Mitsubishi Space Star 1.2 (2020) Test

Der Preis ist heiß

Mitsubishi Space Star 2020 Foto: Thomas Küppers 24 Bilder

6.300 Euro netto kostet der Mitsubishi Space Star in einer abgespeckten Basisversion. Lohnt sich das Angebot? Oder sollte man ein paar Tausender drauflegen und sich besseren Komfort und ein paar PS mehr gönnen?

Der Preis ist heiß: Noch bis Juli 2020 haut Mitsubishi den Space Star für 6.300 Euro raus (alle Preise ohne Mehrwertsteuer). Kein Wunder, dass sich Kleinwagen wie geschnitten Brot verkauft, selbst im achten Jahr nach der Erstauflage. Allerdings, und das ist der Haken, gibt’s zum Sonderpreis nur das Basismodell1.0 mit 71 PS-Dreizylindermotörchen. Ohne Zentralverriegelung, elektrischen Fensterhebern und Klimaanlage, aber mit ordentlichem Sicherheitspaket samt sechs Airbags, ESP und Berganfahrhilfe.

Auf unserem Testwagen-Parkplatz jedoch steht ein Space Star 1.2 Intro Edition Plus. Ebenso wie die Einstiegsversion frisch überarbeitet, mit neuer Front und dezent verspoilert. Der Wagen kostet fast doppelt so viel wie das Sonderangebot, nämlich gut 12.150 Euro. Klar, dass die Japaner einiges mehr reinpacken, bis hin zur Sitzheizung oder dem Tomtom-Navisystem samt DAB-Radio und Freisprecheinrichtung. Und natürlich ist der teurere Space Star auch hübscher eingerichtet, mit silbernen Zierelementen und einem Lederlenkrad mit Bedienknöpfen und Klavierlack-Applikationen. Wer nochmal 2.000 Euro drauflegt, bekommt sogar Fahrhilfen wie Spurhalter und Auffahrwarner mit Bremseingriff oder LED-Licht.

Für ein Auto dieser Preisklasse wirkt der Mitsubishi innen sehr ordentlich verarbeitet. Erstaunlich auch, wieviel Platz man in dem nur 3,85 Meter kurzen Fünftürer hat. Selbst auf der Rückbank, die nicht nur als Notunterkunft für die Kids taugt. Und wer mehr als die üblichen zwei Wasserkisten im verspoilerten Heck verstauen will, legt einen oder beide Teile der Rückbank um und bekommt so eine ebene, leicht geneigte Ladefläche.

Mitsubishi Space Star 2020 Foto: Thomas Küppers
Mit der letzten Überarbeitung bekam der kleine Japaner einen Dachspoiler.

An den Schaltern und Knöpfen zeigt sich allerings das etwas betagte Innenraumkonzept. Außerdem lässt sich die Lenksäule nur in der Höhe verstellen und die Ablagen in der Mittelkonsole reichen nur für Kleinigkeiten wie Zigarettenschachteln. Und wer braucht im Kleinwagen zwei Cupholder? Eine rutschfeste Ablage fürs Smartphone wäre sicher zeitgemäßer.

Auch unter der Motorhaube unseres Testwagens werkelt ein Dreizylindermotor, allerdings mit 1,2 anstatt einem Liter Hubraum. Der hat neun PS mehr Leistung als der Basis-Benziner, vor allem aber einen Tick mehr Drehmoment. 106 Nm sind nicht die Welt, reichen aber, um dort spritsparend im fünften Gang bei niedriger Drehzahl dahinzurollen, wo sich der Space Star am wohlsten fühlt: im Stadtverkehr. Passend dazu die leichtgängige Schaltung, eine Lenkung, die man mit einem Finger drehen kann und die übersichtliche Karosserie.

Trotzdem muss der Space Star weder Landstraße noch Autobahn scheuen. Der quirrlige Drilling macht solche Ausflüge munter mit, und weil der Wagen dank Leichtbau keine Tonne wiegt, geht’s angemessen flott voran. Erst am Berg oder beim Überholen geht dem Dreizylinder die Puste aus. Dann heißt es zurückschalten und das Motörchen kräftig drehen. Das strapaziert zwar die Ohren der Insassen, ändert aber wenig am insgesamt geringen Spritverbrauch. Da zeigt sich wieder, dass kleine Motoren für kleine Autos doch die richtige Wahl sind: Auf der 200 Kilometer langen Normrunde von firmenauto verbrauchte der Space Star gerade mal 4,8 Liter. Trotzdem taugt der kleine Mitsubishi nur bedingt zum Kilometerfressen, schon wegen der harschen Federung und der weichen Sitze.

Können wir das Auto trotzdem empfehlen? Schon, aber… Die 12.000 Euro für unseren gut ausgestatteten Testwagen sind angemessen, im Vergleich zum aktuellen Sonderangebot erscheint der Aufpreis jedoch recht happig. Vor allem, weil die Japaner dafür bekannt sind, solche Aktionen häufiger zu wiederholen. Vielleicht bestellen Sie besser zwei Basismodelle, als Incentive-Firmenwagen für verdiente Mitarbeiter, als günstige Mobilitätslösung oder einfach als Ergänzung des Fahrzeugpools? Fünf Jahre Garantie gibt’s gratis dazu.

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