund der Familie genauso wie treuer Begleiter von Handwerkern und Lieferanten. In zweiter Generation nun bleibt der Name dem reinen Gewerbemobil vorbehalten, die Versionen mit Teppichboden firmieren künftig unter der nobleren Bezeichnung T-Klasse.

Die sorgt für viel Raum, aber auch für eine gute Zeit. Schließlich steht da kein Transporter, in dem man notfalls auch verreisen kann, sondern ein schicker Hochdach-Kombi, der überaus komfortabel Last und Leute aufnimmt. Sei es als Shuttle-Service oder Großraum-Taxi. Die sprachliche Assoziation mit „Touristik“ und „Transport“, für die bei Mercedes traditionell die fassungsstärkeren T-Modelle stehen, ist dabei durchaus gewollt.

Mercedes T-Klasse 2022 Foto: Mercedes
Schieben statt klappen: Die praktischen Türen sind für manche Kunden der Grund, einen Hochdachkombi zu kaufen.

Gleiche Basis wie Kangoo und Townstar

Wer obendrein Ähnlichkeiten mit Renault Kangoo und Nissan Townstar entdeckt, liegt kein bisschen verkehrt. Alle entstammen gemeinsamer Entwicklung und laufen auch zusammen im französischen Maubeuge vom Band.

Frontpartie, Interieur und Abstimmung indes modelliert dann jeder Hersteller nach eigenen Vorstellungen. Beim Benz machen vorrangig Material und MBUX den Unterschied. Das Plastik im Cockpit ist zwar immer noch hart, sieht aber wegen pfiffig gestalteter Oberflächen kein bisschen so aus. Mit dem früheren Ambiente eines umgedengelten Lastkarrens hat das Interieur jedenfalls nicht mal mehr im Ansatz zu tun. Dafür hat Mercedes schon bei der Entwicklung gesorgt.

Langversion wird nachgeliefert

Bestellen kann man die T-Klasse aktuell als 4,50 Meter langen Fünfsitzer. Wahlweise mit Klappe oder Doppelflügel im Heck sowie zwei seitlichen Schiebetüren, die erfreulicherweise nicht rumpeln, sondern gleiten. Voll bestuhlt packt der Praktiker 520 Liter weg, mit geklappten Sitzen wächst der Stauraum auf fast 2,4 Kubikmeter. Wenn selbst das nicht reicht: Über Kopf dürfen per Dachträger 80 Kilo und achtern an den Haken bis zu 1,5 Tonnen – wahlweise 75 Kilo in Form eines Fahrrad-Aufsatzes.

Mercedes T-Klasse 2022 Foto: Mercedes
Die Marketingstrategen von Mercedes sehen gerne freizeitorientierte, junge Menschen als Käufer ihrer Autos. Im Falle der T-Klasse könnte das tatsächlich passen.

Shuttledienste oder Käufer mit noch raumgreifenderem Equipment müssen sich ein wenig in Geduld üben. Vermutlich Mitte 2023 reicht Mercedes eine um gut 40 Zentimeter gestreckte Version mit längerem Radstand und optional sieben Plätzen nach.

Nur Vierzylindermotoren. E-Version folgt

Für Vortrieb sorgen klassische Vierzylinder-Turbomotoren. Ein Diesel mit 95 oder 116 PS, ein 1,3-Liter-Benziner mit 102 oder 131 PS. Wer viel und mit auch mit Ladung reist, sollte nicht am falschen Ende sparen und den starken Diesel wählen.

Für alle Modelle außer dem Einstiegsbenziner offeriert Mercedes neben dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe auch einen Doppelkuppler mit zusätzlichem Zahnrad-Paar. Der sortiert untenherum gelegentlich etwas nervös, entschädigt ansonsten aber mit stressfreiem Fortkommen. Ungewohnt für Fahrzeuge mit Stern: Der Wahlhebel findet sich mittig im Cockpit und nicht wie gewohnt rechts am Lenkrad.

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Die leisen Riesen

Weit fortgeschritten in der Entwicklung, aber noch nicht im Angebot ist eine rein elektrische Variante namens EQT, die es mit einem 44-kWh-Akku auf knapp 300 Kilometer Reichweite bringen soll.

Mercedes Citan (2022) Fahrbericht
Sternstunde

Das Fahrwerk ist angenehm komfortabel ausgelegt. Für gut 1,80 Meter Höhe jedoch bleibt die T-Klasse in Kurven erfreulich aufrecht, auch bei Seitenwind hält sich – dank elektronischer Assistenz – die Abdrift in engen Grenzen.

Geht man mutwillig zu Werke, schiebt der Fronttriebler trotz bis zu 17 Zoll großer Räder dann doch deutlich, aber immer noch kontrolliert Richtung Tangente.

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Der Einstieg in die Sterne-Welt beginnt bei 24.634 Euro (alle Preise netto) für den T 160 mit dem kleinen Benziner, am oberen Ende findet sich der 27.180 Euro teure T 180 d.

Schon in Grundausstattung verfügt die T-Klasse über sieben Airbags, Klimaanlage, Licht- und Regensensor, Multifunktionslenkrad sowie das Infotainmentsystem MBUX samt Sieben-Zoll-Touchscreen und vier USB-Anschlüssen. Zusätzlich hilft der Wagen am Berg, späht in tote Winkel, stabilisiert das Gespann und assistiert beim Bremsen. Sprachbedienung und Echtzeit-Navigation indes gibt’s wie viele andere Annehmlichkeiten nur gegen Aufpreis, oder in den gehobeneren Ausstattungslinien Style und Progressive. Komfort hat eben ihren Preis. Und wer’s einfacher will, muss eben beim Citan bleiben.

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