Studie zu Diesel-Preisen

Teure Markterholung

Foto: Pro Motor

Der zuletzt wieder steigende Marktanteil von Diesel-Autos ist einer Studie zufolge teuer erkauft. Ein hohes Rabattniveau sorgt für weniger Einnahmen.

Die Erholung des deutschen Dieselautomarkts ist vor allem auf hohe Rabatte der Hersteller zurückzuführen. Vor allem bei VW hätten zuletzt hohe Nachlässe die Nachfrage angekurbelt, wie aus der regelmäßigen Rabattstudie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Demnach werden Golf-Neuwagen mit Dieselmotor bei Vermittlern im Internet mit bis zu 28,8 Prozent Preisvorteil angeboten. Bei den Benzinermodellen wird lediglich um 14,7 Prozent vom Listenpreis abgerückt.

Zahlreiche Hersteller verknüpfen ihre Umwelt- oder Eintauschprämien mit dem Kauf eines neuen Diesel-Pkw sowie zusätzlichen Verkaufsprämien. Vermutlich wolle man durch die Preisnachlässe für Diesel-Neuwagen das weitere Ansteigen der CO2-Werte beim Flottenverbrauch abbremsen, um Strafzahlungen bei der EU zu vermeiden, so CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer. Allgemein bezeichnet der Experte das Rabattniveau auf dem deutschen Neuwagenmarkt weiterhin als hoch. Der von seinem Institut monatlich veröffentlichte Rabattindex ist von 152 Punkten im Februar auf 153 Punkte gestiegen.

Der Marktanteil des Diesels steht seit Bekanntwerden des Abgasbetrugs von VW unter Druck. Zuletzt erholte sich die Nachfrage jedoch: Im Februar legten die Neuzulassungen um 3,0 Prozent zu, der Selbstzünder-Anteil betrug 32,6 Prozent.

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