Wasserstoffantrieb

Toyota gibt Brennstoffzellen-Patente frei

Foto: Toyota

Alleine kann Toyota dem Wasserstoffauto wohl kaum zum Durchbruch verhelfen. Die Japaner haben sich daher nun zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen.

Der Autohersteller Toyota stellt seine Patente für Brennstoffzellentechnik kostenlos der Konkurrenz zur Verfügung. Insgesamt 5.680 Erfindungen und Entwicklungen dürfen somit künftig auch von anderen Autoherstellern genutzt werden. Freigegeben werden unter anderem Patente zu Brennstoffzellen-Stacks, Hochdruck-Wasserstofftanks, Steuer-Software und Wasserstoff-Tankstellen.

Die Japaner, die Ende 2014 in Japan mit dem Mittelklassemodell Mirai das erste Serienauto mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt gebracht haben, erhoffen sich von der Freigabe, dass weitere Hersteller auf den Brennstoffzellen-Zug aufspringen und sich am Aufbau einer Tankstellen-Infrastruktur beteiligen. Toyota ist aktuell Pionier, was die Serienproduktion von Brennstoffzellenfahrzeugen im großen Stil angeht, will in den kommenden Jahren Zehntausende Fahrzeuge bauen. Neben den noch relativ hohen Kosten für die emissionsfreien Pkw gilt das dünne Tankstellennetzt als Haupthindernis für einen Erfolg der Technik.

Toyota ist nicht der erste Autohersteller, der eine neue Technologie mit der Freigabe von Patenten fördern will. Zuvor hatte bereits der Elektroautopionier Tesla zahlreiche Eigenentwicklungen zur Nutzung durch die Konkurrenz offengelegt.

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