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Foto: Nissan

Nissan Leaf II (2017)

Was der neue Leaf besser kann

Das weltweit meistverkaufte E-Auto geht in die nächste Runde. Der zweite Nissan Leaf fährt länger, schneller und autonomer.

Mehr Reichweite, mehr Leistung und mehr Autonomie: Nissan hat in Japan die zweite Generation des Elektroautos Leaf vorgestellt. Nach Deutschland kommt der kompakte Fünftürer im Oktober zu Preisen ab 26.848 Euro netto.

Wichtigste Neuerung: die von 250 Kilometer auf bis zu 378 Kilometer gestiegene Reichweite. Möglich macht das ein neuer Akku mit einer Kapazität von 40 kWh, bisher waren maximal 30 kWh im Angebot. Neu ist auch der Elektromotor, der mit 150 PS deutlich kräftiger ausfällt als das 109 PS starke Vorgängertriebwerk. Noch stärker gestiegen ist das Drehmoment: von bisher 254 Nm auf nun 320 Nm. Auf der Straße soll der Leaf nach Möglichkeit allein mit dem Gaspedal gesteuert werden. Beim sogenannten One-Pedal-Driving bremst das Fahrzeug bereits beim Loslassen des rechten Pedals, ohne dass die Bremse getreten werden müsste. So verpufft die Bewegungsenergie nicht als Wärme an den Bremsscheiben, sondern wird vom Elektromotor in Strom für die Batterie gewandelt. Das konnte auch der Vorgänger schon, das neue Modell baut diese Fähigkeit jedoch noch aus. "E-Pedal" nennt Nissan die Technik.

Zoom Nissan Leaf 2017 Foto: Nissan
Das Design ist deutlich gefälliger geworden.

Auch an andere Stelle hat der Leaf technische aufgerüstet. So fährt er nun im Autobahnverkehr zeitweise autonom, das Einparken soll sogar ganz ohne Eingriff des Fahrers gelingen. Darüber hinaus kann die Batterie des Autos auch als mobiler Energiespeicher genutzt werden, etwa um Ökostrom zwischen zu speichern oder Netzschwankungen auszugleichen. Beim Überwachen von Ladezustand und Tankvorgang hilft zudem eine neue Smartphone-App.

Nicht zuletzt wurde der optische Auftritt des Leaf geglättet. Sah man der ersten Generation nicht zuletzt wegen des fehlenden Kühlergrills den alternativen Antrieb auf den ersten Blick an, könnte Auflage zwei mit seiner schwarz abgesetzten Front im Markendesign fast ein konventionelles Kompaktauto sein. Auch der Innenraum wirkt aufgeräumter und weniger exotisch als beim Vorgänger, auch wenn der computermausartige Gang-Wählhebel erhalten geblieben ist.

Zoom Nissan Leaf 2017 Foto: Nissan
Der Innenraum wirkt weniger exotisch.

Beim Preis verlangt Nissan einen leichten Aufschlag gegenüber dem Vorgängermodell mit der kleineren Batterie (24 kWh). So werden künftig mindestens 26.848 Euro für das Fahrzeug inklusive Akku fällig. Das sind knapp 2.520 Euro mehr als zuletzt beim Einstiegsmodell und 840 Euro mehr als bei der reichweitenverlängerten 30-kWh-Variante. Ob es den Leaf auch wieder mit Mietbatterie geben wird, ist bislang nicht bekannt. Genaue Preise will Nissan erst zum Bestellstart im Oktober nennen. Auf der IAA  (14. bis 24. September) wird der neue Leaf übrigens nicht zu sehen sein, Nissan verzichtet auf einen Auftritt auf der Auto-Show.

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Datum

10. September 2017
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