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Reifen

Billig kann ganz schön teuer werden

Der Bundesverband Fuhrparkmanagement nimmt Stellung zu aktuellen Themen. Heute: Reifenkosten

Das Gesetz der Wirtschaft verbiete es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten, meinte der englische Sozialphilosoph John Ruskin (1819-1900). Schauen wir uns eines der vielen genormten Produkte an: das Toastbrot. Was ist da genormt? Geschmack und Haltbarkeit? Eher nicht. Form, Maße und Konsistenz aber schon. Die Scheiben sollen ja in einen Standard-Toaster passen. Aber muss ein Toastbrot für 55 Cent genauso schmecken wie eines für 1,99 Euro? Nein, denn sie unterscheiden sich in Rezeptur und Zusammensetzung der Rohstoffe qualitativ. Sonst hat einer der Produzenten falsch gerechnet.

Dieses Beispiel leuchtet wie das Ruskin-Zitat ein. Warum sind wir denn dann so ein Volk von Sparfüchsen und Billigheimern?

Beim Reifenkauf haben manche Fuhrparkentscheider anscheinend das oben genannte Prinzip nicht verstanden. Sie glauben, bei Reifen mit Typengenehmigung gebe es keine Unterschiede. Kostet also Typ A 100 Euro mehr als Typ B, greift man einfach zum Günstigeren. Doch, oh Wunder: Billige Reifen schneiden bei Reifentests regelmäßig schlechter ab als etwas teurere Modelle. Und das ist ähnlich wie beim Toastbrot: Überprüft werden bei der Erteilung der Typgenehmigung lediglich die technischen Abmessungen und die Anforderungen an Beschriftung, Verschleißanzeiger etc.. Und zwar auf der Rolle unter Laborbedingungen. Sind keine Auffälligkeiten zu erkennen, darf der Reifen mit der entsprechender Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsindex in den Handel.  Profildesigns und Gummimischung spielen für die Typgenehmigung keine Rolle. Aber genau diese beiden Parameter sind es, die den Reifen im Handling stark beeinflussen.

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Datum

19. Januar 2017
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