Auto-Abos von Fleetpool

Flexible Mobilität

Foto: Like2Drive

Flexible Auto-Abos, digitale Prozesse: Mobilitätsdienstleister wie Fleetpool reagieren auf die Wünsche vieler Flottenmanager nach einfacheren Vertriebsstrukturen.

Sich im Autohaus beraten lassen, Probe fahren und dann bestellen: Diese Zeiten sind längst vorüber. Flottenmanager kommunizieren in der Regel mit Key-Accountern der Hersteller, bestellt wird, was gerade lieferbar ist und zum Budget oder der Dienstwagenregelung passt.

Und seit sich immer mehr Flotten- zu Mobilitätsmanagern wandeln, schauen sie noch genauer hin. Wer benötigt überhaupt noch einen persönlich zugewiesenen Firmenwagen? Vor allem: für wie lange? Je länger ein Firmenwagen unbenutzt in der Garage steht, desto höhere Kosten produziert er. Poolfahrzeuge ohne feste Fahrer dagegen lassen sich flexibel einsetzen, Mietwagen gleichen Nachfragespitzen aus oder lassen sich als Interimsfahrzeuge einsetzen.

Vielen Flottenmanagern gehen aber auch solche Konzepte nicht weit genug. Speziell nicht, wenn ihr Unternehmen wertvolle Mitarbeiter bei der Stange halten will und die deshalb beim Thema Mobilität mitreden dürfen. Junge Führungskräfte wollen sich nicht für zwei, drei Jahre auf einen BMW, Mercedes oder Renault festlegen. Heute SUV, morgen Kombi, heute Alfa, morgen Audi: Individuelle Leasing- und Mietkonzepte sind gefragt. Leasinggesellschaften und Mobilitätsdienstleister reagieren darauf und bieten längst flexible Auto-Abos an. Meist verbunden mit digitalen Bestellprozessen per App und einer leicht bedienbaren Website. Die Idee dahinter: Einen Geschäftswagen zu bestellen soll heute nicht länger als ein paar Mausklicks dauern. Und vor allem soll man ihn problemlos jederzeit zurückgeben oder gegen ein anderes Modell tauschen können.

Gert Schaub erkannte diese Anforderungen bereits 2008. Damals suchte der Fuhrparkexperte nach neuen Vertriebswegen im Flottenmarkt und gründete Fleetpool. Mittlerweile gehören sechs Marken zu seiner Unternehmensgruppe mit 100 Mitarbeitern. Sie nennen sich Eazycars, Eazylectric, Like2drive oder Eazyway, aber im Grunde steht immer die gleiche Idee dahinter: Mitarbeiter in Unternehmen mit schnell umsetzbaren, flexibel handhabbaren Mobilitäts­lösungen zu motivieren. Im April 2019 startete mit dem DBB Auto-Abo eine Kooperation mit dem ­Vorsorgewerk des Deutschen Beamtenbunds, über die rund 1,4 Millionen Beamte und Staatsdiener online ihre All-inclusive-Mobilität buchen können. Insgesamt will Fleetpool 2019 rund 10.000 Neu­wagen ­ausliefern.

Gert_Schaub_Niels_Reimann_Fleetpool Foto: Like2Drive
Gert Schaub (l.) gründete Fleetpool 2008. Niels Reimann (r.) leitet Like2drive. Die Fleetpool-Tochter bietet ­Auto-Abos.

Alle Prozesse laufen digital, von der Bestellung bis zum fertigen Vertrag. Da sie vom eigenen Team entwickelt würden, könne Fleetpool die Anforderungen der Kunden direkt umsetzen.

Mittlerweile hat das Kölner Unternehmen etliche Großkunden gewonnen, darunter die Zurich-Gruppe, Ergo, ZF Friedrichshafen oder Lufthansa Cargo. Auch 40 mittelständische Unternehmen sind auf das Konzept aufgesprungen.

Den Trend zum Auto-Abo erkannte Schaub bereits vor zwei Jahren und gründete Like2drive. Über das Portal können Privatkunden, aber auch Freiberufler und Gewerbetreibende Gebrauchtwagen für sechs, zwölf oder achtzehn Monate mieten, zu Raten ab 167 Euro. Keine Anmeldegebühr, keine Überführung, keine Versicherung. Wie beim klassischen ­Langzeitmietwagen fallen nur Spritkosten an. "Mit aktuell 3.000 Fahrzeugen pro Jahr und Wachstumsraten von über 70 Prozent gehört Like2drive derzeit zu den größten Auto-Abo-Anbietern Deutschlands", sagt Schaub stolz.

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Und wie kommt Fleetpool an Kunden? Ganz traditio­nell und gar nicht digital. Schaub legt Wert auf ­Präsenz vor Ort und schickt unter anderem Promotion-Teams los, die Unternehmen bei Betriebsversammlungen und Firmenevents über das Angebot informieren.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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