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Neuer Pick-up von Mercedes

Die ersten Fakten zur Mercedes X-Klasse

Mercedes Concept X-Klasse Foto: Mercedes 10 Bilder

Ende 2017 bringt Mercedes einen Pick-up auf den Markt. FIRMENAUTO hat sich den Concept X-Class genannten Prototypen angeschaut.

Vom Kleinwagen bis zum 40-Tonner, vom Roadster bis zum Omnibus deckt der Daimler-Konzern praktisch jedes Fahrzeugsegment ab. Trotzdem gibt es noch einen weißen Fleck in der Modellpalette: Einen Pick-up kann weder Mercedes noch eine andere Konzernmarke bisher liefern. Ende 2017 soll die Mercedes X-Klasse diese Lücke schließen. Mit gut 1,1 Tonnen Nutzlast gehört die X-Klasse zu den sogenannten Midsize-Pick-ups, einem Segment, dem Daimler in den nächsten zehn Jahren ein weltweites Wachstumspotenzial von fast 40 Prozent voraus sagt. Selbst im dicht besiedelten Europa, wo Fahrzeuge wie der VW Amarok, Toyota Hilux oder Ford Ranger zu den Exoten auf den Straßen zählen, sollen die Zulassungszahlen nicht nur nach Meinung der Daimler-Marktforscher in den nächsten Jahren steil nach oben gehen. Kein Wunder, dass auch Fiat oder Renault schon mit eigenen Modellen in den Startlöchern stehen.

X-Klasse kommt nur als Doppelkabine

Technisch basiert die ausschließlich als Doppelkabine angelegte X-Klasse auf dem Nissan Navara, baut ebenso auf einem stabilen Leiterrahmen auf. Doch im Detail gehen die Stuttgarter eigene Wege und setzen beispielsweise eine eigene, neu entwickelte Fünflenker-Hinterachse mit Schraubenfedern ein. Deren Feder-Dämpfer-Setup wurde speziell für hohen Fahrkomfort on- und offroad abgestimmt.

Der Begriff Komfort fällt häufig bei der ersten Präsentation der X-Klasse. Sie soll die Brücke schlagen zwischen Arbeitsgerät im harten Geländeeinsatz und lifestyligem Boulevard-Cruiser für den gut situierten Großstädter. Schon deshalb gibt Daimler dem Fahrzeug einen permanenten Allradantrieb mit zwei Differenzialsperren und Untersetzung mit auf den Weg. Aber eben auch einen Innenraum, der aussieht wie in der C- und V-Klasse, samt großem, frei stehenden Bildschirm und dem Mercedes-typischen Controller in der Mittelkonsole.

Wie im Pkw bauen Radar- und Infrarotsensoren einen 360-Grad-Schutzschild ums Auto auf, elektronische Helfer unterstützen den Fahrer. Keine Frage, dass der Pick-up zudem die gesamte Connectivity-Vielfalt aktueller Mercedes-Modelle bekommt. Das Kommunikationsmodul mit SIM-Karte etwa, das den Wagen mit dem Internet verbindet und einen Hotspot ins Auto bringt. Auch die Telematikdienstleistungen von Mercedes Me Connect werden integriert, samt dazugehöriger App sowie Unfall-, Wartungs- und Pannenmanagement. Und da der Mercedes-Kunde viel Wert auf Individualisierung lege, soll es gleich ein ganzes Sammelsurium an Anbau- und Zubehörteilen geben, vom Bullenfänger bis zum Überrollbügel.

Diesel mit vier und sechs Zylindern

Zum Start bekommt die X-Klasse zwei Diesel mit auf den Weg. Wie stark sie sind, lässt Mercedes noch offen. Aber der hauseigene und für den harten Pickup-Einsatz weiterentwickelte V6 dürfte mindestens für 250 PS gut sein, schon wegen der 3,5 Tonnen Anhängelast. Gekoppelt ist er an die ebenfalls aus Mercedes-Produktion stammende Siebengang-Automatik. Den Einstiegs-Diesel kaufen die Stuttgarter bei Renault-Nissan ein. Auch hier muss man noch über Leistungsdaten spekulieren. Im aktuellen Navara Einstiegsdiesel jedenfalls arbeitet ein 2,3 Liter großer Vierzylinder mit 160 oder 190 PS, der wohl an den Einsatz im Mercedes angepasst wird.

Und wo soll die X-Klasse auf Kundenfang gehen? In Latein- und Südamerika, Australien, Neuseeland, Südafrika und Russland beispielsweise. Also dort, wo die geländetauglichen Laster zum Straßenbild gehören. Ein weißer Fleck bleibt allerdings auf der Weltkarte der Vertriebsabteilung: Die USA lässt Mercedes vorerst links liegen. Für den amerikanischen Highway ist selbst ein rund 5,30 Meter langer Pickup zu klein.

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