Realverbrauch von Firmenwagen

Der Irrglaube vom Plug-in Hybriden

BMW 2er Active Tourer 2016 Foto: BMW

Plug-in Hybride sind sauber. Aber nur, wenn man sie richtig einsetzt. Sonst stoßen sie im realen Verkehr sogar mehr CO2 aus als Diesel-Modelle, wie eine Studie zeigt.

Der Diesel ist in Verruf geraten. Er sei schmutzig und die Angaben zur Abgasmessung von den Herstellern geschönt. Schon rollt die grüne Welle an und alle schwärmen vom Plug-in Hybriden als Firmenwagen. Dass dessen Fabelverbrauchswerte aber ebenfalls nur Schall und Rauch sind, ignorieren viele Unternehmen. Doch die Differenz zwischen NEFZ- und realem Verbrauch im Straßenverkehr fällt beim Teilzeitstromer noch verheerender aus, wie jetzt eine Studie des Anbieters von Mobilitätslösungen TMC zeigt.

Insgesamt überprüfte TMC den Verbrauch von sieben Plug-in-Hybrid-Modellen verschiedener Marken im regulären Einsatz von Flotten in Großbritannien. Statt der versprochenen 2,2 Liter pro 100 km verbrauchten die Plug-in Hybride tatsächlich durchschnittlich 6,3 Liter Kraftstoff, was einem CO2-Ausstoß von 168 g/km entspricht. In einer Studie Anfang des Jahres wurden die Realverbräuche von 20.000 Diesel-Fahrzeugen gemessen. Diese kamen umgerechnet auf eine CO2-Emission von 159 g/km, liegen somit sogar unter den Werten der Plug-in Hybride. Wie aus der Studie hervorgeht, werden Plug-in Hybride nur selten, teilweise sogar gar nicht mit Strom nachgeladen. Außerdem seien Plug-in Hybride zu oft auf Langstrecken im Einsatz.

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