Skoda iV

Eigene Marke für Elektroautos

Skoda, Superb, HEV, 2020, E-Auto, Elektroauto, Wallbox Foto: Skoda

Skoda bündelt E-Fahrzeuge unter Dach einer eigenen Submarke. Den Beginn machen Citigo-E iV und Superb iV.

Jetzt bricht auch bei Skoda das Elektro-Zeitalter an. Zwar dauert es noch bis 2020, bis die Tschechen ihren eigenen Stromer auf Basis von Volkswagens Modularem Elektro-Baukasten (MEB) erhalten. Doch mit dem neuen Citigo-E iV und dem Plug-in-Hybriden Superb iV stehen die ersten beiden elektrifizierten Fahrzeuge in den Startlöchern.

Eigene Mobilitätsdienstleistungen geplant

Gleichzeitig führen die Tschechen die neue Submarke iV für alle künftigen Elektro-Autos und Mobilitätslösungen, wie etwa Wallboxen oder Online-Dienste zur Reservierung von Ladesäulen, ein. In den kommenden fünf Jahren will Skoda zwei Milliarden Euro in die Stromer-Technik investieren, bis 2022 sollen zehn elektrifizierte Modelle im Angebot sein. Nur drei Jahre später wird der Anteil der E-Fahrzeuge am Gesamtabsatz schon auf rund 25 Prozent gestiegen sein, so Skoda Chef Bernard Maier.

Der Start des Citigo-E iV läutet gleichzeitig das Ende der herkömmlich angetriebenen Kleinstwagen bei Skoda ein; Benziner und auch die Erdgas-Version des Citigo sind bereits nicht mehr bestellbar. Mit der Produktion des Stromers will Skoda im zweiten Halbjahr 2019 beginnen, wann die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden, steht noch nicht fest.

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Ab Ende des Jahres wird es den kleinen Citigo nur noch mit E-Antrieb geben.

Den Antrieb des viersitzigen City-Flitzers übernimmt künftig ein 83 PS starker Elektromotor. Der stellt seine 210 Newtonmeter vom Stand weg bereit und bringt den Citigo in 12,5 Sekunden auf Tempo 100; maximal schafft der 3,60-Meter-Floh 130 km/h. Der Strom lagert in einem 36,8-kWh-Akku mit 168 Zellen, verbaut ist die 110 mal 170 Zentimeter große, aber nur 30 Zentimeter hohe Batterie im Fahrzeugboden. Die maximale Reichweite gibt Skoda mit 265 Kilometern an. Geladen werden kann der Akku per CCS-Stecker an einem 40-kW-Gleichstromlader in einer Stunde (80 Prozent Ladung), an einer 7,2-kW-Wallbox dauert das Tanken gut vier Stunden; zuhause an der Standard-Steckdose sollte man sogar zwölf Stunden für eine Akkufüllung einplanen.

Ebenfalls noch nicht eingepreist ist der Superb iV, den Skoda zusammen mit dem Facelift seines Flaggschiffs als ersten Plug-in-Hybriden einführt. Im Fahrzeugboden des Superb schlummert ein 13-kWh-Akku, der das Kofferraumvolumen um rund 150 Liter auf 485 Liter (Limousine) respektive 510 Liter (Kombi) einschränkt. Den Antrieb übernimmt eine Kombination aus 1,4-Liter-Benziner (156 PS), E-Motor (116 PS) und Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Zusammen stellen beiden Motoren 218 PS bereit, zu den Fahrleistungen macht Skoda allerdings noch keine Angaben. Fest steht: Der Plug-in-Hybrid soll eine rein elektrische Reichweite von bis zu 55 Kilometer schaffen. Aufladen lässt sich der Akku über die Steckdose im Kühlergrill mit bis zu 3,6 kW in dreieinhalb Stunden. Optisch unterscheidet sich der Hybrid in Details an der Front vom Standard-Superb, außerdem macht er beim Rollen mit dem Soundgenerator E-Noise auf sich aufmerksam.

Beide Stromer können mittels Skoda Connect auch per Smartphone-App kontaktiert werden. So lässt sich zum Beispiel der Ladevorgang aus der Ferne überwachen oder die Klimatisierung starten. Vor allem beim rein elektrischen Citigo-E ist die Vorklimatisierung während er noch am Ladekabel hängt sinnvoll: So muss während der Fahrt weniger Strom dafür verbraucht werden und die Reichweite leidet nicht unter dem Wärme- beziehungsweise Kühlungsbedürfnis des Fahrers.

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