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Mitsubishi Mi-Tech Concept

Gasturbine senkt Emissionen

Mitsubishi Mi-tech concept Foto: Mitsubishi

E-Motor und Gasturbine als Range Extender - Mitsubishi zeigt an einem Konzeptauto die Vision eines zukünftigen Plug-in Hybriden.

Spätestens mit Euro 7 kommen herkömmliche Plug-in Hybride an ihre Grenzen, glaubt Hiroshi Nagaoka. Die 2030 gültigen strengen Abgasbestimmungen lassen sich nur mit größeren Batterien und mehr Reichweite einhalten, behautet Mitsubishis oberster Entwicklungschef. Doch selbst das genüge nicht: Man müsse beim Verbrennungsmotor neue Wege einschlagen, sagte er auf der Tokyo Motor Show.

Wie die aussehen könnten, zeigt Mitsubishi mit dem Mi-Tech Concept. Das Außergewöhnliche des kleinen Prototyps ist nicht sein buggy-ähnliches Design, sondern der Antrieb. Unter seiner Motorhaube steckt ein E-Motor sowie eine Gasturbine, die als Range Extender dient. Sie treibt also nicht die Räder an, sondern produziert Strom, und erweitert so den Radius. Die Turbine ist nur halb so groß wie ein Verbrenner und lässt sich mit vielen Kraftstoffen betreiben. So könne sie länderspezifisch abgestimmt werden. In Südamerika beispielsweise auf Ethanol, woanders mit Kerosin oder Diesel.

Mitsubishi Mi-tech concept, Allradantrieb, E-Motoren Foto: Mitsubishi
Jedes der vier Räder wird einzeln angesteuert beziehungsweise angetrieben.

Der größte Vorteil seien aber die niedrigen Verbrennungstemperaturen um 1.000 Grad, sagt Mitsubishis Chefentwickler. Dabei entstünden weniger Stickoxide, was eine aufwendige und teure Abgasnachbehandlung überflüssig mache.

Bis zur Serienreife dürften allerdings noch einige Jahre vergehen. Speziell die Dauerfestigkeit der Turbine bereite den Ingenieuren noch Probleme. Vor 2025 werde man den Antrieb kaum auf der Straße sehen.

Mitsubishi Mi-tech concept Foto: Mitsubishi
Das große, hexagonförmige Heck unterstreiche die Robustheit des SUV, erklären die Mitsubishi-Designer

Eine andere Entwicklung könnte schon früher den Weg in die Serienproduktion finden: Die per Augmented Reality bespielte Windschutzscheibe. Über die ganze Breite hinweg werden dem Fahrer relevante Informationen zum Fahrzeug aufgespielt, ähnlich einem überdimensionalem Head-up-Display.

Mitsubishi Mi-tech concept Foto: Mitsubishi
Die Windschutzscheibe wird zum überdimensionalen Head-up-Display.

Mit den auf der AR-Windschutzscheibe angezeigten Straßen- und Umgebungsbedingungen kann der Fahrer auch bei schlechter Sicht sicher navigieren. Selbst Videos ließen sich dort abspielen – sofern der Wagen voll automatisiert fahren kann.

Und auch der elektrische Allradantrieb des Mi-Tech Concept dürfte nicht allzu lange auf sich warten lassen. Je zwei Motoren an Front und Hinterachse treiben jedes Rad einzeln an und sollen mehr Traktion bringen. Im Extremfall laufen je zwei in Gegenrichtung, so dass der Wagen auf der Stelle dreht. Dass das allerdings den Weg in die Serie findet, dürfte fraglich sein.

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