Sprachsteuerung im Auto

Diktieren am Lenkrad nicht ohne Risiko

Foto: Ford

Die Sprachsteuerung im Auto gilt als besonders sicher. Eine neue Studie stellt das nun in Frage.

Während der Autofahrt eine SMS ins Handy zu tippen, ist extrem gefährlich. Moderne Pkw-Modelle bieten ihren Fahrern daher immer häufiger eine Sprachsteuerung für das Verfassen von Textnachrichten an. Aber auch das sorgt für Ablenkung – und ist gefährlicher als das Handy-Telefonieren ohne Freisprechanlage, wie nun eine Studie ermittelt hat.

Bei der Untersuchung im Auftrag des amerikanischen Automobilclubs AAA wurden mehrere fahrfremde Tätigkeiten hinsichtlich ihrer Ablenkungs-Wirkung überprüft. Das Diktieren von Nachrichten, etwa Mails oder SMS, fordert den Fahrer mental demnach dreimal stärker als das reine Steuern des Autos. Für das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung liegt der Ablenkungswert lediglich 2,27 Mal höher. Selbst wer das Handy von Hand bedient, fährt sicherer als jemand, der seinem Auto eine Nachricht diktiert. Der Ablenkungswert beträgt lediglich 2,45.

Relativ risikolos ist das Radiohören mit einem Ablenkungswert von 1,21. Etwas fordernder ist mit 1,75 das Hörbuch-Hören. Gespräche mit Passagieren kommen auf einen Wert von 2,33. Als Referenz nutzten die Wissenschaftler den sogenannten OSPAN-Test, bei dem die Fahrer gleichzeitig Mathe- und Merkaufgaben lösen müssen. Er simuliert die maximale kognitive Belastung bei Multitasking und erreicht einen Ablenkungswert von 5,0.

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