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VW Passat Facelift (2019)

Voll vernetzter Geschäftswagen

VW Passat R-Line Edition Foto: VW 20 Bilder

UPDATE: Die Preise des Passat Facelift 2019 sind da. Der VW Passt (B8) ist Deutschlands meistverkaufter Firmenwagen. Jetzt wird er überarbeitet. Vor allem bei Assistenzsystemen und Technik hat sich viel getan.

Zum 07.06. hat VW nun die Preise des aktualisierten VW Passat bekannt gegeben, der Vorverkauf beginnt in dieser Woche. Los geht es bei der Limousine bei 29.180 Euro (alle Preise netto) für den 1.6 TDI mit 120 PS und Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe. Der Kombi kostet traditionell bei gut 900 Euro mehr, auch hier stellt der 120-PS-Diesel für 30.105 Euro den Einstieg dar. Gegenüber demselben Motor im bisherigen Modell entspricht das einem stolzen Aufschlag von über 1.800 Euro oder 6,4 Prozent Preissteigerung. Dafür hat VW die Serienausstattung deutlich erweitert: So sind LED-Scheinwerfer ebenso immer dabei wie ein Abstandstempomat und ein Spurhalteassistent. Beim Kombi ergänzt eine serienmäßige Netztrennwand die Liste. Außerdem ist das Infotainment (MIB 3) samt integrierter Sim-Karte serienmäßig, ein Navigationssystem kostet aber weiterhin Aufpreis. Das LED-Matrix-Licht mit adaptivem Fernlicht kostet stolze 1.840 Euro Aufpreis. Den Passat Alltrack bietet VW zu Preisen ab 40.170 Euro für den 2.0 TDI mit 190 PS samt Allrad und Automatik an. Der 272-PS-Benziner kostet 41.950 Euro, der Biturbo-Diesel mit 240 PS 42.680 Euro. Alle Motorisierungen kommen immer mit Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe. Die Preise für die neuen Evo-Motoren mit 150 PS sollen in wenigen Wochen folgen. Auch der neue Plug-in Hybride im GTE soll in Kürze bestellbar sein. Er schafft laut WLTP eine elektrische Reichweite von mindestens 55 Kilometern.

Zum Start des überarbeiteten Passat legt VW ein Sondermodell auf Basis der Kombivariante auf. Bei der in dunkelgrau lackierten „Variant R-Line Edition“ ersetzten schwarze Zierteile die üblichen Chrom-Elemente an Karosserie und Kühlergrill, dazu kommen abgedunkelte Rückleuchten und schwarz lackierte 19-Zoll-Räder. Innen finden sich Ledersitze, Edelstahl-Pedale und eine spezielle Ambiente-Beleuchtung. Darüber hinaus zählen unter anderem LED-Scheinwerfer, digitale Instrumente und zahlreiche Assistenten zur Ausstattung. Für den Antrieb stehen ein 240 PS starker 2,0-Liter-Diesel und ein 2,0-Liter-Benziner mit 272 PS zur Wahl, jeweils in Kombination mit Allradtechnik.

Premiere feiert das europaweit auf 2.000 Einheiten limitierte Sondermodell auf dem Genfer Salon, der Vorverkauf startet im Mai zeitgleich mit den Standardausführungen. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei rund 42.000 Euro netto liegen.

Foto: VW

Seit 1973 hat VW weltweit 29,9 Millionen Exemplare seines Mittelklasse-Modells Passat verkauft. Die 30 Millionen wollen die Wolfsburger im Mai vollmachen, es soll eines der ersten Exemplare der jüngsten Überarbeitung sein. Die Modellpflege fiel von außen behutsam aus, der Kühlergrill ist etwas höher und die Leuchten strahlen jetzt immer mit LED-Technik.

Wirklich spannend ist es aber unter dem Blech. Dort warten einige neue Motoren, außerdem bekommt der Plug-In Hybrid einen größeren Akku und profitiert so von der halbierten Dienstwagensteuer. Außerdem hat VW neue Assistenzsysteme integriert und das adaptive Fahrwerk überarbeitet. Speziell für Fuhrparks ist die neue Telematik-Option interessant, die ab Werk eine vollständige Fahrtenbuchlösung beinhalten kann. Und weil die Produktmarketing-Experten schon zugange waren, wurde auch die bekannte Angebotslogik aus Trend-, Comfort- und Highline auf den Kopf gestellt. Künftig heißt die Serienversion schlicht Passat, darauf folgt die wohl beliebteste Ausstattung Business und die noble Topversion hört künftig auf den Namen Elegance.

Weiterhin erhältlich sind Sitze mit dem renommierten AGR (Aktion gesunder Rücken)-Siegel. An der Beliebtheit des Kombis dürfte auch die intern Produktaufwertung genannte Überarbeitung nichts ändern. 80 Prozent aller Käufe kamen von Geschäftskunden, und davon wiederum gingen über 90 Prozent als Variant zu den Fahrern. Auch der Alltrack profitiert von den Ändurungen der Passat-Modelle. Alle Details finden des Passat B8 Facelift 2019 finden Sie in den folgenden Absätzen, bestellbar ist das neue Modell zu moderat höheren Preisen ab Ende März. Zum Händler kommt das Facelift dann im September 2019.

Assistenzsysteme

VW bündelt inzwischen alle Assistenzsysteme unter der Marke IQ Drive. Der Passat bekommt jetzt alle Systeme, die schon aus dem Arteon bekannt sind. So kann das Auto im Notfall selbstständig am rechten Fahrbahnrand anhalten, und zwar verkehrssicher über mehrere Fahrspuren hinweg. Möglich macht das auch eine verbesserte Kamera, die nun neben der Fahrbahnmarkierung auch unmarkierte Fahrbahnränder erkennt. Ein elektromechanischer Bremskraftverstärker sorgt für komfortableres Bremsen des Abstandstempomaten und verkürzt den Bremsweg den Notbremsassistenten. Komplett neu bei VW ist der Travel-Assistent: Er kombiniert den Abstandsregler mit der Spurhaltung und Navigationsdaten. Der prädikative Tempomat kann so die Fahrzeuggeschwindigkeit an den Streckenverlauf anpassen, er bezieht auch aktuell geltende Tempolimits mit ein und funktioniert bis Tempo 210. Ähnliche Systeme kamen bislang schon bei Mercedes, BMW und Audi zum Einsatz, für VW sind sie aber noch Neuland. Zudem bekommt das Lenkrad eine kapazitive Oberfläche, reagiert also auch auf kleinste Berührungen. So sollen nervige Warnungen des Spurhalteassistenten bei aufmerksamem Fahrer der Vergangenheit angehören.

Foto: Immanuel Schneeberger

Licht

Schon die Serienversion des Passat kommt künftig mit LED-Scheinwerfern. Die Leuchtkraft verbessert sich gegenüber dem bisherigen Halogen-Licht nicht, aber die weißere Lichtfarbe soll nachts für bessere Kontraste sorgen. Außerdem sinkt der Stromverbrauch: Bisher benötigt das Abblendlicht 110 Watt, künftig sind es nur 28 Watt. Das Highlight sind aber die neuen Matrix-LED-Scheinwerfer. Wie bei der Konkurrenz schon üblich kann künftig auch der Passat den Gegenverkehr passgenau aus dem Lichtkegel ausschneiden. Anders als mit der bisherigen Technik schaffen das die 44 LEDs deutlich genauer, außerdem können auch einzelne Bereiche abgedimmt werden. So will VW die Blendwirkung reflektierender Schilder verringern. Gegenüber dem Vorgänger gibt VW eine bessere Reichweite des Fernlichts an, 480 Meter anstelle von 350 Metern sollen möglich sein. Die Rückleuchten strahlen jetzt immer mit LEDs, ihre Grafik ist neu.

Fahrwerk

Beim Fahrwerk hat VW schon bisher einen guten Job gemacht. Die Federbeine aus dem Arteon sollen jetzt noch mehr Federungskomfort bieten. Ob VW das Versprechen einhält, muss eine erste Fahrt noch zeigen. Größte Innovation ist die feinere Verstellbarkeit des weiterhin aufpreispflichtigen adaptiven DCC-Fahrwerks. Es lässt sich künftig in 15 Stufen verstellen, dabei reicht der Verstellbereich über die bisherigen Extremstellungen Sport und Komfort hinaus. Außerdem soll die Geräuschdämmung besser geworden sein.

Foto: Immanuel Schneeberger

Infotainment

VW bringt die dritte Generation seines modularen Infotainment-Baukastens (MIB 3) in den Passat. Ein größeres Display ist neben dem neu gestalteten Multifunktionslenkrad die offensichtlichste Änderung im Innenraum. Wie schon in anderen Modellen geht dabei leider der Drehknopf für die Lautstärke verloren, Sensortasten müssen genügen. Dafür gibt es aufgeräumtere Menüs, die schon aus dem Touareg bekannt sind. Zudem überarbeitet VW die digitalen Instrumente, die nach wie vor auf Wunsch erhältlich sein werden. Eine höhere Auflösung, mehr Kontrast und neue Grafiken zeichnen das minimal geschrumpfte Display aus. In der Mittelkonsole ersetzt ein Plastik-Einsatz mit „Passat“-Schriftzug die schöne Analog-Uhr. Dieses Detail wirkt etwas billig, auch wenn die Designer den Wegfall mit der zunehmenden Digitalisierung begründen. Um Ambiente bemüht sich eine Beleuchtung an den Zierleisten, die sich in 30 Farben einstellen lässt.

Telematik/elektronisches Fahrtenbuch

Jeder Passat hat künftig eine Sim-Karte fest eingebaut. Sie liefert kostenlos Verkehrsdaten für das Navigationssystem, kann auf Wunsch und gegen Gebühr jedoch auch als Hotspot für die Passagiere oder für Internetradio verwendet werden. Außerdem ermöglicht sie die schon von Apple oder Mercedes bekannte natürliche Sprachsteuerung. Der Passat reagiert künftig also auf Freitext, nachdem er mit „Hallo Volkswagen“ angesprochen wurde.

Zudem ermöglicht die für VW neue Vernetzung zahlreiche andere Dienste. Neben dem Liefern von Paketen in den Kofferraum (bekannt von Smart) kann auch ein Wasch-Service und ähnliches bestellt werden. Möglich machts die Technik, die es erlaubt, den Fahrzeugschlüssel aufs Smartphone zu übertragen.

Smartphone Fahrtenbuch APP Übersicht elektronische Fahrtenbücher Ohne Aufwand die Firmenwagensteuer senken

Davon verspricht sich VW vor allem für Pool-Fahrzeuge Zusatznutzen. Der Fuhrparkmanager kann einzelne Autos beliebig Mitarbeitern zuordnen. Mit dabei ist auch eine integrierte Fahrtenbuchlösung. Der Fahrer identifiziert sich bei Fahrtantritt mit seinem Smartphone, außerdem kann er wählen, ob es sich um eine dienstliche oder eine private Fahrt handelt. Auch an gemischte Strecken hat VW gedacht: Dazu wählt der Fahrer die Option „privat“, den dienstlichen Anteil kann er nach Fahrtende über die App ergänzen. Der Fuhrparkmanager hat über seinen PC Einblick in die Fahrtenbücher seiner Fahrzeuge, kann dabei natürlich aber nur dienstliche Fahrten verfolgen. Nachträgliche Fahrtänderungen dokumentiert das Programm, sie sind nur sieben Tage nach Fahrtantritt möglich. Damit erfüllt VW alle Voraussetzungen, um ein fürs Finanzamt taugliches elektronisches Fahrtenbuch zu führen.

Wie teuer diese Dienste sein werden ist noch nicht final geklärt, wir gehen von etwa 145 Euro im Jahr aus. Die Fuhrparksoftware kann in Verbindung mit Tomtom-GPS-Empfängern auch mit Fremdmarken-Pkw genutzt werden. Zudem bietet VW in der App auch eine Tankübersicht an, die aber nur für Fuhrparks ohne Tankkartenreporting interessant sein dürfte.

Motoren

Alle Motoren erfüllen die Euro 6d-Temp Norm. Um die strengeren Grenzwerte auch in Alltagssituationen einzuhalten, bekommen nun auch die Benziner Partikelfilter. Bei den Dieselmotoren setzt VW flächendeckend auf den Einsatz von Adblue und SCR-Katalysator. Erdgas ist in dieser Klasse für VW kein Thema, dafür setzt VW in der beliebtesten Version des Zweiliter-Diesels mit 150 PS auf eine Neuentwicklung. Der aus dem A6 bekannte Evo-Motor leistet bei gleichem Hubraum so viel wie der Vorgänger, soll dabei aber bis zu 10 Gramm weniger Kohlenstoffdioxid je Kilometer ausstoßen, sprich sparsamer sein. Möglich macht das ein Riemenstartergenerator und ein neu konstruiertes Kurbelgehäuse aus Aluminium, das 20 Kilogramm Gewicht spart.

Den Einstieg stellt nach wie vor der 1,6-Liter Diesel mit 120 PS, über dem neuen Motor rangiert der bekannte Zweiliter-TDI mit 190 und 240 PS. Bei den Benzinern reicht die Palette von 150 PS im 1,5-Liter TSI bis hin zu 272 PS im stärksten Zweiliter.

Dazwischen rangiert die neue Ausgabe des Plug-in Hybriden GTE. Er vertraut nach wie vor auf den 1,4-Liter Benziner in Kombination mit einem 115 PS starken Elektromotor. Als Systemleistung stehen so nach wie vor 218 PS zur Verfügung. Neu ist der um ein Drittel gewachsene Akku, der mit 13 Kilowattstunden nun genug Kapazität für 55 Kilometer WLTP-Reichweite hat. Er erfüllt so die Kriterien für die halbierte Dienstwagensteuer für Plug-in Hybride, die seit 2019 gilt. Als einziges Modell in der Palette erfüllt der GTE schon die neue Abgasnorm Euro 6d, die auch die Verdampfung des Kraftstoffs beim Tanken mitregelt. Die anderen Motoren der Palette werden erst ab nächstem Jahr an diese Norm angepasst.

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