Spritkosten, Kfz-Steuer und mehr

Was sich 2021 ändert

Foto: Fotolia/Petair

2021 ist das Jahr des CO2-Preises. Das hat Auswirkungen auf die Fuhrparkkosten – und auch für Dienstwagenfahrer ändert sich einiges.

CO2-Ziele der Autohersteller

Ab 2021 wird es ernst: Dann dürfen neu zugelassene Pkw im Schnitt nur noch 95 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen. Das entspricht 3,6 Liter Diesel oder 4,1 Liter Benzin je 100 Kilometer, gemessen nach der alten NEFZ-Norm. Darüber drohen den Herstellern empfindliche Strafzahlungen. Einige Autokonzerne kooperieren untereinander, um die strengen Ziele zu erreichen, andere nehmen Modelle aus dem Programm oder verkaufen Kleinbusse bevorzugt mit eingebauter Küche, um sie als Wohn­mobil der Pkw-Statistik zu entziehen.

Sprit wird teurer

Ab 2021 gibt es einen fixen CO2-Preis von 25 Euro je Tonne. Er wird bis 2025 auf 55 Euro je Tonne ansteigen. Für das kommende Jahr bedeutet das um etwa sieben Cent teureres Benzin, Diesel steigt um etwa acht Cent im Preis. Dazu kommen gut drei Cent durch die Rückkehr zu 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Strompreise dürften sich durch die sinkende EEG-Umlage stabil entwickeln.

Erfassung von Verbrauchsdaten

Ab Januar ist die neue Abgasnorm Euro 6d-ISC-FCM für alle Neuzulassungen verpflichtend. ISC steht für In-Service-Conformity und heißt, dass Hersteller auch später in Form von Stichproben nachweisen müssen, dass ein Auto seine Abgasnorm einhält. FCM steht für Fuel Consumption Monitoring. Den realen Kraftstoffverbrauch über den gesamten Fahrbetrieb speichert dann jedes Auto ab, über eine Diagnoseschnittstelle kann er ausgelesen werden. Die anonymisierten Daten sollen künftig für genauere Verbrauchsangaben sorgen. Außerdem sinken mit der neuen Abgasnorm die Emissionsgrenzwerte im Realbetrieb: Sie dürfen die Prüfstandswerte jetzt nur noch um das 1,5-Fache übertreffen.

Abgas Foto: Fotolia/Sergey Rasulov
Den realen Kraftstoffverbrauch über den gesamten Fahrbetrieb speichert künftig jedes Auto ab.

Kfz-Steuer steigt

Wie bisher berechnet sich die Kfz-Steuer nach Hubraum und CO2-Ausstoß. Neu ist die stärkere Gewichtung der zweiten Komponente. Damit steigt die Steuer vor allem für Spritschlucker deutlich an. Bis zu einem CO2-Ausstoß von 115 Gramm je Kilometer ändert sich nichts, darüber wird es deutlich teurer. Für bereits zugelassene Pkw bleibt alles gleich.

CO²-Ausstoß Steuer je g/km CO2 (ab 95g):

  • 95-115 g/km 2,00 Euro
  • 116-135 g/km 2,20 Euro
  • 136-155 g/km 2,50 Euro
  • 156-175 g/km 2,90 Euro
  • 176-195 g/km 3,40 Euro
  • Pber 195 g/km 4,00 Euro

Digitalradio für alle

Bereits ab dem 21.12.2020 müssen Radios in ­Neufahrzeugen auch den digitalen Hörfunk DAB+ empfangen können. Damit ist störungsfreier ­Empfang nicht länger aufpreispflichtig.

Firmenwagen-Extras Foto: Hanno Boblenz
Bereits ab dem 21.12.2020 müssen Radios in Neufahrzeugen auch den digitalen Hörfunk DAB+ empfangen können.

Pendlerpauschale steigt

Für Dienstwagen- und sonstige Autopendler gibt es gute Nachrichten: Die Pendlerpauschale steigt von 30 auf 35 Cent je Kilometer. Allerdings können die höheren Werbungskosten erst ab dem 21. Entfernungskilometer geltend gemacht werden, für die ersten 20 Kilometer bleibt es bei 30 Cent.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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