Porsche Taycan Basismodell im Test

Ran an die Firmenkunden

Porsche Taycan 2021, E-Auto, Foto: Porsche 16 Bilder

20.000 Euro weniger für den Basis-Taycan sind ein Wort. Damit kostet der Elektro-Sportler nur wenig mehr als das Tesla Model S.

Über 20.000 Taycan brachte Porsche im ersten Jahr weltweit auf die Straße, 3.200 davon alleine in Deutschland. Nicht schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass der Luxus-Stromer als 4S mindestens 90.000 Euro (alle Preise netto) kostet. Für den Turbo S kassiert Porsche sogar über 150.000 Euro, ohne Extras versteht sich. So blieb der Taycan selbst für die meisten Führungskräfte ein Wunschtraum.

Jetzt aber erweitern die Zuffenhausener das Portfolio nach unten. Das neue, nur Taycan genannte Basismodell steht für etwas über 70.000 Euro in der Preisliste. Da wird sicher der eine oder andere Tesla-Interessent zucken. Denn plötzlich kostet der Porsche nur noch knappe 4.000 Euro mehr als das Model S.

Doch worauf muss man verzichten? In erster Linie auf etwas Power und auf den durch einen zweiten E-Motor an der Vorderachsachse erzeugten Allradantrieb. In Zahlen: 408 statt 530 PS des Taycan 4S, 5,4 statt 4,0 Sekunden von 0 auf 100. Die knapp 5.000 Euro teure Performance-Batterie nivelliert den Unterschied noch etwas, dann stehen beim Kickdown 476 PS sowie 50 Nm mehr Drehmoment zur Verfügung.

Porsche Taycan 2021, E-Auto, Foto: Porsche
Platz da! Der Taycan hat immer einen hohen Aufmerksamkeitswert,

Auch ohne Allrad viel Grip

Doch im Alltag kann man all diese Werte vergessen. E-Autos hängen ja sehr viel spontaner, aggressiver am „Gas“. Die Grenzen heraus zu kitzeln sollte man, wenn überhaupt, höchstens auf der Rennstrecke. Auch 408 PS katapultieren den Fahrer beim Kickdown brachial vorwärts, und im Nu stehen die 230 km/h Topspeed auf der Uhr. Lediglich auf feuchter Piste lässt der Schlupf einen Wimpernschlag lang nach, bis die Elektronik das zuckende Heck einfängt. Und der fehlende Allradantrieb? Lässt sich nicht wegdiskutieren. Andererseits haben die Ingenieure die Fahrhelfer perfekt abgestimmt, sodass der Hecktriebler selbst auf Schnee Grip aufbaut.

Selbst beim Batteriesetting müssen Käufer keine Abstriche machen. Tief unten in dem von Grund auf als Elektroauto entwickelten Sportwagen sitzt der gleiche, 79,2 kWh fassende Akku wie im Taycan 4S. Außerdem verbaut Porsche nun einen doppelt so starken Bordlader. Mit 22 kW Leistung lassen sich kurze Zwischenstopps in der Stadt effektiver nutzen, weil der Wagen das volle Potenzial der meisten Ladesäulen ausnutzt. Für die langen Strecken genügt wie bisher ein kurzer Stopp bei einem der Power-Lader entlang der Autobahnen, wo der Strom mit bis zu 270 kW ins Auto fließt. Eine Ladekarte oder -App ist dafür nicht mehr nötig. Nur den Stecker anschließen und laden, abgerechnet wird im Roaming per Plug and Charge.

Auf unserer 200 Kilometer langen Verbrauchsrunde saugte der mit einer Performanc-Batterie ausgestattete Porsche bescheidene 25,8 kWh/100 Kilometer aus dem Akku. Trotz eineiger schnellen Autobahnpassagen mit 180 km/h und trotz kühlen 5 Grad Temperatur. Damit lag er unter den Werksangaben von 28,0 kWh. Am Schnellader brachte er seine Batterie in rund 35 Minuten von rund 30 auf 80 Prozent und in weiteren 10 Minuten auf 100 Prozent.

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Ansonsten bietet das Einstiegsmodell alle Vorzüge der anderen Versionen: Trotz der sportlichen Auslegung viel Platz, die markenüblich hohe Material- und Verarbeitungsgüte, ein astreines Infotainment- und Bediensystem sowie die gleiche Vernetzung. So lassen sich beispielsweise Updates online aufspielen. Auch neue Komfort- und Assistenzfunktionen wie eine erweiterte Servolenkung oder die aktive Spurführung kommen over the air ins Auto, ohne in der Werkstatt vorfahren zu müssen.

Fahrspaß garantiert

Nun sind auch 70.000 Euro kein Schnäppchenpreis, zumal die umfangreiche Ausstattungsliste Begehrlichkeiten weckt und schnell ein sechsstelliger Betrag zusammenkommt. Auf der anderen Seite bekommt der Käufer nicht nur Zugang zur imageträchtigen Porsche-Welt, sondern kann sich täglich an diversen Detaillösungen erfreuen, die den kleinen, aber feinen Unterschied machen. Rechts oder links an die Ladesäule? Egal, der Taycan hat gleich zwei beleuchtete Anschlüsse. Einfach die Hand an den Sensor halten, und die Klappen surren auf. Und statt eines fummeligen Gummistopfens verschließt eine feste Kunststoffkappe automatisch den erweiterten Anschluss des CCS-Steckers.

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Der Fahrspaß ist ebenfalls garantiert. Je nach Einstellung liegt auch dieser Taycan wie das sprichwörtliche Brett - oder federt sehr manierlich. Dank hohem Fahrkomfort und gut 350 Kilometern Praxisreichweite (431 km nach WLTP) sind lange Strecken also gut machbar. Keine Frage, die Luft für Tesla wird dünner.

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