Renault Master und Trafic

Facelift und neue Motoren

Renault Facelift für Transporter Foto: Renault 18 Bilder

Renault erneuert seine Nutzfahrzeug-Palette. Im Zentrum des Facelifts stehen die Baureihen Trafic und Master. Doch auch der Pick-up Alaskan bekommt ein Update.

Die auffälligste Neuerung ist die Front der Modelle. Vor allem beim Master hat Renault dort deutlich Hand angelegt, um ihm den aktuellen Markenlook zu verschaffen. Zunächst wird die Schnauze ab September ein wenig wuchtiger. Der neu gestaltete Kühlergrill steht dadurch senkrecht im Wind. Renault will den Master dadurch bulliger gestalten – ja, man sehe sogar Anleihen von mächtigen US-Trucks. Tatsächlich ist so aber mehr Platz für die horizontalen Chromspeichen um und unterhalb der Renault-Raute. Dazu kommen LED-Tagfahrlichter in C-Form.

Doch nicht nur beim Außendesign profitiert der neue Master. Das Facelift geht auch im Innenraum weiter. Renault selbst spricht von einem straffer gezeichneten Instrumententräger. Auffälliger ist jedoch die neue Infotainment-Einheit, die wie eine Schokoladentafel auf dem Armaturenträger herauspoppt. In der wertigsten Ausbaustufe – im Zweifel trägt der Master dort nämlich nur zwei Ablagefächer – verbaut Renault das auch aus den Pkw-Baureihen bekannte Touchscreen-System. Im Kombiinstrument ergänzt ein fünf Zoll messendes Display die Cockpit-Uhren. Dazu kommen ganz unelektronische Neuerungen: Ein ausfahrbares Vesper- oder Arbeitsbrett erleichtert der Besatzung den Alltag. Dazu gibt es eine praktische Schublade mit viel Platz oberhalb des eigentlichen Handschuhfachs.

Neue Motoren, Facelift auch für Stromer

Unterm Blech hat sich Renault der Antriebstechnik gewidmet und den 2,3-Liter großen dCi Turbodiesel mit Twin-Turbo-Technik überarbeitet. Das Aggregat leistet nun bis zu 180 PS bei 400 Nm Drehmoment, braucht dafür aber, zumindest gemäß NEFZ-Zyklus, bis zu einem Liter weniger Diesel auf 100 Kilometer. Dank SCR-Katalysator mit Adblue erfüllt der neue Master die Abgasnorm Euro 6d-Temp beziehungsweise Euro VI für Lkw. Dazu kommen Assistenzsysteme wie die Seitenwindstabilisierung, Toter-Winkel-Warner und Rückfahrkamera.

Neben dem verbrennunsgetriebenen Master mit Dieselmotor kommt auch der Stromer Master Z.E. in den Genuss des Facelifts. Anders als beim Diesel verändert Renault aber nichts am E-Antriebstrang. Der Z.E. kommt also nach wie vor mit einer 33 kWh großen Batterie – gut für 120 Kilometer – und einem etwas dünnen 57-kW-Motor.

Trafic: größerer Motor, weniger Verbrauch

Fast ähnlich umfangreich hat Renault den Trafic überarbeitet. Im Innenraum bleibt es jedoch bei Details: Der Trafic bekommt neben stärkerer USB-Buchsen (zwei Ampere) ein neues Infotainment spendiert. Dazu fassen Fahrer und Beifahrer an Türgriffe in satinierter Metalloptik.

Außen trägt aber auch der Trafic das neue Gesicht. Dafür musste Renault die Front aber nicht ganz so tiefgreifend überarbeiten wie beim Master. Natürlich bekommt auch der mittlere Renault-Transporter neue LED-Lichter, sogar als Voll-LED-Scheinwerfer. Die sind praktisch wartungsfrei ausgelegt. Renault spricht von einer Lebensdauer von rund 400.000 Kilometern.

Beim Antrieb dreht Renault einen lange Jahre gängigen Trend um. Fast hat sich die Fachwelt daran gewöhnt, dass kleine 1,6-Liter-Motörchen ein drei Tonnen schweres Nutzfahrzeug antreiben sollen. Damit ist jetzt aber Schluss. Der neue hat standesgemäße zwei Liter Hubraum. Daraus schöpft Renault zwischen 120 und 170 PS Leistung bei maximal 280 Nm Drehmoment. Trotzdem sinkt der Verbrauch bei der mittleren Stufe mit 145 PS laut Werksangabe um 0,6 Liter. Wie beim Master sorgt SCR dafür, dass der Wagen die Euro 6d-Temp-Norm erfüllt.

Alaskan mit mehr Nutzlast

Der Pick-up Alaskan trägt seit jeher das chromglänzende Markengesicht zur Schau. Da besteht also kein Handlungsbedarf. Beim kleinen Facelift geht es an die inneren Werte. So steigt die Nutzlast auf 1,1 Tonnen. Je nach Basis bedeutet das eine Steigerung um 127 oder 146 Kilogramm. Dazu hat Renault die Hinterradaufhängung verstärkt. Gleichzeitig verzögern beim Alaskan künftig Scheiben- statt Trommelbremsen. Dazu kommen Notbremsassistent und Anhängerstabilitätskontrolle. Wie bei den Kollegen ermöglicht das neue Infotainmentsystem ab Herbst Android Auto und Apple Carplay.

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