VW Financial Services

Neue Strategie

Volkswagen - IAA 2019 Foto: Friso Gentsch

Mit einer Fremdmarkenstrategie und Mobilitätsdienstleistungen abseits des Kernprodukts Auto will VW Financial Services wachsen. Auch das Umweltschutzimage soll aufpoliert werden.

Die meisten Firmenwagen werden finanziert oder geleast. Deshalb läuft das Geschäft der VW-Finanztochter wie geschmiert. Allerdings will man sich nicht mit dem Status quo zufriedengeben. Während klassische Leasingkunden während der Laufzeit zwei- bis viermal mit der Leasinggesellschaft kommunizieren, beschäftigen sich Dienstwagennutzer täglich mit ihrer individuellen Mobi­lität. Davon will das Unternehmen profitieren und das Geschäft mit Mobilitätsdienstleistungen ebenso ausbauen wie das der per App buchbaren Services rund ums Auto. Für Travel- und Fuhrparkmanager soll dies Vorteile bringen, etwa durch Schnittstellen zu ihren Programmen. Integrierte Bezahlfunktionen beispielsweise erleichtern dann Dienstwagen- und Dienstreiseabrechnungen. Damit will das Unternehmen sogar vermehrt große, europaweit agierende Flotten mit mehreren Tausend Fahrzeugen ansprechen. Ermöglichen sollen das neue, speziell für Mobilitätsthemen geschulte Key-Account-Manager.

Einen guten Teil der Kompetenzen fürs Fleet- und Travelmanagement steuert Fleet Logistics bei. Das Joint-Venture von VWFS (60 Prozent Anteil) und TÜV Süd (40 Prozent) profitiert von der Konzernstruktur im Hintergrund, wird aber nicht Teil davon Vielmehr will der Finanzdienstleister die übersichtliche Struktur des relativ kleinen Unternehmens beibehalten. Nur so könne man die nötige Agilität mit kurzen Entscheidungswegen ermöglichen, glaubt Geschäftsführer Knut Krösche. Außerdem kann die Firma so weiterhin als markenunabhängiger Dienstleister am Markt auftreten.

Außerdem verändere die steigende Zahl von Elektroautos das Geschäft, denn sie werden besonders häufig geleast. VW Financial will deshalb ein Leasingkonzept über die gesamte Lebensdauer der Autos entwickeln. "Es wird in den nächsten Jahren vermehrt Leasingangebote für Gebrauchtwagen geben sowie online im Direktvertrieb abgeschlossene Verträge", sagt Krösche. Das allein reiche aber nicht, um das selbst gesteckte Ziel der europäischen Marktführerschaft unter den Autofinanzierern zu erreichen. Deshalb sollen vermehrt Fremdmarken in den Bestand kommen.

Zu guter Letzt hat VW den Klimaschutz als imagebildendes Thema erkannt. Das Programm "Blaue Flotte" ermögliche Kunden, E-Mobilität umweltfreundlicher zu gestalten. Dabei gleicht der Finanzie­rungsdienstleister das durch Ladestrom frei­gesetzte CO2 durch Investitionen in konkrete Umweltschutzprojekte aus. Und mit dem Naturschutzbund Nabu hatte man bereits vor einigen Jahren den Schutz und die Renaturierung trockengefallener Moore als Ziel ausgeguckt. Die stoßen in Deutschland fünf Prozent der CO2-Emissionen aus.

VWFS kooperiert mit Nabu Blaue Flotte schützt Moore
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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11-12/2019 25. Oktober 2019 Inhalt zeigen
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