VW e-Up (2020) im Fahrbericht

In finanzieller Reichweite

Foto: VW 13 Bilder

Ein Kleinstwagen fährt oft durch die Stadt, und genau da haben batterieelektrische Autos große Vorteile. Nur logisch also, dass der VW e-Up jetzt einen größeren Akku bekommt – und günstiger wird.

Elektrische Kleinstwagen machten bisher oft nicht nur durch ihre übersichtlichen Abmessungen auf sich aufmerksam, sondern auch durch ihre ebenso gestaltete Reichweite. Sie sank im Winter schon mal unter 100 Kilometer. Der VW e-UP schaffte es zwar bisher schon immer auf dreistellige Kilometerzahlen, aber viel mehr war am Stück eben nicht drin. Die jüngste Überarbeitung des Wolfsburger E-Mobils zeigt aber exemplarisch die rasante Weiterentwicklung im Bereich der Akkus: Äußerlich nahezu unverändert, schafft der E-Up jetzt die doppelte Strecke , also knapp 260 Kilometer, ohne Nachladung. Das vor sechs Jahren eingeführte Erstlingswerk musste noch mit einem 18,7 Kilowattstunden-Akku auskommen, von dem man 16,4 nutzen konnte. Nun passen 36,8 Kilowattstunden hinein, von denen 32,3 nutzbar sind.

Der Clou: Das Gewicht ändert sich dadurch ebenso wenig wie der nutzbare Innenraum. Das gesamte Akkupaket ist mit 248 Kilogramm nur 15 Kilogramm schwerer als bisher und benötigt sogar 20 Liter weniger Bauraum. Doch genug Zahlen, wie fährt der kleine Stromer denn?

Foto: VW

Den Elektromotor beließen die Ingenieure quasi unverändert. Das ist kein Fehler, legt der 1,2-Tonner doch munter ab der ersten Radumdrehung los, pfeift bis Stadtempo auch deutlich potenteren Autos um die Seitenspiegel. Danach geht es erstaunlich flott bis zur Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Wer die länger ausnutzt, wird bei knapp unter 200 Kilometern Reichweite landen. Die wahre Heimat des e-Up ist die Stadt und die daran angrenzenden Landstraßen. Das Fahrwerk federt komfortabel, bietet aber auch in Kurven große Fahrsicherheit. Der Motor ist nicht hörbar, der Wind für diese Fahrzeugklasse gut gedämmt, und so lässt sich der Elektroflitzer sehr angenehm bewegen.

Eine Elektro-Spezialität hilft dabei beim Stromsparen: Die Rekuperation. Geht man vom Gas, kann der Elektromotor als Generator agieren und die Batterie mit der Bremsenergie nachladen. Wie stark es bremst, wenn der Fuß das Gaspedal verlässt, ist in vier Stufen einstellbar. In der stärksten hat das Bremspedal nur noch selten Fußkontakt, das Fahren lässt sich wunderbar mit nur einem Pedal regeln. Was sich in der Beschreibung kompliziert anhört, ist unterwegs schnell verinnerlicht. Dabei zeigte sich: Die VW-Angabe von 260 Kilometern schafften wir samt eingeschalteter Klimaanlage laut Restreichweitenanzeige locker. Über 200 Kilometer sollten bei normaler Nutzung also meistens drin sein.

Wenn der Strom dann doch mal alle ist, muss neuer in die Akkus. Das geschieht serienmäßig entweder per Haushaltssteckdose. Dann dauert der Spaß allerdings über 16 Stunden, ein eher wenig unterhaltsames Unterfangen. Besser wird es mit einer Wallbox, die mit 7,2 Kilowatt-Wechselstrom innerhalb von 4 Stunden den Ladestand wieder über 80 Prozent hebt. Unbedingt empfehlenswert ist aber der CCS-Ladeanschluss für 525 Euro (alle Preise netto). Dann lädt der Up auch mit Gleichstrom und ist damit für öffentliche Schnellladesäulen geeignet. Mit 40 Kilowatt Ladeleistung schafft es der Akku so innerhalb einer Stunde von 0 auf 80 Prozent. Und wenn wir schon bei empfehlenswerten Extras sind: Das Winterpaket beinhaltet Heizungen für Vordersitze, Windschutzscheibe und Außenspiegel. Das schont die stromintensive Luftheizung und sorgt so im Winter für bessere Reichweiten. Nebenbei hat VW außerdem die Serienausstattung erweitert: Digitalradio und Klimaautomatik sind ebenso immer an Bord wie ein neuer Spurhalteassistent, der dem Verlassen der Fahrspur mit Lenkimpulsen entgegenwirkt.

Foto: VW

Wer nun denkt, dass all die deutlichen Verbesserungen auch den Preis in unerreichbare Höhen treiben, irrt. Den Elektro-Up gibt es ab 18.466 Euro. Das ist für einen Kleinstwagen eine große Stange Geld, mehr als doppelt so viel wie für den Einstiegsbenziner mal fällig waren. Allerdings ist es auch deutlich weniger, als der e-Up mit halb so großem Akku noch vor einem Jahr kostete. Zu den Händlern kommt der Elektrowagen zudem erst ab Anfang Januar 2020, und dann gilt aller Voraussicht nach bereits die erhöhte Elektro-Kaufprämie von Staat und Hersteller. 6.000 Euro gehen dann nochmal vom Listenpreis ab. Bleiben noch 12.500 Euro übrig. Das und die niedrigere Dienstwagensteuer könnten den Absatz ankurbeln. Und wer noch mehr sparen will: Skoda und Seat bieten Citigo und Mii auch elektrisch an.

e.Go Life 60 im Fahrbericht
So fährt Deutschlands billigstes E-Auto
Technische Daten
VW Up e-Up VW Up 1.0 VW Up Ecofuel
Karosserie
Aufbau Fließheck Fließheck Fließheck
Zahl der Sitzplätze 4 4 4
Motor/Antrieb
Antriebskonzept Elektromotor Benzinmotor Erdgas
Kraftstoff Strom Super CNG
Anzahl Zylinder 3
Hubraum 999 cm³
Leistung 44 kW (60 PS) 50 kW (68 PS)
Drehmoment 95 Nm bei 3.000/min 90 Nm bei 3.000/min
Getriebe automatisch manuell manuell
Anzahl Gänge 1 5 5
Antrieb Vorderrad Vorderrad Vorderrad
Batterie-Typ Lithium-Ionen
Batterie-Kapazität 32,3 kWh
Preis
Grundpreis ohne MwSt.Herstellerangabe 12.466 Euro 10.891 Euro 13.147 Euro
Grundpreis ohne MwSt.nach Abzug des Umweltbonus 12.466 Euro
Ausstattung Basis Basis Eco Up
Abmessungen/Gewichte/Reifen
AußenmaßeLänge x Breite ohne Spiegel x Höhe 3.600 x 1.645 x 1.507 mm 3.600 x 1.641 x 1.504 mm 3.600 x 1.641 x 1.507 mm
Radstand 2.417 mm 2.407 mm 2.404 mm
Leergewichtvollgetankt inkl. 75 kg Fahrer 1.235 kg 980 kg 1.070 kg
Zuladung 295 kg 340 kg 300 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 1.530 kg 1.320 kg 1.370 kg
Reifengröße vorne 165/70 R 14 175/65 R 14 175/65 R 14
Reifengröße hinten 165/70 R 14 175/65 R 14 175/65 R 14
Fahrleistung und Verbrauch
Beschleunigung 0-100 km/h 11,9 s 14,9 s 16,6 s
Höchstgeschwindigkeit 130 km/h 162 km/h 165 km/h
VerbrauchHerstellerangabe WLTP 14,5 kWh 5,4 l/100 km 3,7 kg/100 km
Reichweite Herstellerangabe 260
CO2-AusstoßHerstellerangabe WLTP 0 g/km 123 g/km 102 g/km
Effizienzklasse A+ B A
 
Slnr 107314 107315 107316
Betriebskosten
VW Up e-Up VW Up 1.0 VW Up Ecofuel
Basisdaten
Ausstattungsversion Basis Basis Eco Up
Grundpreis ohne MwSt. 12.466 Euro 14.466 Euro 14.466 Euro
Teuerung während der Nutzungsdauer 1.986 Euro
Gebundenes Kapital 9.554 Euro
Feste Kosten pro Jahr
Kapitalverzinsung 803 Euro
Abschreibung 1.653 Euro
Kfz-Steuer 0 Euro
Typklasse HP/TK/VK 12/16/16
Haftpflichtversicherung * 640 Euro
Kaskoversicherung * 672 Euro
Unterstellung/Garage 573 Euro
Summe feste Kosten/Jahr 4.341 Euro
Summe feste Kosten/km 21,7 ct
Variable Kosten pro km
Kraftstoff 4,4 ct
Reifen 1,1 ct
Wartung und Reparatur 6,8 ct
Summe variable Kosten/km 12,3 ct
Gesamtkosten
Gesamtkosten pro km 34,0 ct
Quellenangabe Betriebskosten
Daten berechnet von Dekra Dekra Dekra
Stand 1/2020
Versicherung * Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Versicherung jeweils bei 70 Prozent mit 500 Euro Selbstbeteiligung, einschließlich Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung.
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