Alles über Diebstahl
Auto thief in black balaclava trying to break into car Zoom
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Wertgegenstände richtig versichern

So schützen Sie Auto und Inhalt

Bundesweit werden immer mehr Firmenwagen aufgebrochen. Doch nicht immer kommt die Versicherung für Schaden und Gestohlenes auf. Wie Sie sich richtig versichern.

Handwerker in Bremen schlagen Alarm. Vor allem Heizungs- und Sanitärfirmen sind von einer Serie von Autoaufbrüchen betroffen. Laut einer Umfrage der Bremer Innung Sanitär Heizung Klima wurden rund 15 Unternehmen Opfer der Diebe, die in einem sehr kurzen Zeitraum 28 Fahrzeuge aufbrachen. Ziel waren teure Profiwerkzeuge und Computer sowie Waren und Baumaterial. Die Schäden liegen schnell über 10.000 Euro. Bremen ist kein Einzelfall. Insgesamt zählte das Bundeskriminalamt 2016 313.918 Diebstähle am Auto. Die Aufklärungsquote liegt bei zehn Prozent.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich über eine Autoinhaltsversicherung – im Fachjargon Werkverkehrsversicherung genannt – absichern. "Sie versichert Güter, die im Zusammenhang mit der Berufstätigkeit mitgeführt werden, also Werkzeuge oder auch Waren, mit denen gehandelt wird", erläutert Benjamin Papo, Geschäftsführer von Finanzchef24. Die Police ist bisher nur wenig verbreitet. Viele Unternehmen legen den Fokus auf die Betriebshaftpflicht. Ihr hohes Transportrisiko nehmen sie dabei nicht wahr. Alleine über den Kaskoschutz sind aus dem Fahrzeug gestohlene Waren und Werkzeuge nicht abgedeckt. Diese leistet nur für Schäden am Fahrzeug und Teile, die fest am Fahrzeug verbaut sind.

Obwohl die Autoinhaltsversicherung eine Art abgespeckte Warentransportversicherung ist, bleibt sie sehr leistungsstark. So kommt die Police eben nicht nur für Schäden durch Einbruchdiebstahl auf, sondern auch für den Inhalt des Autos oder den komplett gestohlenen Wagen. Die Versicherung zahlt auch bei Unfällen und wenn höhere Gewalt im Sinne von Naturereignissen Schadenursache ist oder etwa ein Brand. Raub und räuberische Erpressung sowie Unfälle bei der Be- und Entladung sind ebenfalls versichert.

Leider gibt es bei der Autoinhaltsversicherung keinen Marktstandard, daher unterscheiden sich die Angebote. Die Kernleistungen sind gleich. Meist wird in der Nacht eine Selbstbeteiligung von 20 bis 25 Prozent am Schaden verlangt. Und es gibt weitere Fallen. Manche Bedingungen seen vor, dass der Schutz nur gilt, wenn das Fahrzeug nicht länger als zwei Stunden unbeaufsichtigt war. Für die Praxis ist das vollkommen weltfremd. Ein Kundenbesuch oder eine Wartung dauern auch mal deutlich länger. Der Versicherungsschutz muss auf den tatsächlichen Bedarf abgestellt werden. Standardisierte Lösungen sind gut, individuelle um ein Vielfaches besser.

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Datum

19. März 2018
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