Neuzulassungen in Europa

Großkunden retten den Markt

Foto: SP-X

Während der Lockdowns waren die meisten Händler geschlossen. Doch in der zweiten und dritten Welle haben Verfahren wie Click & Collect die Verluste reduziert. Wenigstens Fuhrparkbetreiber haben Autos gekauft.

Im April 2020 hat die Schließung der Autohäuser den Pkw-Markt in vielen Ländern fast komplett wegbrechen lassen. Doch laut Dataforce haben in der zweiten und dritten Welle Verfahren wie Click & Collect die Verluste reduziert. Für das Privatgeschäft gilt das jedoch nur eingeschränkt. Hier führen die Händlerschließungen weiter zu schmerzhaften Verlusten.

Dataforce hatte die europäischen Neuzulassungen im April und November 2020 sowie im Januar/Februar 2021 analysiert. In jedem dieser Zeiträume hat Dataforce die Länder in eine von drei Gruppen eingeteilt: Erstens die Länder, in denen der Autohandel über den gesamten Zeitraum geschlossen wurde, zweitens Länder mit einer Schließung nur in einem Teil des Zeitraums und schließlich jene Märkte, in denen die Autohändler komplett geöffnet blieben. Der Vergleich der prozentualen Veränderungen mit den jeweiligen Vorjahresmonaten liefert dann eine Schätzung über die Auswirkungen der Händlerschließungen.

Im April 2020 kollabierten die Automärkte in den Ländern mit geschlossenen Showrooms. Der durchschnittliche Rückgang lag bei 89 Prozent, während die Neuzulassungen in Ländern mit offenen Showrooms „nur“ um 43 Prozent schrumpften. Das macht einen gewaltigen Unterschied von 46 Prozent aus.

Im November 2020 gab es in einigen Ländern einen zweiten generellen Lockdown. Auch diesmal gab es einen deutlich sichtbaren Unterschied in der Entwicklung der Neuzulassungen, auch wenn sich die Differenz durch Programme wie Click & Collect auf durchschnittlich 18 PP verminderte.

Click & Collect milderte den Lockdown-Schaden

Im Januar und Februar 2021 verringerte sich der Lockdown-Einfluss weiter. Der Unterschied zwischen den Ländern mit offenen und geschlossenen Händlern betrug nur noch 8 Prozentpunkte. Deutlich größer waren die prozentualen Veränderungen innerhalb der Gruppen. Bei Ländern mit Händlerschließungen bewegten sich die Verluste zwischen 38 (Großbritannien) und 14 Prozent (Irland), während die Spanne in Ländern mit geöffneten Händlern von - 45 (Spanien) bis zu + 12 Prozent (Schweden) reichte. Einzelne Faktoren wie Steueränderungen oder die wirtschaftliche Situation waren somit wichtiger als der Lockdown.

Privatmarkt leidet immer noch

Das heißt aber nicht, dass Händlerschließungen keinen Einfluss mehr auf die Neuzulassungen haben. Firmen können sich leichter auf Click & Collect einstellen oder werden von Leasingfirmen und Großkundenbetreuern direkt bedient. Privatkunden hingegen legen Wert auf ein persönliches Gespräch und eine Probefahrt, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Kurzzeitvermieter und Händler und Hersteller brauchen wiederum keine offenen Ausstellungsräume, um ihre Autos zuzulassen, aber ohne eine Perspektive die zugelassenen Autos vermieten oder weiterverkaufen zu können, kürzen sie trotzdem ihre Zulassungen.

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