Werkstattnetz Identica

Netzwerk für Flotten

Identica, Werkstattnetz, Karossrie- und Lackarbeiten Foto: Identica

Zum Netz gehören bundesweit 110 Reparaturbetriebe

Ohne das richtige Netzwerk geht heute kaum mehr was voran. Dieser Gedanke liegt auch dem Werkstattnetz Identica zugrunde. Gegründet wurde das Karosserie- und Lacknetzwerk vom Kölner Lackhersteller Spies Hecker. Mittlerweile gehören bundesweit 110 Reparaturbetriebe dazu. Tendenz steigend. Die Vorteile von Werkstattnetzen wissen bislang vor allem Versicherungen und große Flottenbetreiber wie Vermieter oder Leasinggesellschaften zu schätzen. Sie brauchen dazu unter anderem bundes-weite Reparaturstandards, kurze Standzeiten, Mobilitätsgarantien und ein -einheitliches Erscheinungsbild.

»Mit regelmäßigen Audits und zertifizierten Dienstleistungen stellen wir die Qualität unserer Partnerbetriebe sicher«, sagt Karsten Stöcker, Leiter von Identica. Betriebe, die alle Anforderungen erfüllen, erhalten das Identica-Siegel.    »Während das Geschäft mit großen Flotten und Versicherungen weiter zunimmt, sinkt der Anteil des Privatkundengeschäfts«, sagt Jochen Kleemann, Geschäftsführer von Spies Hecker.  So hat einer der größten deutschen Versicherer im vergangenen Jahr von den insgesamt 180.000 gemeldeten Schäden 144.000 in Werkstattnetze eingesteuert.

Kleinere und mittlere Flotten im Visier

Um hier am Ball zu bleiben, will sich Identica stärker um kleine und mittlere Flotten kümmern. »Dienstleistungen, die wir unseren Großkunden anbieten, wollen wir künftig auch kleineren Fuhrparks zur Verfügung stellen«, sagt Stöcker. Gerade im Bereich Schadensteuerung und Verwaltung gäbe es viel Einsparungspotenzial. »Wir haben zum Beispiel die technischen Möglichkeiten, bei der Schadenaufnahme vor Ort gleich die Kosten zu kalkulieren. Auf dieser Basis entscheidet dann der Fuhrparkleiter, ob das Auto repariert, weitergefahren oder an die Leasinggesellschaft zurückgegeben wird«, erklärt Stöcker.

Doch nicht nur nach außen funktioniert die Kooperation. Sie erleichtert die Zusammenarbeit der Betriebe untereinander. Die einzelnen Werkstätten können auf Dienstleistungen anderer Partner zurückgreifen, etwa Alu-Reparaturen oder Lkw-Instandsetzungen. Auch ein bundesweiter Mobilitätsservice sei nur im Verbund möglich. Dabei ist Identica kein herkömmliches Franchisesystem. Die Werkstätten entrichten eine jährliche Gebühr von 4.200 Euro. Im Gegenzug unterstützen Systemberater die Werkstätten. Ähnlich wie ein Unternehmensberater besuchen sie die Betriebe, kontrollieren, ob vorgegebene Standards eingehalten werden, kümmern sich um das Marketing und helfen, Prozesse zu optimieren. Passt alles, erhält der Betrieb  das Qualitätssiegel.

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