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Foto: SP-X

Tachobetrug selten?

Angst vor Tachotrickserei übertrieben

Laut dem Bundesverband freier Kfz-Händler ist die Angst vor Tachobetrug übertrieben. Die oft zitierten Einschätzungen mit vielen Betrugsfällen seien unrealistisch hoch.

Seit vielen Jahren tauchen regelmäßig Berichte in den Medien auf, unterfüttert mit Expertenschätzungen über eine gewaltige Dunkelziffer, die vor tachomanipulierten Gebrauchtwagen warnen. Der Bundesverband Freier Kfz-Händler (BVfK) kritisiert diese Berichte als Hysterie, die auf unfundierten Schätzungen fußen. Nach Ansicht des Händlerverbands liegt die Quote manipulierter Tachos wesentlich niedriger als oft kolportiert. Auch Forderungen nach neuen Sicherheitsmaßnahmen gegen Tachobetrug hält der BVfK für übertrieben, da sich das Problem der Manipulation in wenigen Jahren von selbst erledigen dürfte.

In den oft zitierten Expertenschätzungen über das Ausmaß der Tachomanipulation sieht der BVfK unseriöse Übertreibungen. Vielmehr schätzt der Verband eine Manipulationsquote unterhalb von 5 Prozent. Für die Zukunft erwartet der Händlerverband zudem einen weiteren Rückgang, da die seit Anfang 2018 für alle Neuwagen gesetzlich vorgeschriebene eCall-Technik die Speicherung von Fahrzeugdaten wie Laufleistung in Datenbanken der Hersteller ermöglicht. Diese Daten dürfen Autobesitzer anfordern, was als Nachweis der Laufleistung dienen kann. Die seit einigen Jahren geforderte unabhängige Fahrzeugdatenbank zur Überprüfung der Tachostände sieht der BVfK deshalb als überflüssiges und teures Bürokratiemonster.

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Datum

22. Januar 2018
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