Land Rover Velar 7 Bilder Zoom
Foto: Land Rover

SUV-Boom

Die neuen SUV des Jahres 2017

Auch im Fuhrpark kommt man am SUV nicht vorbei. Wir zeigen, was die Hersteller demnächst auf die Straßen schicken

Die TV-Werbung bringt die schöne heile Welt ins Wohnzimmer. Glückliche Familien cruisen im neuen SUV über leere Küstenstraßen, strahlende Kinderaugen entdecken vom Rücksitz aus die üppige Natur, verliebte Pärchen finden romantisch verschwiegene Plätzchen. Und wenn Papa der Hafer sticht, biegt er ins Gelände ab und zieht eine lange Staubfahne hinter sich her. So ein SUV, perfekte Mixtur aus Kombi und Geländewagen, bringt eben Freiheit, Abenteuer und Wohlbefinden. Sagen jedenfalls die Werber.

Die Fernsehspots für die wichtigsten Genf-Neuheiten sind sicher längst abgedreht. Kein Problem bei der Neuauflage des nicht nur in Deutschland meistverkauften Volvo-Modells. Der XC 60 macht schon äußerlich viel her, versprüht trotz optischer Verwandtschaft zum XC 90 genügend Eigenständigkeit. So darf er schon heute die Neugestaltung von Instrumenten und Infotainment präsentieren, auf die das größere Flaggschiff noch warten muss. Auch die ohnehin schon beeindruckende Fülle von Assistenzsystemen wurde noch erweitert. Erkennt der Bordrechner einen drohenden Unfall, gibt er den Befehl zum automatischen Ausweichen. Das funktioniert zwischen 50 bis 100 km/h. Zum Marktstart kann aus vier Motoren gewählt werden, zwei Diesel und zwei Benziner. Leistungsdaten zwischen 190 PS und 320 PS, das Topmodell mit Plug-In-Hybrid kommt sogar auf 407 PS. Die Preise des nordischen Allradlers starten bei 40.378 Euro netto.

Velar heißt das vierte Mitglied der Range-Rover-Familie

Keinen Vorgänger hat der Range Rover Velar, das nunmehr vierte Familienmitglied der britischen Ikonenmarke. Er schließt die Lücke zwischen dem Verkaufsschlager Evoque und dem großen Range Rover Sport. Technisch stand sich beim Velar der Jaguar F-Pace Pate. Die Highlights: Alu-Karosse, bewusst schlichtes Design, futuristische Gestaltung des Cockpits, hohe Leistungsfähigkeit im Gelände. Im Motorenangebot gleich drei Diesel (180 – 300 PS). Die beiden Benziner schicken 184 - 250-380 PS an alle vier Räder. Der Einstieg in den Briten beginnt bei stolzen 47.394 Euro. Die limitierte Erstausgabe lässt sich Landrover sogar mit fast 92.436 Euro bezahlen. Marktstart ist im Sommer.

Der neue Opel-Besitzer PSA setzte bei seiner jungen Edelmarke DS bislang auf Veredelung bestehender Citroen-Modelle. Mit dem DS7 Crossback kommt jetzt das erste speziell für DS entwickelte Modell. Mit knapp 4,57 Metern Länge tritt das französische SUV gegen etablierte Rivalen wie den Audi Q5 oder den BMW X3 an. Was schon zeigt, in welche Richtung der Neuling düsen will – Premium a la France. Dazu ist der DS7 besonders feinfühlig ausgestattet, bietet viel Leder und sorgsam gestaltete Schalter. Technisch überrascht das erste Nachtsichtsystem in dieser Klasse oder eine Kameratechnik, die die Straße vor dem DS7 im Visier hat und das Fahrwerk frühzeitig auf Bodenwellen oder Löcher vorbereitet. Das hat bislang nur die Mercedes S-Klasse zu bieten. Drei Benziner und zwei Diesel sind im Angebot, die Leistungsspanne reicht von 130 PS bis 230 PS. Marktstart ist Anfang nächsten Jahres, die Preise beginnen wohl bei etwa 25.210 Euro.

Zoom DS7 Foto: Matthias Knödler
Mit dem DS7 Crossback zeigt der PSA-Konzern in Genf das erste speziell für DS entwickelte Modell.

Auch Mitsubishi und Subaru mischen mit

Zwei japanische Marken zeigen, dass es auch Bodenständiger geht. Der Mitsubishi Eclipse Cross tritt in der Klasse der kompakten SUV an, reiht sich zwischen den bekannten Modellen ASX und Outlander ein. Der Name ist eine Hommage an ein gleichnamiges Sportcoupé, dessen Produktion vor fünf Jahren eingestellt wurde. Das „Cross“ deutet an, dass sich der neue Eclipse im Gegensatz zu seinem Namensgeber auch außerhalb fester Straßen bewegen kann. Eigenwillig ist die Gestaltung der Heckpartie mit stark geneigter Scheibe, die zudem von einer Karosseriestrebe geteilt wird. Künftige Kunden können sich zwischen je einem Diesel und Benziner entscheiden. Daten und Preise des Allradlers sind noch nicht bekannt. Der "Sonnenfinsternis" (deutsch für Eclipse) findet in Deutschland ab Ende des Jahres statt.

Schräg gegenüber auf dem Subaru-Stand zelebriert der Allrad-Spezialist die zweite Generation des ebenfalls kompakten Modells XV. Obwohl die jetzt auf einer neuen Plattform steht, hat sich das Blechkleid nur wenig geändert. Die wesentlichen Neuerungen sind in der Technik versteckt. Motor, stufenloses Automatikgetriebe und Allradsystem wurden gründlich renoviert. Zentrale Bedienfunktionen werden jetzt auf einem acht Zoll großen Touchscreen-Monitor erledigt. Preise und Leistungsdaten soll es rechtzeitig zur Markteinführung im November geben.

Der Zeitpunkt war günstig. Einen Tag nach der Verkündung der Opel-Übernahme durch PSA feierte die erste deutsch-französische Gemeinschaftsarbeit ihren Messestart. Der Opel Crossland X verbindet wesentliche Technikteile von Peugeot mit Opel-Design und –Innenraum. Der 4,21 Meter kurze Neuling ersetzt den Mikro-Van Meriva und zielt als kleiner Bruder des Mokka auf den SUV-Hype auch in dieser Klasse. Dabei ist der Crossland X nicht fürs Gelände gedacht, auch wenn eine Art Unterfahrschutz das vermuten lässt. Allradantrieb ist nicht bestellbar, dafür aber eine reiche Auswahl an Triebwerken: Drei Dreizylinder-Benziner und zwei Diesel bieten zwischen 81 PS und 120 PS. Preise hat Opel noch nicht verraten.

Apropos Peugeot: Auch bei der neuen Mutter musste ein vertrautes Modell dem SUV-Trend weichen. Der einstige Familienvan mit der Nummernfolge 5008 wurde zum SUV umgestaltet, bietet aber auch in neuer Form das gewohnt üppige Platzangebot für bis zu sieben Insassen. Selbst ganz hinten sitzt man zumindest für kürzere Strecke recht passabel. Da die Neuauflage gleich um 19 Zentimeter länger ist, passen jetzt bis zu 2.150 Liter in den 5008. Die Gestaltung des Innenraums erinnert an den kleineren 3008. Weitgehend bekannt auch das Motorenangebot (130-180 PS). Die Preise beginnen bei 20.714 Euro.

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Datum

10. März 2017
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