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Sitzprobe Mercedes A-Klasse (2018)

So chic wird das neue Cockpit

Interieur Cockpit Mercedes A-Klasse 2018 Foto: Daimler 6 Bilder

Offiziell startet die neue A-Klasse erst 2018. Einen Vorgeschmack auf die vierte Generation gibt uns Mercedes dennoch: Absolutes Highlight ist das neue Cockpit mit Widescreen.

Sie ist weder das Flaggschiff des Konzerns noch bringt sie die Eleganz eines S-Klasse Coupés mit und dennoch ist die A-Klasse für Mercedes etwas ganz Besonderes. Schließlich steht die Kompaktklasse sinnbildlich für die kontinuierliche Verjüngung der Marke in den letzten Jahren. Mit der Einführung des aktuellen Modells im Jahr 2012 krempelte Mercedes nach und nach das Design all seiner Modelle um. Jung, digital und vernetzt: So lautet seither die Marschrichtung. 2018 steht die vierte Generation der kompakten Baureihe an.

Zwei 10,25 Zoll große Displays hinter einer Glasscheibe

Mercedes schickt uns in eine unscheinbare Lagerhalle am Stadtrand von Stuttgart. In einem abgedunkelten Raum wartet ein Vorserienmodell auf uns. Vom Außendesign will Mercedes noch nichts verraten. Der Wagen hat eine Folierung im Zebra-Look, damit unsere Augen die Konturen im Dunkeln nur schwer wahrnehmen können. Das Einzige was strahlt, ist die Ambientebeleuchtung im Auto. Energiesparende LED-Lichtbänder erhellen den kompletten Innenraum in warmem Licht. Das sieht richtig chic aus und haben meist nur Autos ab der Mittelklasse aufwärts. Wir könnten jetzt das ganze Programm aus 64 Farben durchspielen, belassen es aber beim dezenten Gelbton im Fußraum, während sich die turbinenartigen Lüftungsdüsen (kennen wir aus dem E-Klasse Coupé) und der Lichtgraben des zweigeteilten Armaturenbretts dem blauen Lichtschimmer des Widescreens anpassen.

Interieur Cockpit Mercedes A-Klasse 2018 Foto: Daimler

Den riesigen Bildschirm übernimmt die A-Klasse aus der S-Klasse. In der Kompaktklasse steht er allerdings frei, ohne Kunststoffhutze darüber. Solch einen riesigen Display-Klotz sind wir in einem kompakten Auto gar nicht gewohnt. Das Beste: Jeder A-Klasse-Kunde kommt in den Genuss des Widescreens, er ist serienmäßig. In der Standardausführung sind die beiden zusammengeführten und frei stehenden Displays sieben Zoll groß. Die linke Seite dient als digitale Instrumententafel, auf dem rechten Bildschirm bedient der Fahrer das Infotainmentmenü. Ein analoger Tacho oder Drehzahlmesser gehört bei der A-Klasse somit der Vergangenheit an.

Gegen Aufpreis wachsen die Bildschirme auf bis zu 10,25 Zoll (26 cm Diagonale), die dann hinter Verbundglas stehen. Über ein Touchpad an der Mittelkonsole lassen sich die Inhalte steuern. Der Drehdrücksteller entfällt. Einen klassischen Automatikwählhebel gibt es nicht, die Automatikstufen legen wir am Lenkstockhebel ein. Der ist genauso neu, wie fast alle Schalter und Hebel im Cockpit. So auch die Kippschalter für die Klimaregelung oder die Tasten zur Steuerung der elektrischen Sitzverstellung.

Komfort-Highlights wie Massagesitze und Sitzventilation

Die neue A-Klasse bietet Mercedes in den Ausführungen Style, Progressive (ersetzt die Linie Urban) und AMG Line an. Wobei Style die Einstiegsvariante für junge Dienstwagenfahrer bildet und Progressive exklusivere Extras wie etwa offenporige Hölzer oder echtes Alu-Dekor mitbringt. Generell versucht Mercedes seine A-Klasse aufzuwerten. So kann der Fahrer wie in der S-Klasse über zwei Touchflächen am Lenkrad die wichtigsten Einstellungen steuern. An besonders heißen Sommertagen kühlen Luftströme in den Sitzflächen und Sitzlehnen die vorderen Passagiere ab. Sogar eine Massagefunktion ist in der Preisliste aufgeführt. Die Farbpalette an Außenlackierungen wird umfangreicher, es dominieren aber dezente Schwarz- und Grautöne. Auffällig sind allenfalls das knallige Gelb und Rot, das peppige Dunkelgrün des aktuellen Modells entfällt.

Interieur Cockpit Mercedes A-Klasse 2018 Foto: Daimler

Obwohl Mercedes an der sportlichen Karosserieform der A-Klasse festgehalten hat, konnten die Ingenieure das Raumangebot steigern. Auf den vorderen Sitzen haben wir in alle Richtungen etwas mehr Luft. Hinten stört uns aber die tief montierte Bank. Unsere Schenkel berühren kaum noch die Sitzauflage. Ein- und Ausstieg fällt leicht und auch die Rundumsicht passt – soweit wir das im dunklen Raum erkennen können. Der Kofferraum wächst um 29 Liter auf 370 Liter. Oder wie es Mercedes ausgerechnet hat: Die Kompaktklasse nimmt nun zwei Getränkekisten mehr auf. Die Ladeluke fällt dank zweigeteilter Heckleuchten 20 Zentimeter breiter aus. Da fällt das Beladen künftig deutlich leichter. Zumal der Laderaum auch 11,5 Zentimeter länger ist.

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