Umweltbonus Elektroautos Plug-in Hybride (2022) Umweltprämie 2022 und wie's weiter geht

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Noch bekommen Käufer eines Plug-in Hybriden oder E-Autos bis zu 9.000 Euro Prämie. Schon 2023 wird die aber deutlich reduziert. Hier lesen Sie, wie's weiter geht

Bis 31.12.2022 schießen Staat und Autohersteller beim Kauf eines Elektroautos bis zu 9.000 Euro netto beziehungsweise 6.750 Euro bei der Anschaffung eines neuen Plug-in-Hybriden zu. Voraussetzung für den Maximalrabatt ist ein Nettolistenpreis unterhalb von 40.000 Euro netto (brutto: 47.600 Euro). Die Kosten für den Erwerb eines Stromers sinken dadurch im besten Fall auf vierstelliges Niveau.

Auch die umstrittenen Plug-in-Hybride werden noch bis Jahresende gefördert. Immer vorausgesetzt, sie schaffen die Mindestanforderung. Bis Ende 2021 ausgelieferten Fahrzeugen mussten nach WLTP elektrisch mindestens 40 km fahren oder höchstens 50 g CO2/km ausstoßen. Für 2022 wurde die Mindestreichweite auf 60 km (oder max. 50 g CO2/km) erhöht. Nur wenn mindestens eine von beiden Bedingungen erfüllt ist, gibt es die Förderung von bis zu 6.750 Euro. Stichtag ist der Tag der Auslieferung, nicht der Zeitpunkt der Bestellung.

Ab Januar 2023 will der Bund für reine E-Autos bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro netto nur noch 4.500 Euro aus der Staatskasse zuschießen. Für Autos zwischen 40.000 und 65.000 Euro netto gibt's nur 3.000 Euro. Spätestens 2024 sinkt der Bundesanteil auf 3.000 Euro. Für Autos die teurer sind, gibt es dann gar keine Förderung mehr – Stichtag ist spätestens der Jahreswechsel. Ab dem 1. September 2023 wird die Prämie außerdem nur noch Privatpersonen gewährt – Dienstwagen und andere gewerblich genutzte Fahrzeuge sind dann nicht mehr förderfähig.

Noch unklar ist, wie die Hersteller reagieren. Bislang schießen sie bei E-Autos ein Drittel des Bundesanteils dazu, also weitere 2.500 bis 3.000 Euro. Auch dieser dürfte sinken beziehungsweise komplett kassiert werden. Gar kein Geld wird es 2023 mehr beim Kauf eines Plug-in-Hybriden geben, weder aus der Steuerkasse noch vom Hersteller. Bislang waren bis zu 6.750 Euro netto möglich. Die Laufzeit der Förderung wird zudem nicht mehr zeitlich begrenzt, sondern sie ändert, wenn ein bestimmtes Budget erschöpft ist. Nicht gestrichen werden jedoch offenbar die Steuervorteile bei Kfz- und Dienstwagenbesteuerung.

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Umweltprämie bis 31.12.2022 (Zulassungstag): Die Daten im Detail

  • E-Autos (batterielektrische Fahrzeuge) bis zu einem Netto-Listenpreis des Basismodells in Deutschland von 40.000 Euro (47.600 Euro inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer) werden mit 9.000 Euro netto gefördert (darunter fallen Modelle wie Peugeot e-208, Renault Zoe, VW ID.3, etc.). Dabei schießen die Hersteller 3.000 und der Bund 6.000 Euro zu.
  • E-Autos (batterielektrische Fahrzeuge) bis zu einem Netto-Listenpreis des Basismodells in Deutschland zwischen 40.000 Euro (47.600 Euro inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer) und 65.000 Euro (75.400 Euro inkl. 16 Prozent Mehrwertsteuer) werden mit 7.500 Euro netto gefördert, wovon 5.000 vom Staat kommen. Profitieren können beispielsweise Käufer eines Polestar 2, Skoda Enyaq oder VW ID.4 etc.
  • Plug-in Hybride bis zu einem Netto-Listenpreis des Basismodells in Deutschland von 40.000 Euro (47.600 Euro inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer) werden mit 6.750 Euro netto gefördert (4.500 Euro vom Bund, 2.250 vom Hersteller). In diese Preisklasse fallen Modelle wie Ford Kuga, Jeep Renegade oder Opol Astra etc.).
  • Plug-in Hybride bis zu einem Netto-Listenpreis des Basismodells in Deutschland zwischen 40.000 Euro (47.600 Euro inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer) und 65.000 Euro (77.350 Euro inkl. 19 Prozent Mehrwertsteuer) werden mit 5.625 Euro netto gefördert (Bundesanteil 3.750 Euro, Herstelleranteil 1.875 Euro). Von der Förderung profitieren Fahrzeuge wie Audi A6, BMW 3er, Mercedes C-Klasse oder Peugeot 508 etc.
  • Junge gebrauchte E-Fahrzeuge, für die bisher kein vergleichbarer Bonus gezahlt wurde: Voraussetzung ist ein maximales Alter von 12 Monaten, maximal 15.000 Kilometer. Für gebrauchte Elektroautos gibt es 5.000 Euro, für gebrauchte Plug-in Hybride 3.750 Euro
  • Allgemein müssen alle Plug-in Hybride unter 50 Gramm CO2 je Kilometer emittieren, um den Umweltbonus zu bekommen.Dazu kommen unter Umständen 100 Euro Zusatzförderung, falls das Fahrzeug über ein sogenanntes AVAS-System verfügt, das unterhalb von 30 km/h ein künstliches Motorgeräusch erzeugt.

Keine Förderung gibt es beispielsweise für folgende Modelle: alle Porsche, Tesla Model S/X, Audi A8, etc). Vollhybride (Toyota Corolla oder CH-R, Ford Mondeo etc.) sowie Fahrzeuge mit einem Mildhybrid-Antrieb (bsp. 48-Volt-Startergenerator) sowie Autos mit Erdgas- und Autogasantrieb gehen ebenfalls leer aus.

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So müssen Sie rechnen

Unternehmen rechnen ohne Mehrwertsteuer. Sie ziehen die gesamte Umweltprämie vom Nettobetrag ab. Private Autokäufer sparen neben dem reinen Förderbetrag auch noch einen Teil der Mehrwertsteuer. Dadurch steigt der Preisvorteil auf bis zu 9.570 Euro.

Beispiel E-Auto bis 40.000 Euro: Peugeot e-208
Bruttolistenpreis inkl. Extras 35.000 Euro
Nettolistenpreis 29.412 Euro
minus 3.000 Euro Förderung Hersteller 26.412 Euro
plus 19 Prozent Mehrwertsteuer 31.430 Euro
minus 6.000 Euro staatliche Förderung 25.430 Euro
Differenz brutto (gesamte Förderung) 9.570 Euro

Peugeot 208 (2020) Fahrbericht
So fährt das Elektroauto

Beispiel E-Auto bis 65.000 Euro: Mercedes EQC
Bruttolistenpreis inkl. Extras: 75.000 Euro
Nettolistenpreis: 63.025 Euro
minus 2.500 Euro Förderung Hersteller 60.525 Euro
plus 19 Prozent Mehrwertsteuer 72.025 Euro
minus 5.000 Euro staatliche Förderung 67.025 Euro
Differenz brutto (gesamte Förderung) 7.975 Euro

Fahrbericht Mercedes EQC
Stern unter Strom

Plug-in Hybrid bis 40.000 Euro: Opel Grandland X Hybrid4
Bruttolistenpreis inkl. Extras: 45.000 Euro
Nettolistenpreis: 37.815 Euro
minus 2.250 Euro Förderung Hersteller 35.565 Euro
plus 19 Prozent Mehrwertsteuer 42.322 Euro
minus 4.500 Euro staatliche Förderung 37.822 Euro
Differenz brutto (gesamte Förderung) 7.178 Euro

Opel Grandland X Hybrid4 (2020) im Test
Zügig, aber nicht sparsam

Plug-in Hybrid bis 65.000 Euro: Mercedes C 300 d e T-Modell
Bruttolistenpreis inkl. Extras: 65.000 Euro
Nettolistenpreis: 54.622 Euro
minus 1.875 Euro Förderung Hersteller 52.747 Euro
plus 19 Prozent Mehrwertsteuer 62.769 Euro
minus 3.750 Euro staatliche Förderung 59.019 Euro
Differenz brutto (gesamte Förderung) 5.981 Euro

Mercedes C 300 de im Test
Universalgenie mit Stecker

So kommen Sie an die Umweltprämie

Wer bekommt die Prämie?
Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften, Vereine

Voraussetzung
Alle förderfähigen Fahrzeuge nennt das Bundesfinanzministerium in einer Liste, die regelmäßig aktualisiert wird.

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Was bedeutet Netto-Listenpreis?

Bei dem BAFA Listenpreis handelt es sich um den niedrigsten Listenpreis des Basismodells in Deutschland zur Markteinführung ohne Mehrwertsteuer. Etwaige Sonderausstattung sind nicht Bestandteil des Basismodells. Beispiel: Die günstigste Version des Jaguar I-Pace kostet rund 77.000 Euro brutto beziehungsweise knapp unter 65.000 Euro netto. Also wird das Modell gefördert. Selbst wenn der Käufer zusätzliche Ausstattung bestellt und der Kaufpreis so über die Schwelle von 65.000 Euro klettert, bekommt er Zuschüsse in Höhe von 7.500 Euro.

Ablauf des Verfahrens
Die Förderung erfolgt in einem zweistufigem Verfahren. Das Fahrzeug muss spätestens neun Monate nach Zugang des Zuwendungsbescheides zugelassen worden sein. Der Käufer oder Leasingnehmer muss den Verwendungsnachweis spätestens zehn Monate nach Ausstellungsdatum des Zuwendungsbescheides einreichen. Sprich: das Fahrzeug zulassen. Wichtig: Die Prämie gibt es nicht nachträglich! Der Antrag wird elektronisch im Online-Portal des Bundesfinanzministriums gestellt. Dort muss der Antragsteller auch Kauf- bzw. Leasingvertrag zusammen mit der verbindlichen Bestellung hochladen.Nachdem das Fahrzeug ausgeliefert wurde, muss der Käufer den "Verwendungsnachweis" einreichen, also Rechnung (bei Kauf) oder Leasingvertrag und ein Nachweis für die Zulassung des Fahrzeugs (Zulassungsbescheinigung Teil I und II). Danach erhält der Käufer eine E-Mail mit dem Link zur elektronischen Verwendungsnachweiserklärung. Diese muss ausgedruckt, unterschrieben und über das Upload-Portal hochgeladen werden.Nach positiver Prüfung wird auch der Bundesanteil am Umweltbonus ausbezahlt.

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Ermäßigte Dienstwagensteuer für E-Auto bis Ende 2022

Wer ein E-Auto als Dienstwagen fährt, muss für die private Nutzung weniger Steuern bezahlen als bei einem Benziner oder Diesel. Schon seit Anfang 2020 wird für die Versteuerung nur 0,25 des Bruttolistenpreises angesetzt im Gegensatz zu einem Prozent bei Verbrennern. Ab Juni 2020 steigt die Bemessungsgrenze von 40.000 auf 60.000 Euro. Die Dienstwagensteuer für private Fahrten mit Plug-in-Hybriden sowie mehr als 60.000 Euro brutto teuren Elektroautos beträgt 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises.

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