Planung Geschäftsreise

Die besten Apps für unterwegs

Moovel App Foto: Moovel

Übers Smartphone kann man in Sekundenschnelle ein Mietauto, Taxi, Leihfahrrad oder Bahnticket buchen. Mit diesen fünf cleveren Apps lassen sich Geschäftsreisen leichter buchen, abrechnen und organisieren.

Die Schlange am Ticketautomaten ist lang, auch später am Mietwagenschalter stehen noch zwei Kunden vor einem – dabei hat man es doch eilig. Die gute Nachricht: Den Gang zum Mietwagenschalter oder langes Anstehen am Ticketautomaten kann man sich sparen. Denn mittlerweile gibt es Dutzende Reise- und Buchungs-Apps, die vom lokalen ÖPNV bis hin zur Buchung von internationalen Flügen eine riesige Bandbreite abdecken, leicht zu bedienen und meist kostenlos sind. Die schlechte Nachricht: Auch künftig wird man noch mehrere Apps verwenden müssen. Doch die Anbieter erkennen die Zeichen der Zeit, bündeln verschiedene Angebote in einer App, fassen für die Abrechnung mehrere Posten einer Reise zusammen oder verlinken auf Partner-Apps, bei denen man beispielsweise Tickets kaufen kann. Zur schönen Welt der neuen Mobilität gehört allerdings auch ein gewisses Vertrauen in die Anbieter und die Hoffnung, dass sie die eingegebenen Kreditkartendaten optimal schützen.

Sixt Rent, Share, Ride

Sixt App Foto: Sixt
Sixt Mobilitäts App.

Mit Rent, Share, Ride bündelt Sixt gleich drei Angebote. Nach einmaliger Registrierung können Nutzer zwischen Mietwagen, Carsharing oder einem Taxi- und Fahrdienst wählen. Carsharing ist noch nicht in allen deutschen Städten verfügbar, aber zumindest in den wichtigen Metropolen wie Hamburg, Berlin, München und Köln. Die App zeigt freie Fahrzeuge samt Minutenpreis an – die Buchung erfolgt unkompliziert per Klick. Dagegen funktioniert Ride schon in 250 Städten weltweit: Einfach Abhol- und Zieladresse eingeben, prompt zeigt die App verschiedene Taxi- und Fahrdienste an. Sixt bündelt weltweit nach eigenen Angaben mehr als 1.500 Anbieter, darunter Lyft in den USA. In Deutschland kooperiert Sixt mit dem Taxigewerbe. Dank Schnittstellen zu mehreren Firmenreiseportalen können Reisedienste bei der Planung beispielsweise gleich ein Taxi mitbuchen. In den Einstellungen der übersichtlichen App lassen sich ein Firmenratenprofil oder eine bestehende Sixt-Card hinzufügen, bezahlt wird bargeldlos, die Rechnung bekommt der Nutzer per Mail.

Reach Now

Reach Now App Foto: Reach Now
Reach Now Mobilitäts App.

Reach Now (ehemals Moovel) aus dem Joint Venture von BMW und Daimler vereint die Dienste von Car2go, Mytaxi, Drive Now und Nextbike in einer App; zusätzlich lassen sich in Stuttgart über eine Verlinkung zur SSB-App Tickets für den Nahverkehr kaufen. Der Mix aus fünf Mobilitätsdiensten kann sich sehen lassen, doch leider stehen nicht alle Services in jeder Stadt zur Verfügung. Um das Carsharing Drive Now nutzen zu können, muss man zusätzlich die Drive-Now-App installieren. Nützlich ist die Funktion, sich Bus- und Bahnverbindungen zum Ziel anzeigen zu lassen. In einigen Städten, etwa in Stuttgart und Hamburg, können direkt über die App Tickets für den ÖPNV gekauft werden. Nach Nutzung des jeweiligen Mobilitätsdienstes erhält man die Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer per Mail. In den Einstellungen kann zudem eine geschäftliche Rechnungsadresse hinterlegt werden. Seit Kurzem bietet Reach Now auch ein App-basiertes Mobilitätsguthaben, über das Mitarbeiter frei verfügen und das sie individuell einsetzen können, etwa für den ÖPNV, Carsharing, Leihfahrräder oder Car2go-Fahrten.

Tripit

Tripit App Foto: Tripit
Tripit Mobilitäts App.

Wer unterwegs nicht ständig durch Hunderte Mails im Posteingang scrollen möchte, um Details von Flug-, Hotel- oder Mietwagenbuchungen einer Dienstreise zu finden, ist mit Tripit gut bedient. Die App erfasst Reisedaten automatisch, sobald man eine Buchungsbestätigung per Mail erhält; sie lassen sich jedoch auch manuell hinzufügen. Anschließend zeigt die App alle Buchungen einer Reise chronologisch und übersichtlich an, samt Buchungsnummern, Check-in-Zeiten oder Hotelinformationen. Verschiedene Transportmöglichkeiten, etwa per Bus oder Bahn vom Flughafen zum Hotel, zeigt sie ebenfalls. Tickets kaufen kann man aber nicht. Anders bei Flügen und Hotels: In der App gibt es einen Link zum Tochterunternehmen und Buchungsportal Hipmunk, dort lassen sich Flüge und Hotels buchen. Die App eignet sich vor allem für jene, die viel unterwegs sind und dabei den Überblick über mehrere Buchungen einer Reise behalten wollen. Bereits die kostenlose Basisversion umfasst die wichtigsten Features, die Pro-Version für 48,99 US-Dollar pro Jahr bietet zusätzlich unter anderem einen Verspätungsalarm, Infos zur Änderung des Abfluggates, die Möglichkeit, Sitzplätze zu reservieren, oder Informationen zur Wartezeit an den Sicherheitskontrollen am Flughafen.

Moovit

Moovit App Foto: Moovit
Moovit Mobilitäts App.

Die App bietet zwar ausschließlich Informationen zum öffentlichen Nahverkehr, deckt dafür aber über 2.700 Städte in rund 90 Ländern ab. Wer also auf Geschäftsreise in New York die Metro, in San Francisco die Bay Area Rapid Transit oder in Wiesbaden die Busse des Rhein-Main-Verkehrsverbundes nutzen will, findet hier die schnellsten Verbindungen. Bus-, Bahn- und U-Bahn-Linien, Haltestellen, Abfahrts- und Umsteigezeiten – die übersichtliche App zeigt die richtige Verbindung. Dank Favoritenliste sind die Abfahrtszeiten an den bevorzugten Stationen noch schneller ersichtlich. Vor einer Reise können Fahrpläne heruntergeladen und später vor Ort offline genutzt werden. Einziger Wermutstropfen: Ein Ticket lässt sich aus der Moovit-App heraus nicht kaufen, man benötigt entweder die jeweilige ÖPNV-App oder kauft es sich klassisch am Automaten.

Circula

Circula App Foto: Circula
Circula Mobilitäts App.

Mit dem Taxi zum Bahnhof, weiter zum Flughafen und am Zielort mit dem Mietwagen zum Tagungshotel, am nächsten Tag noch ein Geschäfts­essen – schnell sammeln sich während einer Dienstreise ein halbes Dutzend Rechnungen an. Mit Circula können alle Ausgaben gebündelt und schon unterwegs als einzelner Reisebericht abgerechnet werden. Das Unternehmen wirbt damit, die App mit Buchhaltern und Steuerberatern entwickelt zu haben. Da verwundert der üppige Funktionsumfang nicht: Erhält man Rechnungen als PDF, liest die App sie automatisch aus – ein händisches Abtippen der Daten ist nicht nötig. Nach Eingabe der Zielorte berechnet Circula die Fahrtkosten, für die korrekte Abrechnung von Bewirtungsbelegen können Teilnehmer aus Terminen importiert werden, und dank automatischer Währungsumrechnung mit Echtzeit­daten der EZB entfällt das lästige Umrechnen von Hand. Die App unterstützt diverse Exportformate wie PDF, ZIP, CSV. Auch eine Datev-Schnittstelle ist an Bord und erleichtert so den direkten Import in die Finanzbuchhaltungssoftware. Pro Monat und Mitarbeiter kostet die Standardversion der App 7 Euro netto, für größere Unternehmen oder Vielnutzer wird die Enterprise-Version interessant, deren Preis individuell ausgehandelt wird.

Die klassische Lösung: Belmoto Mobility Card

Das Hamburger Unternehmen Belmoto bietet Firmen eine Mobility Card, mit der Mitarbeitern ein Mobilitätsbudget zur Verfügung gestellt wird, im Schnitt rund 350 Euro pro Monat. Über das Budget kann der Mitarbeiter frei verfügen und etwa einen großen Firmenwagen leasen; oder er nutzt es für eine Kombination aus kleinerem Dienstwagen, ÖPNV, Fahrrad, E-Scooter oder anderen Optionen. "Unser Ansatz ist, Kunden den Zugang zu modernen Mobilitätslösungen zu erleichtern und alles mit einer Karte zu bezahlen", erklärt Philip Kneissler, CEO von Belmoto. Dabei ist das Unternehmen ausschließlich Anbieter der Bezahllösung. Eine eigene Buchungs-App sei laut Kneissler in naher Zukunft nicht zu erwarten. Das größte Problem dabei seien die unterschiedlichen Angebote in verschiedenen Städten: "Moia gibt es derzeit nur in Hamburg, Coup nur in Berlin, dazu viele verschiedene Anbieter von Leihfahrrädern – das alles in einer App zu vereinen, ist sehr kompliziert", sagt der Mobilitätsexperte. Zudem funktionieren die einzelnen Apps als Stand-alone-Lösungen in der Regel sehr gut. Besucher oder Dienstreisende werden also weiterhin in den sauren Apfel beißen und sich je nach Stadt und Anbieter eine einzelne App installieren müssen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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