VW "New Auto"-Strategie

Noch schneller elektrisch

Volkswagen 2021 Foto: VW

Noch sind Elektroautos bei VW eine Randerscheinung. Doch VW-Chef Herbert Diess hat den Konzern und seine Marken darauf eingeschworen, stärker als bisher auf E-Mobilität zu setzen.

Der kürzlich für weitere fünf Jahre im Amt bestätigte VW-Chef Herbert Diess hat heute im Rahmen der VW-Hauptversammlung die neue Zukunftsstrategie "New Auto" vorgestellt. Sie richtet für den Konzern sowie für die einzelnen Marken die Weichen bis 2030 klar in Richtung E-Mobilität aus.

Audi soll im Rahmen der "New Auto"-Strategie als Aushängeschild der Markengruppe Premium bei der Elektrifizierung und Digitalisierung eine führende Rolle zukommen. Im Projekt Artemis soll Audi sich zu einem Premiumhersteller mit einem E-Auto-Angebot entwickeln. Von Artemis werden auch die Luxusmarken Bentley, Lamborghini und Ducati profitieren, über die der Konzern die kommende Audi-Technik auch in höheren Preissegmenten anbieten und zugleich von den entsprechenden Skaleneffekte profitieren will.

Cupra Born (2021) E-Auto
VW ID.3 in schnell und spanisch

In der Markengruppe Volumen verfolgt der Konzern die Strategie "Accelerate", (Beschleunigen), die eine weitere Elektrifizierung und Digitalisierung des Portfolios vorsieht. Mit einer breitgefächerten ID-Familie will VW bei batterieelektrischen Fahrzeugen bis 2025 zum Weltmarktführer aufsteigen. Den bereits erhältlichen Baureihen ID.3. und ID.4 werden unter anderem noch ID.5, ID.6 sowie der ID. Buzz zur Seite gestellt. Auch für die Marken Seat, Cupra und Skoda sieht Diess ambitionierte Elektrifizierungspläne vor.

Eine stärkere Elektrifizierung ist auch bei VW Nutzfahrzeuge geplant. So ist der frisch vorgestellte T7 nun auch als Plug-in-Hybrid erhältlich. Gemeinsam mit dem Partner Argo AI soll mit dem ID. Buzz AD zudem ein autonomes Shuttle für den urbanen Einsatz entwickelt werden.

Porsche Taycan Cross Turismo im Fahrbericht
Elektro-Eiltransporter

In der Markengruppe Sport bleibt Porsche weiterhin das margenträchtige Zugpferd, das hohe Profitabilität sowie Wachstum auch im Elektro-Bereich verspricht. So liege der Auftragsbestand für den Taycan bei vier bis fünf Monaten. Auch Bugatti steuert in dieser Gruppe auf eine elektrische Zukunft zu, allerdings als Teil eines neuen Gemeinschaftsunternehmens mit Rimac.

Schließlich sieht die "New Auto"-Strategie auch für die Nutzfahrzeug-Gruppe Traton, mit den Marken MAN und Scania, ein stärkeres Engagement bei der E-Mobilität vor. 1,6 Milliarden Euro sollen hier in Forschung und Entwicklung bis 2025 Euro fließen. Erste Erfolge seien mit dem vollelektrischen MAN Lion’s City E bereits sichtbar.

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