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SUV: Pseudo-Kraxler im Trend

Fünf Offroader für die City

Ford Fiesta Foto: Ford 5 Bilder

Manche Automode ist nur von kurzer Dauer. Doch Kleinwagen im Offroad-Kleidchen gehören seit bereits mehreren Modellgenerationen zum festen Repertoire vieler Hersteller.

Es war in den frühen Nullerjahren, als erste Kleinwagenmodelle mit Robustbeplankung und leichten Machoallüren von sich Reden machten. Kunden, denen ein frugales Stadtmobil nicht mehr reichte, konnten sich fortan mit Rover Streetwise oder Citroen C3 X-TR noch forscher ins Großstadtdschungel-Abenteuer stürzen. Das wilde Versprechen dieser Crossover-Modelle war von allerdings rein äußerer Natur, ganz dem Credo der 80er-Jahre entsprechend, als hochgestylte Haare und Schulterpolster mehr den Schein als das Sein betonten. Doch statt als kurzlebige Modeerscheinung wieder in einer der meist weiträumig umfahrenen Versenkungen zu verschwinden, haben sich die kleinen Pseudo-Offroader im Kielwasser des nicht enden wollenden SUV-Booms als feste und mittlerweile variantenreichere Kategorie etabliert.

Auch wenn das Möchtegern-Gehabe dieser SÜVchen aufgesetzt erscheinen mag, bietet es doch zugleich handfeste Vorteile, da diese, anders als echte SUV, auf eine wuchtige Karosserie und ein teures Offroad-Technikarsenal mit 4x4-Fahrwerk verzichten. Und das ist eigentlich sehr vernünftig, denn zu 99 Prozent nutzen SUV- und Geländewagen-Besitzer derlei nicht. Statt sich im Kraxel-Kosmos auszutoben, verweilen ihre Fahrer meist brav in der Komfortzone seichter Asphaltwege. Nebenbei spart man im Vergleich zum echten SUV Geld beim Kaufpreis und schont die Umwelt, denn kleine Möchtegern-Offroader sind keine Spritfresser.

So auch der noch junge Ka+ Active von Ford, der mit rund 11.000 Euro (alle Preise netto) nur 840 Euro teurer als der vergleichbare Standard-Ka+ ist und dafür zusätzlich Crossover-Body-Kit, Fahrwerkshöherlegung und weitere Extras bietet. Mit Dieselmotor liegt sein Verbrauch bei rund vier Liter, mit Benziner bei knapp unter sechs. Umfangreicher ausgestattet und sparsamer ist der rund 12.600 Euro teure Markenbruder Fiesta Active, der eine gute Alternative zum SUV-Modell Ecosport ist. Bei Ford sind Pseudo-SUVs derzeit besonders angesagt, denn auch der neue Focus kommt Anfang 2019 als Active. Mit Crossover-Kleid, mehr Bodenfreiheit und einigen Extras, versteht sich.

Opel Karl Foto: Opel
Auch den Opel Karl gibt es im Crossover-Stil.

Beim Mitbewerber Opel stehen ebenfalls gleich zwei Pseudo-Kraxel-Zwerge im Programm, die ebenfalls leicht über den Dingen thronen und optisch so tun, als würden ihnen Parkrempler nichts ausmachen. Neben dem Karl Rocks (ab rund 10.900 Euro) gibt es noch den Adam Rocks für rund 13.860 Euro. Fiat hat mit dem Panda lediglich eine Kleinwagenbaureihe mit Abenteuer-Upgrade. Allerdings traditionell in zwei Ausführungen: Neben dem ab 11.500 Euro erhältlichen Panda City Cross, der bereits im Namen seinen gespaltenen Charakter andeutet, gibt es noch den Cross 4x4, der technisch sogar halten kann, was sein Äußeres verspricht: Dieses Auto darf auch ins Gelände. Allerdings: Momentan ist der Allradler in Deutschland nicht verfügbar.

Auch bei VW hat sich das Angebot verkleinert, denn einen neuen Cross Polo gibt es bisher nicht, dafür aber weiterhin den Cross Up, der ab 12.200 Euro zu haben ist. Das Up-Schwestermodell Citigo steckt Skoda hingegen in kein Abenteuer-Kleidchen, eine Ehre, die allein dem Fabia Combi alias Crossline gebührt. Dieses SÜVchen ist schon recht erwachsen, was sich auch am Preis von gut 15.130 Euro zeigt. Besonders günstig ist übrigens der Dacia Sandero Stepway, der nur etwas über 8.400 Euro kostet, sich allerdings, sieht man von einer 90-PS-Motorsierung und den 16-Zoll-Rädern ab, bei der Ausstattung bescheiden gibt. Deutlich mehr Platz und mehr Ausstattung bekommt man beim 10.450 Euro teuren Dacia Logan MCV Stepway, der sogar in der Basisversion über Parkpiepser hinten, Tempomat, Klimaanlage, Multimediasystem und Lederlenkrad verfügt. Eine interessante Preis-Leistungs-Alternative ist der neue Lada SW Cross Vesta, der in der rund 13.450 Euro teuren Basis neben schicker Optik und 106 PS auch Nettigkeiten wie Sitzheizung und Klimaautomatik bietet.

Kia Picanto X-Line Foto: Kia
Auch die Kleinsten können auf dicke Hose machen: der Kia Picanto X-Line.

Etwas teurer und deutlich kleiner ist Kias Picanto als X-Line, der für rund 13.900 Euro mit Rückfahrkamera, großem Multimedia-Touchscreen, Tempomat und Sitzen in Lederoptik gerüstet ist. Bei der Schwestermarke Hyundai fällt der einzig angecrosste Kleinwagen eine Nummer größer aus: Den i20 als im Kampf um enge Parklücken gut gerüsteten Active kann man in der recht einfachen Ausstattung Pure schon ab rund 12.600 Euro bekommen. Einen besonders konsequenten Weg ist übrigens der französische Hersteller Citroen gegangen, der, statt wie mit dem eingangs erwähnten C3 X-TR nur eine Ausstattungsversion anzubieten, die Baureihe C3 standardmäßig mit Offroad-Zutaten aufbrezelt. Allerdings in den einfachen Ausstattungen Live (ab rund 10.080 Euro) und Feel in optisch dezenter Form, während ab der höherwertigen Version Shine (ab 14.070 Euro) zusätzlich Airbumps für eine noch kernigere Optik sorgen.

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