Wegeunfall mit Diensträdern

Bei Zweirädern gelten andere Regeln

Young man wearing business suit while riding an utility bicycle Foto: Fotolia

Diensträder werden von immer mehr Mitarbeitern genutzt. Bei der Regelung von Wegeunfällen gibt es allerdings Besonderheiten.

"Als Wegeunfall werden Unfälle auf dem unmittelbaren Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle bezeichnet", erläutert die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) aus Berlin. Umwege, Unterbrechungen oder private Tätigkeit können den Schutz kosten. Im Gegensatz zum Auto gelten für die Nutzung des Fahrrads besondere Regeln.

Laut Berufs­genos­sen­schaf­ten und Unfallkassen besteht für Radfahrer der volle gesetzliche Versicherungsschutz bei Unfällen selbst dann, wenn sie nicht den direkten Weg zur Arbeitsstätte wählen, sondern aus Gründen der Sicherheit einen Umweg fahren. Dennoch versuchen sich die gesetzlichen Unfallversicherungsträger immer häufiger, aus der Verantwortung zu stehlen. Betroffene sollten daher Umwege gut begründen. Wer hingegen als Radfahrer einem Autofahrer den Weg versperrt und ihn maßregelt, unterbricht »mehr als nur geringfügig« seinen Arbeitsweg und verfolgt zudem "eigenwirtschaftliche Interessen". So entschied das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz und verweigerte dem bei der Auseinandersetzung verletzten Radfahrer jeglichen Anspruch aus dem gesetzlichen Unfallschutz (Az.: L 2 U 105/09).

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
firmenauto 06 2019 Titel
06/2019 24. Mai 2019 Inhalt zeigen
Who is Who Pkw
Who is Who Flottenmarkt

Das Nachschlagewerk für alle Flottenmanager.

Beliebte Artikel Mit der R200-Messung des ZIV könnten künftig Pedelecs in Hinblick auf Reichweite und Effizienz vergleichbarer werden Neue Norm für Angabe der Reichweite Neue Norm für Angabe der Reichweite von E-Bikes Radweg Radfahrer Intelligente Kleidung fürs Dienstrad Jacke mit eingebautem Bremslicht
Terminübersicht
firmenauto Terminkalender Flottentermine

Finden Sie Veranstaltungen, Seminare, Messen und Trucksport-Events in Ihrer Region.