VW Arteon Shooting Brake 2.0 TDI Test Passat mal anders

VW Arteon Shooting Brake 2021 Foto: VW 9 Bilder

Sie finden den Passat zum Gähnen? Dann schlagen Sie Ihren Kollegen doch den VW Arteon Shooting Brake vor. Der ist eleganter und sogar günstiger.

Versetzen wir uns in die Lage eines Vertrieblers. Drei Tage im Außendienst stehen an, eine Tour quer durch die Republik mit stundenlangen Autobahnpassagen und garantierten Staus. Der Tank ist voll und der Bordcomputer des Arteon Shooting Brake 2.0 TDI meldet 920 Kilometer Reichweite. Ein erhebendes Gefühl, das aufs Neue zeigt: Der Diesel lebt.

Schnell das Gepäck im üppig dimensionierten Kofferraum und den Thermosbecher im Flaschenhalter in der Tür verstaut, die Route mit den Zwischenzielen von der We Connect App in die Navigation importiert und los geht’s.

Sitze einstellen, im Radio Deutschlandfunk Kultur suchen und Assistenzsysteme so programmieren, wie wir es wünschen? Unnötig. Seit der Arteon das digitale Cockpit und das Discover Media genannte Infotainment an Bord hat, merkt er sich die Vorlieben seiner Fahrer und stellt sich automatisch darauf ein. Die Bedienung funktioniert so einfach wie im Passat, und das nicht von ungefähr. Denn im Grunde ist der Arteon ein Ableger der klassischsten aller Firmenwagen. Nur eben eleganter und irgendwie auch emotionaler. Seine flache Silhouette und die rahmenlosen Türen vermitteln einen Hauch von Sportwagen, ohne ihm die Seriosität eines ernsthaften Geschäftswagens zu nehmen.

Foto: VW
Entspannter Arbeitsplatz: Mit dem digitalen Cockpit sind fast alle Schalter weggefallen. Über We Connect lassen sich Office-Dienste im Auto nutzen.

Wir fädeln uns ein in den morgendlichen Berufsverkehr, lassen uns vom dem kleinen Head-up-Display auf die Autobahn leiten. Die Straßenbahnschienen da vorne sollten wir schräg nehmen, dann rumpeln die 20-Zöller etwas weniger. Obwohl das adaptive Fahrwerk (1.008 Euro) wirklich manierlich federt. Überhaupt wissen wir schon jetzt, dass wir beim ersten Kunden sehr entspannt ankommen. Was auch an dem im Testwagen verbauten, 14fach elektrisch verstellbare Komfortsitz liegt. Der ist jeden der 1.250 Euro wert und die Massagefunktion (160 Euro) wird – anders in vielen Fahrzeugen – ihrem Namen gerecht, weil sie den Rücken knetet und nicht streichelt.

Die Piste ist frei, der Diesel warmgelaufen und 150 PS schieben brav an, mehr nicht. Man merkt, hier muss Masse bewegt werden. Immerhin ist der 4,87 Meter lange Wagen gut zehn Zentimeter länger als ein Passat. Im fließenden Autobahnverkehr zeigt sich dann, wie gut Assistenten funktionieren. Nerven sie? Eher nicht. Der Abstandstempomat etwa geht nicht wie in vielen Autos brachial in die Eisen, wenn ein anderer Wagen reindrängelt. Stattdessen verzögert er den Arteon sanft, baut erst dann Bremsdruck auf, wenn’s wirklich nötig wird. Und der Spurhalter, der viele Fahrer gerne als erstes abstellen, lässt ebenfalls viel Freiheit, unterstützt nur dezent.

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Es ist diese dezente Zurückhaltung, die das Reisen mit dem Arteon so angenehm macht. Dieses Auto provoziert nicht, es verleitet nicht zum Rasen und bietet immer den Komfort, den sich Vielfahrer von ihrem Arbeitsplatz wünschen. All das gilt weitgehend auch für einen Passat, der den Arteon zudem raumökonomisch etwas übertrifft. Doch abgesehen vom Familienurlaub: Wer ist schon dauernd mit vier Passagieren unterwegs? Selbst wenn, könnten die hinten Sitzenden die Beine übereinanderschlagen. Üppige 565 beziehungsweise 1.632 Liter Kofferraumvolumen sind zudem kaum weniger als im Passat und dürften im Alltag für die meisten Einsatzzwecke genügen.

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Nach 400 Kilometern beim ersten Zwischenstopp leuchten noch sieben der neun Dioden der Tankuhr, ein beruhigendes Zeichen. 66 Liter fasst der Tank, gut sechs Liter verbraucht der Wagen im Schnitt. Selbst bei wirklich schneller Fahrt werden es kaum über sieben Liter. Auch das ein Argument für Langstreckenfahrer.

Und der Preis? Das ist die eigentliche Überraschung: Der komfort-orientierte Arteon Shooting Brake 2.0 TDI Elegance kostet 40.466 Euro, rund 900 Euro weniger als der vergleichbare Passat Variant. Der Arteon hat die Navigation serienmäßig, der Passat dafür das Matrix-LED-Licht. So bleibt’s am Ende eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für unsere dreitägige Tour empfehlen sich beide. Ästheten ziehen aber den Arteon vor.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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